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Aktuell

Tropentagung in Hohemheim

Dienstag, 7. Oktober, 04:19 Uhr

Tropentag-Konferenz 2008 an der Universität Hohenheim

Hohenheim (ddp-bwb). Rund 900 Experten aus ganz Deutschland treffen sich ab heute zu einer dreitägigen Tropentag-Konferenz an der Universität Hohenheim. Auf dem Treffen beraten die Wissenschaftler unter anderem über die Welternährung. Dabei sollen Lösungsszenarien skizziert und gezeigt werden, wo politische Versäumnisse und Handlungsbedarf liegen.

Im Vorfeld der Konferenz forderte der Entwicklungshilfe-Experte Georg Cadisch von der Universität Hohenheim mehr Einsatz von der Bundesregierung für die Dritte Welt. Ziel sei es, dass 0,75 Prozent des Bruttosozialprodukts in die Entwicklungshilfe fließen. Derzeit beträgt der Anteil nach Angaben Cadischs nicht einmal die Hälfte davon. Der Wissenschaftler sprach sich dabei für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern aus.


Montag, 6. Oktober, 11:31 Uhr

Tropenexperte fordert mehr Unterstützung der Dritten Welt

Hohenheim (ddp-bwb). Angesichts der internationalen Nahrungsmittelkrise fordert der Entwicklungshilfe-Experte Georg Cadisch von der Bundesregierung mehr Einsatz für die Dritte Welt. «Deutschland hat da eine große Verantwortung», sagte Cadisch, Leiter des Tropenzentrums der Universität Hohenheim, der Nachrichtenagentur ddp am Montag. Ziel sei es, dass 0,75 Prozent des Bruttosozialprodukts in die Entwicklungshilfe fließen. Derzeit betrage der Anteil nicht einmal die Hälfte davon. Ab Dienstag berät Cadisch beim Tropentag mit rund 900 Experten aus ganz Deutschland an der Universität Hohenheim unter anderem über die Welternährung.

«Wir kommen um eine Förderung des Agrarsektors nicht herum», betonte Cadisch. In den vergangenen Jahren seien vor allem Industrialisierung und Markteinbindung gefördert worden. Diesen Trend müsse man wieder umkehren. Der Institutsleiter sprach sich dabei für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern aus: «Wir müssen gemeinsam Lösungen suchen.»

Die wachsende Konkurrenz des Nahrungsmittelanbaus durch die Bioenergie berge auch Chancen, fügte Cadisch hinzu. So könne der Anbau von Bioenergiepflanzen beispielsweise an bestimmten Standorten helfen, die Bodenerosion zu stoppen. Zudem werde durch die steigende Nachfrage Landwirtschaft wieder rentabel. Die Abwanderung von Bauern in die Städte könne so gestoppt werden, ebenso die dadurch bedingte zunehmende Abhängigkeit vom Weltmarkt.







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