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Aktuell
China kauft deutsche Wälder (2) (erweitert)
26. Juni, 2007
Deutsche Förster warnen vor Verkauf von Wald an Chinesen
"Soziale und ökologische Waldfunktionen" gefährdet
(AFP) - Die deutschen Förster haben vor einem massenhaften Verkauf heimischen Waldes an chinesische Geschäftsleute gewarnt. Die chinesische Seite sei nicht mehr bereit, die steigenden Preise auf dem Weltholzmarkt zu zahlen, teilte der Vorsitzende des Bunds Deutscher Forstleute (BDF), Bernhard Dierdorf, mit. Deshalb wolle sie den Holzbedarf durch Kauf von Wäldern sichern. Deutschland sei wegen der hohen Holzvorräte für die Chinesen "ein lukratives Waldland, in dem es sich lohnt, zu investieren". China sei dabei, die "Führungsrolle in der Weltforstwirtschaft" zu übernehmen.
BDF-Chef Dierdorf erklärte weiter, sein Verband sehe die Entwicklung mit Sorge. Der deutschen Holzwirtschaft würden durch die Aufkäufe große Rohstoffmengen entzogen. Außerdem sei zu bezweifeln, ob sich die chinesischen Käufer an die gesetzlich vorgeschriebenen "sozialen und ökologischen Waldfunktionen" hielten. Die Käufer würden ihre Investitionen durch entsprechende Ernteerträge wieder hereinholen wollen. "Da werden Erholungseinrichtungen im Wald sehr schnell zur Mangelware werden", erklärte Dierdorf weiter.
Der BDF fordere die Politik und die Forstverwaltungen auf, den "Ausverkauf deutscher Wälder" zu verhindern.
26. Juni, 2007
Chinesen kaufen Wald: Experten warnen
(APA) - Weil die Preise für Holz ständig steigen, wollen chinesische Geschäftsleute nun selbst zu Waldbesitzern werden. In Deutschland warnen Fachleute, China könne die Führungsrolle in der Weltforstwirtschaft übernehmen.
Die deutschen Förster haben vor einem massenhaften Verkauf heimischen Waldes an chinesische Geschäftsleute gewarnt. China sei nicht mehr bereit, die steigenden Preise auf dem Weltholzmarkt zu zahlen, so der Vorsitzende des Bunds Deutscher Forstleute (BDF), Bernhard Dierdorf. Deshalb wolle sie den Holzbedarf durch Kauf von Wäldern sichern. Deutschland sei wegen der hohen Holzvorräte für die Chinesen "ein lukratives Waldland, in dem es sich lohnt, zu investieren". China sei dabei, die "Führungsrolle in der Weltforstwirtschaft" zu übernehmen.
BDF-Chef Dierdorf erklärte weiter, sein Verband sehe die Entwicklung mit Sorge. Der deutschen Holzwirtschaft würden durch die Aufkäufe große Rohstoffmengen entzogen. Außerdem sei zu bezweifeln, ob sich die chinesischen Käufer an die gesetzlich vorgeschriebenen "sozialen und ökologischen Waldfunktionen" hielten. Die Käufer würden ihre Investitionen durch entsprechende Ernteerträge wieder hereinholen wollen. "Da werden Erholungseinrichtungen im Wald sehr schnell zur Mangelware werden", erklärte Dierdorf weiter. Der BDF fordere die Politik und die Forstverwaltungen auf, den "Ausverkauf deutscher Wälder" zu verhindern.
Deutscher Wald in chinesischer Hand
Kommentar von Michael Steinfeldt, Die Neue Epoche, 03.07.2007
Als ein „von schrecklichen Wäldern und abscheulichen Sümpfen bedecktes Land" beschrieb Tacitus im Jahr 70 n. Chr. das damalige Germanien. Wir Deutschen lieben unsere „abscheulichen Sümpfe und schrecklichen Wälder", denn die Sümpfe sind weitgehend trocken gelegt und die forstwirtschaftlich gepflegten Wälder machen mit einem Drittel Anteil an der Gesamtfläche Deutschland zum waldreichsten Land Europas.
Jetzt wollen chinesische Investoren diesen deutschen Wald aufkaufen - und zwar „auf Teufel komm raus", wie es der Makler Matthias Manthey aus Ahrensburg bei Hamburg beschreibt. Manthey hat 500 Hektar Wald im Raum Celle an Chinesen verkauft, da das Reich der Mitte quasi leer gerodet ist. Die Nachfrage aus Fernost ist groß, das wirtschaftliche Wachstum in China beansprucht mehr Stahl, mehr Erdöl, nicht zuletzt auch mehr Holz. Wenn Stahlhunger in China sogar die „Berliner U-Bahn Rad-los" macht, was kann der Holzhunger anrichten?
Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) reagiert besorgt, private Waldbesitzer beschwichtigen und verweisen auf das Bundeswaldgesetz und die Waldgesetze der Länder, die einen Kahlschlag verbieten. Aber schützt die deutsche Rechtsprechung vor dem chinesischen Übereifer?
Ein Blick in die jüngere chinesische Geschichte und den Umgang Rotchinas mit den eigenen Holzressourcen kann hier schaudern machen. Der „große Sprung nach vorn" von Mao Zedongs „Acht-Punkte-Plan" zur Landwirtschaftsreform hatte mit 30 Millionen Hungertoten nicht nur direkt katastrophale Folgen für die Bevölkerung. Eine andere Folge der von Mao verursachten Revolte, das Ausmaß der Auswirkungen auf die Umwelt, wird erst heute spürbar: Abholzung und Tiefpflügen führten zu flächendeckender Bodenerosion, Wasserbauprojekte veränderten Abfluss und Sedimentation. Der intensiven Abholzung fielen großflächig uralte Waldbestände zum Opfer. Die zunehmenden Sandstürme der folgenden Jahre trieben den Sand über den Pazifik hinweg nachweislich bis nach Alaska.
Der „große Sprung nach vorne" war eine menschengemachte Katastrophe, ausgelöst durch politische Entscheidungen, angespornt durch parteiinternen Erfolgsdruck und Größenwahn. Die heutigen chinesischen Großprojekte sind nicht bescheidener geworden.
„China steckt in einer Umweltkrise, wir dürfen uns da nichts vormachen. Wenn China keine Maßnahmen ergreift, wäre das katastrophal", sagte der stellvertretende chinesische Umweltminister Pan Yue im Interview mit dem Handelsblatt. Abzuwarten bleibt, ob die Resultate dieser angestrebten Maßnahmen nicht nur noch größere Katastrophen zur Folge haben. So reagierte die chinesische Regierung auf die zunehmende Verwüstung des Landes mit einer massiven Wiederaufforstung. Damit die Begrünung schneller voran geht und die angepflanzten Bäume Schädlingen widerstehen können, wurden großflächig genmanipulierte Pappeln verwendet.
Einem Bericht des Umweltinstitutes München zufolge ist China das erste Land, in dem großflächig Gen-Bäume angepflanzt werden. Mit fragwürdiger Wirkung: Mehr als 1,4 Millionen Pappeln sollen seit 2004 gepflanzt worden sein, die durch genetische Manipulationen einen für Insekten giftigen Wirkstoff produzieren. „Da die Bäume ohne jegliche Überwachung angebaut wurden, kann jedoch niemand mehr sagen, wo sie sich befinden. Eine Kontrolle ist damit nicht mehr möglich", geht aus dem Bericht hervor. Die Auswirkungen auf die Umwelt seien noch nicht weitreichend untersucht, die Experten gehen von der Schaffung „grüner Wüsten" aus, da sich die Wirkung des Pflanzengiftes nicht nur auf Schädlinge beschränkt sondern auf die gesamte Nahrungskette übertragen könnte. Außer den genmanipulierten Pflanzen kann in der Folge nichts mehr überleben.
Die KP Chinas hat außer Lippenbekenntnissen und Propaganda-Projekten keine nennenswert greifbaren Änderungen in ihrem Umgang mit Mensch und Natur an den Tag gelegt. Land und Leute sind bis an die Grenzen der Belastbarkeit ausgebeutet, doch ihr Heißhunger ist noch nicht gestillt - und greift über die Landesgrenzen hinweg.
Ein diesbezüglicher Witz in der DDR lautete:
Frage: „Was passiert, wenn wir die Kommunisten in die Wüste schicken?"
Antwort: „Das geht ein paar Jahre lang gut und dann wird der Sand knapp!"
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