Aktuell


Wildnisfonds

Deutschland wird wilder: Neues Förderinstrument Wildnisfonds startet

10 Millionen Euro jährlich stehen ab diesem Jahr für neue Wildnisgebiete in Deutschland zur Verfügung

BMU Pressemitteilung, 9.7.19

Das Bundesumweltministerium hat heute ein neues Förderprogramm zur Sicherung von Wildnisgebieten in Deutschland gestartet. Auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands soll sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten und möglichst großflächig entwickeln. Damit dient der Wildnisfonds der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) und dem darin formulierten Zwei-Prozent-Wildnisziel. Der neue Fonds soll die Möglichkeit eröffnen, potenzielle Wildnisgebiete zu sichern beziehungsweise bestehende Wildnisgebiete zu ergänzen und/oder zusammenzulegen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "In Deutschland soll wieder mehr Wildnis entstehen. Mit dem Wildnisfonds unterstützen wir die Bundesländer dabei, Wildnisgebiete zu sichern und zu schaffen. Damit setzen wir ein weiteres wichtiges Vorhaben im Naturschutz in dieser Legislaturperiode um."

Flächen, die für die Wildnisentwicklung gesichert werden, sind beim Ankauf, Eintausch oder als Austausch für einen dauerhaften Nutzungsverzicht förderfähig. Die Förderung ist auf den Verkehrswert der Fläche begrenzt, der Finanzierungsanteil des Bundes beträgt bis zu 100 Prozent. Beginnend mit diesem Jahr werden in den kommenden Jahren jeweils zehn Millionen in einem eigenen Titel Wildnisfonds im Haushalt des BMU zur Verfügung stehen.

Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Informationen zur Förderrichtlinie Wildnisfonds, zur Einreichung von Projektskizzen und zur Antragstellung bei der ZUG finden Sie auf der Seite Wildnisfonds.


NABU begrüßt Wildnisfonds

Tschimpke: Weitere Schritte zum Erhalt der Artenvielfalt müssen folgen

NABU Pressemitteilung, 9.7.19

Berlin – Der NABU begrüßt den heute vom Bundesumweltministerium vorgestellten Wildnisfonds, fordert aber weitere Schritte, um die Artenvielfalt in Deutschland zu erhalten. „Wildnisgebiete sind echte Hotspots der biologischen Vielfalt. Selbst im dichtbesiedelten Deutschland muss Wildnis möglich sein. Das sind wir auch kommenden Generationen schuldig. Der Wildnisfonds ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei aber schon abzusehen, dass eine Aufstockung des Fonds, der mit zehn Millionen Euro pro Jahr ausgestattet ist, notwendig werde. „Um den Naturschutz in Deutschland voran zu bringen, muss die Bundesregierung aber auch weitere Zusagen aus dem Koalitionsvertrag einhalten. Die Sicherung von zusätzlichen 30.000 Hektar wertvoller Flächen des Nationalen Naturerbes muss nun endlich zügig erfolgen.“

Hintergrund:

Die Bundesregierung hat sich bereits im Jahr 2007 in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt das Ziel gesetzt, auf zwei Prozent der Landesfläche natürliche Entwicklung zuzulassen. Die in der Initiative „Wildnis in Deutschland“ zusammengeschlossenen Naturschutzverbänden unter Beteiligung des NABU hatten die Einrichtung eines Fonds für die langfristige Sicherung von Wildnisflächen im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 gefordert. Die Regierungsparteien hatten diese Forderung in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Dabei verständigten sie sich auch auf eine Ausweitung um zusätzliche 30.000 Hektar des „Nationalen Naturerbes“, mit dem wertvolle Flächen in Bundesbesitz für den Naturschutz bereitgestellt werden.


Wie Laubbäume den Wald retten sollen

Die Folgen des Klimawandels wirken sich auf heimische Wälder aus. Die Waldbrandgefahr steigt. Als Reaktion darauf steigern Förster den Anteil der Laubbäume. Das hat mehrere Gründe.

Von Alex Krämer, ARD, 9. Juli, 2019

https://www.tagesschau.de/ausland/schulze-sommerreise-107.html


Klimawandel im Wald: «Wir können nicht 1000 Jahre warten»

Der Hitzesommer 2018 hat den Wäldern zugesetzt. Viele Bäume sind gestorben. Manche Bäume werden auch von Arten verdrängt, die den Klimawandel besser ertragen.

Telebasel, 7. Juli, 2019

https://telebasel.ch/2019/07/07/klimawandel-im-wald-wir-koennen-nicht-1000-jahre-warten/


Dem deutschen Wald muss geholfen werden. Aber richtig

Die Landwirtschaftsministerin will mehrere Millionen Bäume pflanzen lassen, um Waldverluste auszugleichen. Das ist richtig. Dabei sind Baumarten gefragt, die dem Klimawandel standhalten.

Von Norbert Lossau, Die WELT, 8.7.19

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article196533095/Klimawandel-Aufforstung-Deutschem-Wald-muss-geholfen-werden.html




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