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Aktuell
AKTION zu Ghana
Ghana: Kein Goldabbau im Ajenua Bepo-Wald
Goldförderung zerstört Regenwald Goldförderung zerstört Regenwald
"Rettet den Regenwald" e.V., 26.8.08
Aktuell plant das US-amerikanische Bergbauunternehmen Newmont im Osten Ghanas auf einer Gesamtfläche von 1.915 Hektar eine Goldmine. Für die Akyem Goldmine sollen auch 74 Hektar des Waldschutzreservates Ajenjua Bepo zerstört werden. Die in dem Gebiet lebende Bevölkerung, hauptsächlich Kleinbauern, fürchtet um ihre Existenz. Rund 9.270 Menschen werden ihr Land verlieren und 1.330 von ihnen sollen umgesiedelt werden.
Das Projekt greift in den natürlichen Wasserhaushalt der Region ein und gefährdet die Landwirtschaft als Lebensgrundlage der Bevölkerung. Durch die beim Goldabbau eingesetzten hochgiftigen Zyanide, Schwermetalle und saure Grubenwässer drohen Wasser und Böden vergiftet zu werden. Auch Flora und Fauna leiden unter dem Eingriff – im Ajenjua Bepo Forest Reserve leben endemische Tiere, die nur dort vorkommen, sowie weitere geschützte Tier- und Pflanzenarten.
Im November 2005 demonstrierten die betroffenen Bauern in New Abirem, um ihren Ärger über unzureichende Entschädigungsvorschläge zum Ausdruck zu bringen. Als Angestellte von Newmont durch die Demonstration von einer Fahrt durch die Stadt gehindert wurden, kam es zur Auseinandersetzung mit Polizei und Militär; bei der Schießerei wurden ein Demonstrant getötet und drei weitere schwer verletzt.
Mitte 2006 zog Newmont den Bewilligungsantrag vorerst zurück, legte im Januar 2008 jedoch erneut eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Im Februar reicht daraufhin die Concerned Farmers Association als Zusammenschluss der betroffenen Landwirte eine Petition gegen die Goldmine beim Präsidenten von Ghana ein, die jedoch wieder ohne Antwort blieb.
Der Bergbauminister ließ kurz vor einer für Anfang Juli geplanten öffentlichen Anhörung verlauten, dass eine Genehmigung des Waldschutzgebietes für das genannte Projekt wahrscheinlich bis Ende des Jahres erfolgen wird. Laut Information der Concerned Farmers Association haben viele Oberhäupter der betroffenen Dörfer höhere Geldsummen von Newmont erhalten und sich daher in der Anhörung hinter das Projekt gestellt.
Bitte schreiben Sie an den zuständigen Direktor der ghanaischen Umweltbehörde und bitten Sie, keine Bergbauaktivitäten in Schutzgebieten zu genehmigen und die schädliche Akyem Goldmine zu stoppen. Die Unterschriften werden von uns gesammelt und werden dann auf dem Postwege den Adressaten überstellt.
Weitere Informationen zum Hintergrund finden Sie bei FIAN Deutschland.
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