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Aktuell

Kämpfe im Kongo-Regenwald

Montag, 13. Oktober, 18:56 Uhr

Kämpfe im Osten Kongos weiten sich aus

Kinshasa (AP) Die Kämpfe im östlichen Kongo haben sich laut den Vereinten Nationen ausgeweitet. Die Europäische Union warnte unterdessen mit einem dramatischem Appell vor der Gewalteskalation. Die anhaltenden Kämpfe ließen «schwere, beängstigende Massaker» und eine neue Flüchtlingskrise befürchten, sagte der französische Außenminister Bernard Kouchner am Montag in Luxemburg. Zehntausende seien auf der Flucht und würden immer wieder von Rebellen angegriffen. Frankreich hat derzeit die rotierende EU-Präsidentschaft inne.

UN-Sprecher Jean-Paul Dietrich erklärte in Kinshasa, am Montag sei es nördlich von Goma auch in der Stadt Tongo zu schweren Gefechten gekommen. Die Kämpfe haben demnach seit August rund 100.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Nach UN-Schätzung gibt es im Osten des afrikanischen Landes rund 20.000 Milizionäre, die verschiedenen bewaffneten Gruppen angehören. Seit Jahren kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen Streitkräften und einer von Laurent Nukunda angeführten Rebellengruppe. In den vergangenen Monaten haben sich die Kämpfe jedoch intensiviert.


Samstag, 4. Oktober, 02:08 Uhr

UN-Gesandter warnt vor Eskalation im Kongo

New York (AP) Die Kämpfe im Osten Kongos könnten sich nach Ansicht des UN-Sondergesandten Alan Doss zu einem größeren Konflikt ausweiten. Es bestehe das Risiko, dass die ethnischen Spannungen von Nord-Kivu auf andere Landesteile übergreifen, sagte Doss, nachdem er am Freitag den UN-Sicherheitsrat über die Lage informiert hatte. «Wir wollen nicht, dass der Kongo wieder in einen Konflikt stürzt, in den auch die Nachbarstaaten mit hineingezogen werden», mahnte Doss. Nach UN-Schätzung gibt es im Osten des afrikanischen Landes rund 20.000 Milizionäre, die verschiedenen bewaffneten Gruppen angehören, unter anderem einer Hutu-Miliz, der im wesentlichen der Völkermord an 500.000 Tutsis im Jahr 1994 in Ruanda angelastet wird.


Dienstag, 30. September, 16:24 Uhr

Flüchtlingsdrama im Ostkongo

Nairobi/Kinshasa (dpa) - Die humanitäre Situation im Ostkongo hat sich nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) dramatisch verschlechtert.

Seit Ende August, der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellenmilizen in Nord- und Süd-Kivu, seien mehr als 100 000 Menschen aus ihren Dörfern geflohen, berichtete die Hilfsorganisation am Dienstag in einer in Kinshasa veröffentlichten Stellungnahme. Vielfach würden Zivilisten Opfer von Gewalttaten, Plünderungen und Vergewaltigungen. Das IKRK rief die Konfliktparteien eindringlich zum Schutz der Zivilbevölkerung auf.

«Wir haben eine gravierende Verschlechterung der humanitären Situation in Kivu beobachtet», betonte Max Hadorn, Leiter der IKRK- Delegation im Kongo. Viele Menschen seien gleich mehrfach vor Kampfhandlungen geflohen und benötigten dringend Hilfe. Zahlreiche Betroffene könnten von Hilfsorganisationen nur schwer erreicht werden, weil die Sicherheitslage in der Region so angespannt sei. Zusammen mit dem kongolesischen Roten Kreuz sei es gelungen, in Nord- Kivu medizinische Hilfe zu ermöglichen und Trinkwasser für 10 000 Menschen zu beschaffen.

Erst am Montag hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im Ostkongo hingewiesen. Vor allem die Rekrutierung von Kindersoldaten sei in den vergangenen Monaten wieder dramatisch angestiegen.

Im Januar war in der Provinzhauptstadt Goma ein Friedensabkommen zwischen den in Nord-Kivu kämpfenden Gruppen geschlossen worden. Die Gefechte gehen jedoch weiter.







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