powered by <wdss>
Aktuell

Bedrohte Primaten in Tansania

Jüngste Primatengattung vom Aussterben bedroht

Wildlife Conservation Society, 29. Juli 2008

Zwei Affen mit bräunlichem Fell und langen Schwänzen in einer Baumkrone Eine erst kürzlich entdeckte Affenart steht am Rand des Aussterbens. Zu diesem Schluss kommen Naturschützer nach der ersten Bestandserhebung. Von dem Kipunji-Affen gibt es demnach nur etwa 1.100 Individuen, die in zwei kleinen Gebieten im Süden Tansanias leben.

Eine der beiden Populationen ist mit etwa 75 Tieren bereits so klein, dass sie sich ohnehin wohl nicht mehr lange halten kann, schreiben Tim Davenport von der Wildlife Conservation Society und seine Kollegen im Fachblatt “Oryx”. Durch Wilderei und die Fragmentierung des Lebensraums sei aber auch die Lage der anderen Gruppe derart prekär, dass die Art als vom Aussterben bedroht einzustufen sei.

Der Kipunji (Rungwecebus kipunji) war erstmals im Jahr 2005 wissenschaftlich beschrieben und später auf Basis von DNA-Analysen als Vertreter einer neuen Gattung eingestuft worden - gut 80 Jahre nach der letzten Entdeckung einer neuen Primatengattung. Bis zu 90 Zentimeter groß und mit einem ebenso langen Schwanz ausgestattet, leben die bräunlich gefärbten Affen in zwei bergigen Regionen Tansanias.

Davenport und Kollegen gingen die Gebiete nun systematisch ab und notierten penibelst, wo und wann sie Kipunjis sichteten. Anhand dieser Daten schätzen sie, dass die Tiere Gruppen mit bis zu 39 Mitgliedern bilden, die sich auf Flächen von 1.079 bzw. 199 Hektar verteilen. Selbst auf der größeren Fläche sind einzelne Gruppen bereits auf kleinen Wald-Inseln gefangen, die durch illegalen Holzeinschlag oder Rodung vom übrigen Wald abgeschnitten worden sind.

Das Schicksal des Kipunji hänge an einem Faden, wie er dünner nicht sein könne, betont Davenport. “Solange noch Zeit ist, müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, um diese extrem seltene und kaum erforschte Art zu bewahren.” Zu den geeigneten Schutzmaßnahmen zählten etwa die Wiederaufforstung des Gebiets. Zudem müsse man die Bevölkerung vor Ort für den Schutz des Kipunji gewinnen.

Forschung: Tim R.B. Davenport, Daniela W. De Luca, Wildlife Conservation Society, Mbeya; Amani Kitegile, Udzungwa Ecological Monitoring Centre, Mang’ula; und andere

Veröffentlichung Oryx, Vol. 42, pp 352-9, DOI 10.1017/S0030605308000422







» zurück
 

Druckversion


26.08.08 14:45 - 15:15
3sat: Kostbarkeiten im Nebelwald

26.08.08 15:00 - 16:00
WDR/SWR: Feuer und Brände - Von der Macht der Flammen

17.08.08 23:15 - 23:50
arte: Gorillas zwischen den Fronten

23.08.08 17:30 - 18:00
phoenix: Joseph und die Wilderer: Kameruns Kampf um die Menschenaffen

04.09.08 00:00 - 01:30
SWR: Abenteuer Amazonas - Eine Reise durch den Regenwald

19.08.08 14:00 - 14:45
3sat: Magische Orte: La Gomera

28.08.08 15:15 - 16:00
NDR: Kanadas Queen Charlotte Islands

18.08.08 21:00 - 21:30
3sat: Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

19.08.08 14:45 - 15:15
3sat: Die Affenbande vom Amazonas

16.08.08 12:00 - 12:30
h3: Abenteuer Amazonien (3/4): Eine Reise durch den Regenwald

23.08.08 12:00 - 12:30
hr: Abenteuer Amazonien (4/4): Eine Reise durch den Regenwald

28.08.08 12:30 - 14:00
phoenix: Malaysias Regenwald (1+2/2)

16.08.08 16:30 - 17:15
phoenix: In den Wäldern der Zuruaha-Indianer

19.08.08 22:05 - 22:50
mdr: Östlich der Sonne - Vom Baikalsee nach Alaska

16.08.08 19:15 - 19:45
phoenix: Feuerspringer in Sibirien

19.08.08 20:15 - 21:00
WDR: Ostpreußens Wälder