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Aktuell
Klimaforschung in Potsdam
Donnerstag, 17. Juli, 17:48 Uhr
Schavan will Spitzeninstitut für Klimaforschung in Potsdam
Berlin/Potsdam (ddp-lbg). In der Brandenburger Landeshauptstadt soll ein Spitzeninstitut für Klimaforschung und Klimaschutz («Climate Institute for Advanced Studies») eingerichtet werden. Das habe Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Donnerstag auf der Sitzung des informellen EU-Wettbewerbsfähigkeitsrats im französischen Versailles angekündigt, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.
Den Angaben zufolge betonte Schavan: «Die EU braucht mehr Strahlkraft bei Forschung und Technologieentwicklung. Da müssen wir so viel Ehrgeiz wie bei den Zielen zum Klimaschutz entwickeln.» Sie wolle deshalb eine «europäische Hightech-Strategie für den Klimaschutz» erreichen. Die nationalen Initiativen müssten in einem europäischen Engagement verbunden werden, forderte Schavan. Dazu werde das Potsdamer Institut einen herausragenden Beitrag leisten.
In der Landeshauptstadt sind bereits zahlreiche renommierte Forschungseinrichtungen ansässig. Auch in der Klimaforschung hat die Stadt bereits einen Namen. Dort haben unter anderem das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und das Geoforschungszentrum ihren Sitz.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) begrüßte die Ankündigung Schavans. Die Ansiedlung des Spitzeninstituts sei Beleg für den «herausragenden Ruf», den sich das Land bereits auf dem Gebiet der Klimaforschung erworben habe. Den Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung in Einklang zu bringen, sei eine zentrale Herausforderung für die Zukunft der Menschheit.
Brandenburg habe sich als Energieland auf die Fahnen geschrieben, seine Rolle als «Innovationslabor» im Bereich der Klimaschutz- und Energietechnologie weiter auszubauen. «Ich bin mir sicher, dass das neue Spitzeninstitut hierzu einen wichtigen Beitrag leisten wird», unterstrich Platzeck.
Mittwoch, 16. Juli, 18:48 Uhr
Juni einer der wärmsten Monate seit Beginn der Aufzeichnungen
Washington (AP) Der Monat Juni war nach US-Angaben weltweit einer der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 16 Grad Celsius lag der Monat 0,5 Grad über dem Durchschnitt und war damit der achtwärmste Juni seit 1880, wie die US-Behörde für Ozeanographie und Wetter (NOAA) am Mittwoch mitteilte. Die erste Jahreshälfte war insgesamt die neuntwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die kombinierte Temperatur der Meeres- und Landflächen von Januar bis Juni lag bei 14 Grad und damit 0,4 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts.
http://www.ncdc.noaa.gov
Freitag, 18. Juli, 13:44 Uhr
Gore will nur noch erneuerbare Energien für die USA
Washington (AFP) - Mit einem ehrgeizigen Plan will der frühere US-Vizepräsident Al Gore in den USA eine vollständige Energiewende herbeiführen. In zehn Jahren sollen die US-Bürger demnach 100 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. "Dieses Ziel ist erreichbar und kostengünstig", sagte Gore in Washington. Die Energiewende sei nötig, weil "das Überleben der Vereinigten Staaten" in Gefahr sei. Der Klimawandel beschleunige sich schneller als gedacht. Der US-Bundesstaat Kalifornien beschloss unterdessen neue Umweltvorgaben für alle Neubauten, die unter anderem den Energieverbrauch senken sollen.
Gore verglich die Herausforderung mit der ersten Mondlandung. "Als Präsident John F. Kennedy unsere Nation aufforderte, innerhalb von zehn Jahren einen Menschen zum Mond und wieder sicher zurückzubringen, haben viele Menschen bezweifelt, ob wir dieses Ziel erreichen können", rief Gore tausenden Anhängern zu. "Aber acht Jahre und zwei Monate später betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin die Mondoberfläche."
Die USA bräuchten nicht nur neue Glühbirnen, sondern neue Gesetze, forderte der Friedensnobelpreisträger bei der Versammlung seiner Umweltschutzorganisaiton. "Nochmals haben wir die Möglichkeit, einen großen Schritt für die Menschheit zu machen", sagte Gore in Anspielung auf Armstrongs erste Worte auf dem Mond.
Gores Programm setzt vor allem auf Sonnen- und Windenergie sowie Erdwärme. Angesichts des steigenden Ölpreises sei die Abkehr von fossilen Energieträgern nicht nur nötig, sondern auch erschwinglich, sagte Gore vor tausenden Anhängern.
Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama sicherte Gore unterdessen seine Unterstützung zu. Er sei sich mit Gore "völlig einig", heißt es in einer Mitteilung, in der Obama verspricht, als Präsident massiv in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Dies schaffe "Millionen gut bezahlter Arbeitsplätze" und eine sauberere und sicherere Welt.
Die kalifornischen Normen für den Bausektor sollen die Energieeffizienz verbessern und den Wasserverbrauch bei allen neuen Bauvorhaben senken, wie die kalifornische Kommission für Baustandards mitteilte. Es handele sich um die ersten "grünen" Bauvorgaben, die für einen gesamten US-Bundesstaat gelten sollen. Nach Behördenangaben fordern die neuen Normen Bauherren unter anderem dazu auf, den Energieverbrauch beim Bau um 15 Prozent zu senken. Außerdem soll verstärkt Recyclingmaterial zum Einsatz kommen.
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