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Aktuell
Update US-Waldbrände (3)
1. Juli, 2008
Schwarzenegger schickt Soldaten in Waldbrandgebiete
Los Angeles (AFP) - Wegen der anhaltenden Waldbrände in Kalifornien hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger zusätzliche Einheiten der Nationalgarde zur Unterstützung der Löscharbeiten abkommandiert. Mindestens 200 zusätzliche Soldaten der Nationalgarde würden in die Brandgebiete geschickt, um den erschöpften Feuerwehrleuten zu helfen, teilte Schwarzeneggers Büro mit. Derzeit sind 18.900 Einsatzkräfte im Norden Kaliforniens im Einsatz, um die seit elf Tagen wütenden Brände zu bekämpfen. Bislang wurden gut 1700 Quadratkilometer durch die Flammen zerstört. Opfer wurden bisher nicht gemeldet, allerdings wurden 29 Wohnhäuser, ein Geschäft und 21 andere Gebäude zerstört.
In der beliebten Urlauberregion Big Sur kämpften die Feuerwehrleute immer noch gegen einen Großbrand, der 1200 Gebäude bedrohte. Bislang konnten sie das Feuer nur minimal eindämmen.
US-Präsident George W. Bush hatte wegen der Waldbrände am Samstag für Kalifornien den Notstand ausgerufen. Der südwestliche US-Bundesstaat leidet das zweite Jahr in Folge unter extremer Dürre. Im vergangenen Oktober hatten Waldbrände 2000 Häuser zerstört. Acht Menschen kamen ums Leben, 640.000 Menschen flohen wegen der Brände.
1. Juli, 2008
Feuerwehr in Kalifornien gewinnt Oberhand
San Francisco (dpa) - Tausende Feuerwehrleute haben in ihrem Kampf gegen die hartnäckigen Wald- und Buschbrände in Kalifornien Fortschritte gemacht: Zahlreiche der mehr als 1400 Brände waren nach Einschätzung der Behörden weitgehend unter Kontrolle.
Dabei kam den Einsatzkräften das kühlere Wetter an der kalifornischen Küste zu Hilfe. Das Nationale Feueramt listete am Dienstag nur noch 29 größere Feuer in dem «Goldenen Staat» auf. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger bedankte sich bei den mehr als 19 000 Feuerwehrleuten aus 41 Bundesstaaten. 80 Prozent der Feuer seien dank ihrer «herausragenden Arbeit» nun eingedämmt, sagte Schwarzenegger.
In dem malerischen Küstenort Big Sur unterstützten kühler Nebel und eine höhere Luftfeuchtigkeit die Feuerwehrleute. Dennoch war das dortige Feuer erst zu drei Prozent unter Kontrolle. In dem von vielen Touristen besuchten Küstenabschnitt waren weiter über 1000 Häuser von Flammen bedroht. 16 Gebäude sind dort bereits abgebrannt, darunter das aus Redwood-Holz gebaute Haus der Kalifornierin Heidi Hopkins. «Mein ganzes Leben wusste ich, dass es eines Tages brennen würde, und nun ist es passiert», sagte Hopkins der «Los Angeles Times». «Wer hier lebt, nimmt das Risiko in Kauf». Ein Museum zu Ehren des Autors Henry Miller, der bis zu seinem Tod im Jahr 1980 in Big Sur lebte, blieb von den Flammen verschont.
Seit Ausbruch der zumeist von Blitzen entfachten Feuer am vorigen Wochenende sind etwa 1600 Quadratkilometer Land von den Flammen vernichtet worden. In den dünn besiedelten Gebieten wurden bisher aber lediglich 30 Häuser zerstört. Menschen wurden nicht verletzt.
Bei den schweren Bränden im vergangenen Oktober zwischen San Diego und Los Angeles waren über ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2000 Häuser wurden zerstört. Hunderttausende Menschen mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. Mehrere Feuer waren von Brandstiftern gelegt worden.
Montag, 30. Juni, 15:33 Uhr
Feuerwehr kämpft um Rettung von US-Urlauberregion Big Sur
Los Angeles (AFP) - Hunderte erschöpfte Feuerwehrleute haben in Kalifornien weiter gegen zahlreiche Waldbrände gekämpft. Die Löscharbeiten konzentrieren sich nun auf die beliebte Urlauberregion von Big Sur südlich von San Francisco, wo zahlreiche Häuser von den Flammen bedroht sind. Das Wetter ist dabei weiterhin gegen die Feuerwehrleute: Für die nächsten Tagen ist weiter Trockenheit vorausgesagt, während die Haupt-Waldbrandsaison erst beginnt und bis August dauern dürfte.
Der berühmte Highway 1, der San Francisco mit Los Angeles verbindet und sich die malerische Küste am Big Sur mit ihren steilen Klippen und Waldgebieten entlangwindet, musste wegen der Brände teilweise gesperrt werden. Nördlich von dem bei Wanderern und Campern beliebten Big Sur wurde die vorsorgliche Evakuierung von 250 Häusern angeordnet. Im ausgedehnten Los Padres-Nationalpark wütete ein Feuer, das die Feuerwehr nach eigenen Angaben am Sonntag nur zu drei Prozent unter Kontrolle bringen konnte.
US-Präsident George W. Bush hatte wegen der Waldbrände am Samstag für Kalifornien den Notstand ausgerufen. Allein im Norden des Bundesstaates wüten mehr als tausend Brände, 1440 Quadratkilometer Wald und Buschland gingen bisher in Flammen auf. Insgesamt sind 18.600 Menschen, unterstützt von fast 1400 Löschfahrzeugen aus den gesamten USA und 100 Löschflugzeugen, im Einsatz gegen die Feuer. Am Montag waren weiter mehr als 7500 Häuser von Flammen bedroht.
Bisher kam in den Waldbränden niemand ums Leben, doch brannten bereits 29 Wohnhäuser und 22 andere Gebäude nieder. Dem Staat stehe wegen der mangelnden Niederschläge und extremer Trockenheit eine lange Waldbrandsaison bevor, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes der "Los Angeles Times".
Kalifornien leidet das zweite Jahr in Folge unter extremer Dürre. Im vergangenen Oktober hatten Waldbrände 2000 Häuser zerstört. Acht Menschen kamen ums Leben, 640.000 Menschen wurden durch die Brände vertrieben.
Sonntag, 29. Juni, 11:42 Uhr
Bush ruft wegen Waldbränden in Kalifornien Notstand aus
Washington/San Francisco (AFP) - US-Präsident George W. Bush hat wegen der schweren Waldbrände in Kalifornien den Notstand erklärt und damit dringend benötigte Bundesmittel freigemacht. Bush habe die Katastrophenschutzbehörde FEMA angewiesen, die Rettungsarbeiten zu koordinieren, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Mehr als eine Woche nach Ausbruch der ersten Brände blieb die Situation angespannt. "Wir haben noch keines der Feuer unter Kontrolle", sagte eine Sprecherin der kalifornischen Feuerwehr, "das bereitet uns größte Sorge".
Die mehr als 12.000 Feuerwehrleute des bevölkerungsreichsten Bundesstaates kämpfen mit bislang wenig Erfolg gegen die Brände, die zum Großteil durch Blitzeinschläge ausgelöst wurden. Mehr als 107.000 Hektar Land sind nach amtlichen Angaben bereits zerstört. Mit Sorge warteten die Brandbekämpfer auf vorhergesagte weitere Gewitter. Schon jetzt hätten sie kaum noch Kapazität, warnte die Feuerwehr-Sprecherin.
Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte das Weiße Haus bereits am Freitag um Hilfe gebeten. Die Brände hätten ein Ausmaß erreicht, das die Kapazitäten des Bundesstaats und der örtlichen Behörden übersteige, erklärte Schwarzenegger. "Wir brauchen die Hilfe des Bundes, um Leben zu retten", sagte Schwarzenegger.
Kalifornien leidet das zweite Jahr in Folge unter extremer Dürre. Im vergangenen Oktober hatten Waldbrände 2000 Häuser zerstört. Acht Menschen kamen ums Leben, 640.000 Menschen wurden durch die Brände vertrieben.
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