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Aktuell
G8-Klimabilanz
3. Juli, 2008
Klima-Anstrengungen der G-8-Staaten laut Studie zu zaghaft
Berlin (AFP) - Die Anstrengungen der G-8-Staaten für den Klimaschutz sind nach einer Untersuchung für den Umweltverband WWF und die Allianz-Versicherung weiterhin zu zaghaft. Keiner der führenden Industriestaaten werde seine Treibhausgasemissionen aus heutiger Sicht in dem Maße verringern, wie es erforderlich wäre, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, erklärte die WWF-Klimaexpertin Regine Günther in Berlin. Auf die besondere Verantwortung der G-8-Staaten für den Schutz des Klimas verwies auch Allianz-Vorstandsmitglied Joachim Faber.
Nach einer von dem unabhängigen Institut Ecofys aufgestellten Rangfolge liegt Deutschland im Ringen um mehr Klimaschutz im Kreis der G-8-Staaten nach Großbritannien und Frankreich auf dem dritten Platz. Schlusslicht sind demnach die USA hinter Kanada und Russland. Im Mittelfeld liegen Italien und Japan. Die Spitzenposition für Großbritannien wird neben der Einhaltung der Kyoto-Vorgaben mit dessen besonders starkem Engagement beim Emissionshandel begründet. Frankreich profitiert neben guten aktuellen Emissionswerten von ehrgeizigen Zielvorgaben, die allerdings kaum durch kurzfristig wirksame Maßnahmen untermauert würden.
Deutschland hält den Spitzenplatz im Kreis der G-8 beim Ausbau erneuerbarer Energien. Das Energieeinspeisegesetz (EEG) wird als beispielhaft gelobt. Positiv bewertet werden auch die jüngst vom Parlament beziehungsweise vom Kabinett beschlossenen Maßnahmenpakete; allerdings würden diese nicht ganz ausreichen, um das nationale Ziel von 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2020 zu erreichen. Zur Abwertung im Gesamtranking führen der Bau neuer Kohlekraftwerke sowie regelmäßige Interventionen der Bundesregierung zugunsten der Autoindustrie.
3. Juli, 2008
Deutschland in Sachen Klimapolitik auf drittem Platz
Berlin (AP) Deutschland ist einer Studie zufolge in Sachen Klimapolitik auf dem dritten Platz unter den G-8-Staaten. Das ist ein Ergebnis einer am Donnerstag in Berlin im Auftrag von WWF und Allianz erstellten Ecofys-Studie. An der Spitze liegt Großbritannien vor Frankreich. Allerdings reichten in keinem Staat die bislang ergriffenen Maßnahmen aus, um das Ansteigen der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2 Grad Celsius zu beschränken.
Auf den weiteren Plätzen folgen laut Studie Italien und Japan. Abgeschlagen auf den hinteren Rängen liegen Russland, Kanada und am Ende die USA. Deutschland ist Spitzenreiter beim Einsatz erneuerbarer Energien. Allerdings würden immer mehr Stromversorger planen, neue Kraftwerke mit Kohle und Braunkohle zu betreiben, heißt es in dem Report.
Ecofys ist den Angaben zufolge eine unabhängige Beratungsgesellschaft.
http://www.panda.org/climate
http://www.allianz.com/
G8-Staaten zu langsam im Wettlauf gegen den Klimawandel
WWF Pressemitteilung, 3.7.08
Die Klimapolitik der G8-Staaten wird nicht ausreichen, um das Rennen gegen den Klimawandel zu gewinnen. Mit den bislang ergriffenen Maßnahmen werden sich die internationalen Vorgaben nicht erfüllen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung im Auftrag von WWF und Allianz SE, die die Klimapolitik der G8-Staaten und von fünf Schwellenländern im Vorfeld des G8-Gipfels in Japan analysiert.
Der Bericht G8 Climate Scorecards 2008 wurde von Ecofys, einer unabhängigen Beratungsgesellschaft, erarbeitet und wird heute in Berlin vorgestellt. Der Report enthält eine Rangfolge der G8-Staaten, die die klimapolitischen Leistungen der einzelnen Länder nach neun Kriterien bewertet. Berücksichtigt werden u.a. die Emissionstrends der einzelnen Länder seit 1990. Ferner gibt es eine Aufstellung für die Anstrengungen der Länder in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2-Emissionshandel.
Laut den G8 Climate Scorecards 2008 liegt Großbritannien an der Spitze im Wettlauf gegen den Klimawandel und damit knapp vor Frankreich und Deutschland. Trotzdem reichen auch in diesen Ländern die erzielten Treibhausgasminderungen und die langfristig angelegten klimapolitischen Anstrengungen noch nicht aus, um das Ansteigen der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2oC zu beschränken.
„Keine der acht führenden Industrienationen hat ausreichende Maßnahmen ergriffen, um die globale Erwärmung auf unter 2°C Temperaturerhöhung zu begrenzen“, kommentierte Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF in Deutschland. „Uns bleiben nur noch zehn bis fünfzehn Jahre, in denen die weltweiten Emissionen ihren Höhepunkt erreicht haben und danach drastisch sinken müssen. Die Zeit läuft uns davon.“
Dr. Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE, sagte: „Die G8-Staaten haben eine wichtige Vorreiterrolle in den weltweiten Anstrengungen gegen den Klimawandel. Sie müssen den Weg in eine emissionsarme Wirtschaft bereiten, die auf CO2-arme Technologien und saubere Energie setzt.“
Die Allianz als internationaler Finanzdienstleister unterstützt die Studie, um die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen. Das gilt insbesondere für ein sich wandelndes Anlage- und Regulierungsumfeld sowie die Möglichkeiten neuer Produktentwicklungen in den Märkten.
„Der Klimaschutz bietet große Chancen im Bereich der „sauberen Technologien“. Die Allianz sieht hier ein erhebliches Potenzial für neue Kapitalanlagen, Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze. Um das Potenzial auch wirklich auszuschöpfen, ist ein globaler Markt für Emissionsrechte besonders wichtig“, so Dr. Faber.
Der Bericht analysiert nicht nur den Status quo, sondern zeigt auch auf, wie das Engagement der G8-Staaten für den Klimaschutz verstärkt werden muss. So sollten sich etwa die Staatschefs auf dem kommenden G8-Gipfel in Japan auf bindende, langfristige Ziele zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen einigen. Nötig wären für die Industriestaaten bis zum Jahre 2050 Einsparungen von mindestens 80 Prozent, und davon möglichst bereits 40 Prozent bis zum Jahre 2020.
„Wir erhoffen uns vom Gipfel in Hokkaido eine Einigung auf weit reichende Emissions-minderungen in den G8-Staaten als Signal für die große UN Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen. Darüber hinaus sollten die G8-Staaten den Entwicklungsländern messbare finanzielle und technische Unterstützung zusagen, so dass diese sich auf den nicht mehr zu vermeidenden Klimawandel vorbereiten und CO2-arme Technologien einsetzen können“, so Günther.
Länderübersicht:
Laut den G8 Climate Scorecards 2008 führt Großbritannien bei den Maßnahmen gegen den Klimawandel knapp vor Frankreich und Deutschland. Alle drei Länder haben aber bislang gerade einmal die Hälfte des Weges geschafft.
Großbritannien wird voraussichtlich sein Kyoto-Ziel erreichen und hat neue innovative Klimagesetze eingeführt wie die „Climate Change Bill“. Großbritannien setzt sich stark für die Förderung des CO2-Emissionshandels ein. Es tut jedoch zu wenig, um die Nutzung von erneuerbaren Energien zu beschleunigen und Energieeffizienz zu fördern. Auch nimmt derzeit der Anteil der Kohle im Energiemix Großbritanniens zu. Das führt zu stetig steigenden Emissionen.
Frankreich belegt Platz 2 aufgrund seiner langfristigen Klimaziele, dem bisher Erreichten und seiner internationalen Klimapolitik. Allerdings schneidet das Land schlecht ab, wenn es darum geht seine kurzfristigen Ziele tatsächlich zu erreichen. Frankreich riskiert, seine gute Platzierung im nächsten Jahr zu verlieren.
Deutschland ist Spitzenreiter beim Einsatz erneuerbarer Energien und verfügt über rechtliche Rahmenbedingungen, die international vorbildlich sind. Deutschland hat zudem zwei Klimapakete zur Energieeffizienz und Klimapolitik verabschiedet. Allerdings hat das Land laut Bericht bislang nicht klar Position gegen Energiegewinnung aus Kohle bezogen. Außerdem würden - so der Bericht weiter - mehr und mehr Stromversorger planen, neue Kraftwerke mit Kohle und Braunkohle zu betreiben.
Italien, das auf Platz 4 rangiert, hat erste Anstrengungen gegen den Klimawandel in die Wege geleitet, allerdings wurden bisher nur wenige Maßnahmen auf nationaler Ebene konkret umgesetzt, und die Emissionen liegen weit über dem Kyoto-Ziel. Italien erzielt hingegen relativ gute Ergebnisse im Bereich Energieeffizienz.
Japan belegt den fünften Platz. Die japanischen Treibhausgasemissionen steigen stetig und das Land ist weit davon entfernt, seine Kyoto-Ziele zu erfüllen. Die Regierung hat noch keine mittelfristigen Emissionsminderungsziele bekannt gegeben. Den guten zweiten Platz im Bereich des CO2-Emissionshandels erhielt Japan aufgrund seines umfangreichen Einsatzes für Projekte in Entwicklungsländern im Rahmen des Clean Development Mechanismus der UN. Auf nationaler Ebene fehlt für den Emissionshandel aber weiterhin ein verbindlicher gesetzlicher Rahmen.
Russland liegt bei der Wertung auf einem der hinteren Plätze, da in den vergangenen acht Jahren die CO2-Emissionen gestiegen sind. Das Land hat nur wenige nationale Gesetze geplant und umgesetzt. Sollten die jüngsten Ankündigung der Regierung bezüglich der Steigerung der Energieeffizienz realisiert werden, könnte Russland in den kommenden Jahren besser abschneiden.
Kanada und die USA sind die Schlusslichter in der Rangliste. Die Länder belegen Platz 7 und 8. Dies überrascht nicht angesichts der steigenden Emissionen und des hohen Energieverbrauchs in beiden Ländern. Vorhandene Potenziale für mehr Energieeffizienz könnten sehr viel besser ausgeschöpft werden. Dennoch gibt es Grund zur Zuversicht: Geplante US-amerikanische Gesetze haben das Potenzial, die CO2-Emissionen zu senken. US-amerikanische Unternehmen bereiten sich auf einen neuen CO2-Markt vor, was auch internationale Auswirkungen haben könnte. Die Regierungen beider Länder gehören bisher nicht zu den Befürwortern klimafreundlicher Lösungen, aber Initiativen auf bundesstaatlicher Ebene könnten dazu beitragen, dass sowohl Kanada als auch die USA in den kommenden Jahren besser abschneiden werden.
Die Studie analysiert auch die Klima- und Energiepolitik der fünf Schwellenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika. Für diese Länder gibt es allerdings nicht eine Rangliste, da sie nicht mit den Industrieländern verglichen werden können. Hinsichtlich der Entwicklung des Energiemixes und der sich daraus ergebenden zukünftigen Emissionen existieren aber erhebliche Unterschiede zwischen diesen fünf Staaten. Entscheidend ist, wie die Industrieländer die Entwicklungs- und Schwellenländer darin unterstützen werden, ihren Treibhausgasausstoß zu verringern.
3. Juli, 2008
Gabriel dämpft klimapolitische Erwartungen an G-8-Gipfel
Minister: Kein Rückschritt wäre schon relativer Erfolg
(AFP) - Wenige Tage vor dem G-8-Gipfel kommende Woche im japanischen Toyako hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) Erwartungen an konkrete Beschlüsse für mehr Klimaschutz gedämpft. "Da bin ich eher skeptisch", sagte Gabriel der Nachrichtenagentur AFP. So werde sich "die amerikanische Position vor den Präsidentschaftswahlen nicht wesentlich ändern". Zwar hätten sich die USA im vergangenen Jahr "beim Langfristziel des Klimaschutzes für 2050 sehr bewegt", aber "konkreter werden sie sicherlich vor den Wahlen nicht werden können".
Die deutsche G-8-Präsidentschaft im vergangenen Jahr mit dem Gipfeltreffen in Heiligendamm sei zwar eine maßgebliche Voraussetzung für den auf der UN-Klimakonferenz auf Bali erzielten "Durchbruch zum Verhandlungsmandat für ein neues Klimaschutzabkommen" gewesen, sagte Gabriel. Nun sei dieser Verhandlungsprozess aber im Gange "mit dem Zieldatum 2009" und es sei nicht zu erwarten, dass in dieser Phase bereits "riesige Fortschritte erzielt werden".
Auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm hatte US-Präsident George W. Bush auf Drängen auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einer Formulierung zugestimmt, wonach das Ziel einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis 2050 um mindestens 50 Prozent erwogen wird. Besorgt äußerte sich Gabriel nun auch über die Entwicklung in Russland: "Die Bereitschaft dort, internationale Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen, die auch für die Russische Föderation verbindliche Vorgaben machen, hält sich noch in Grenzen."
"Wenn jetzt keine Rückschritte gegenüber den Ergebnissen von Heiligendamm gemacht werden, dann ist das schon ein relativer Erfolg", äußerte sich Gabriel vorsichtig. Grundsätzlich positiv bewertete er die Rolle des G-8-Gastgebers Japan, dessen Regierung wiederholt als klimapolitischer Bremser kritisiert worden war. "Die Japaner haben sicherlich auch ein großes Interesse daran, dass in der internationalen Klimapolitik Fortschritte erzielt werden", sagte der Bundesumweltminister. Allerdings würde er sich "manchmal wünschen, sie wären auch mit eigenen Vorschlägen progressiver".
Kein Problem hat Gabriel mit dem von Japan ebenso wie von den USA beim Klimaschutz erwogenen Ansatz, statt genereller Emissionsgrenzen sektorale Vorgaben zum Beispiel für einzelne Branchen zu vereinbaren. Ein positives Beispiel für ein solches Vorgehen sei das Abkommen von Montreal zur Bekämpfung des Ozonlochs gewesen.
3. Juli, 2008
China offen für Diskussion über Emissionsziele
Peking (AP) China ist nach Angaben eines ranghohen Behördenvertreters zu Gesprächen über mittel- und langfristige Ziele bei der Reduktion von Treibhausgasen bereit. Die Regierung sei einer Diskussion über die Forderung nach Zielvereinbarungen beim G-8-Gipfel kommende Woche in Japan gegenüber offen, sagte Su Wei von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission am Donnerstag in Peking. Su betonte jedoch, dass die Hauptverantwortung im Kampf gegen die globale Erwärmung weiterhin bei den Industrienationen liege.
«Wir sind bereit, über alle Themen im Zusammenhang mit Klimawandel zu beraten», sagte Su auf einer Pressekonferenz. Zu Gesprächen mit den G-8-Staaten in Hokkaido ist auch der chinesische Präsident Hu Jintao eingeladen. Im Mittelpunkt des Treffens soll die weltweite Klimaerwärmung stehen.
Die G-8-Umweltminister erklärten im Mai, man wolle sich bei dem Gipfel in Japan um eine Vereinbarung bemühen, wonach die Emissionen bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent reduziert werden. Zu den strittigeren mittelfristigen Zielen bis 2020 gibt es noch keine Einigung. Wichtiger als ein idealistisches langfristiges Ziel seien kurz- und mittelfristige Maßnahmen, sagte Su und betonte, die Industrieländer müssten bei der Reduzierung ihrer Emissionen die Führung übernehmen.
Mittwoch, 2. Juli, 16:51 Uhr
Einnahmen aus Verkauf von Emissionsrechten höher als erwartet
Berlin (AP) Der Verkauf von Zertifikaten für den Emissionshandel lässt beim Bund die Kasse klingeln. Während für das Gesamtjahr 2008 nur 400 Millionen Euro im Etat veranschlagt sind, könnten die tatsächlichen Einnahmen bis zum Jahresende brutto bis zu 900 Millionen Euro betragen, erklärte das Bundesumweltministerium am Mittwoch auf Anfrage.
Netto blieben davon rund 600 Millionen Euro, weil Steuerausfälle gegengerechnet werden. Für 2009 liegt bereits der Haushaltsansatz bei 600 Millionen Euro. Bislang erzielte der Staat 23,55 Euro je Zertifikat.
Die Koalition hatte sich dieses Jahr erstmals entschlossen, einen Teil der Rechte zum Ausstoß von Kohlendioxid nicht an Fabriken und Kraftwerke zu verschenken, sondern zu verkaufen. Mit dem Erlös werden Klimaschutzprojekte finanziert. Die FDP-Politikerin Gudrun Kopp forderte in der «Rheinischen Post», die Zusatzeinnahmen sollten stattdessen zur Senkung der Ökosteuer auf Strom genutzt und so den Verbrauchern zurückgegeben werden.
Mittwoch, 2. Juli, 09:57 Uhr
UN sehen Investitionsboom bei erneuerbaren Energien
New York (AP) Die steigenden Energiepreise und die Sorge um die Klimaerwärmung haben den Vereinten Nationen zufolge im vergangenen Jahr einen regelrechten «Goldrausch grüner Energien» ausgelöst. Die Investitionen in Wind- und Sonnenenergie sowie in andere erneuerbare Energieformen stiegen 2007 um rund 60 Prozent auf 148 Milliarden Dollar (94 Milliarden Euro), wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) heißt. 2006 wurden nur 92,6 Milliarden Dollar neu investiert.
Spitzenreiter bei den Neuinvestitionen war mit 50 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro) die Windkraft. An zweiter Stelle kamen die Investitionen in Solartechnologie, mit 28 Milliarden (18 Milliarden Euro) war dies im Vergleich zum Vorjahr zudem der am schnellsten wachsende Sektor. Außerdem wurden im Bereich erneuerbarer Energien rund 56 Milliarden Dollar (35 Milliarden Euro) für Fusionen und Firmenkäufe ausgegeben.
Dieses Interesse der Investoren zeige die Reife des Marktes, sagte UNEP-Chef Achim Steiner. Wie zu Zeiten des Goldrausches ziehe der Boom der erneuerbaren Energien Heerscharen moderner Goldsucher in allen Teilen der Erde an. Die Notwendigkeit, auf umweltfreundliche Technologien umzusteigen, sei den Menschen immer stärker bewusst.
Die meisten Finanzmittel flossen dem Bericht zufolge nach Europa, an zweiter Stelle lagen die USA. Ein wachsendes Interesse an «grüner» Technologie gebe es außerdem in den Schwellenländern China, Indien und Brasilien.
http://sefi.unep.org/english/globaltrends
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