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Veranstaltung

NDR: Der Kampf gegen die Trockenheit

Felder und Wälder sind staubtrocken. Seit Wochen hat es im Norden nicht viel geregnet. Meteorologen sprechen von einer "Jahrhundertdürre". Landwirte können sich kaum an eine so lange Trockenzeit erinnern. Die Feuerwehren sind ständig in Alarmbereitschaft. Die Förster kämpfen gegen einen "Feind", der mithilfe der Sommerhitze die Wälder vernichtet. Im Harz sind die Waldarbeiter fast pausenlos im Einsatz. Sie fällen Fichten und ziehen sie aus den Wäldern. Borkenkäfer zerstören ganze Bäume. Nach dem Orkan "Friederike" im Januar 2018 haben die Käfer in umgestürzten Bäumen ideales Brutmaterial gefunden. Sie vermehren sich derzeit explosionsartig. Der Grund: Borkenkäfer lieben hohe Temperaturen und trockene Witterung. Die betroffenen Bäume müssen raus, so Michael Rudolph von den Niedersächsischen Landesforsten. Gleichzeitig vertrocknen alle Neupflanzungen, Hunderte junger Bäume wurden durch die enorme Sommersonne schon zerstört. Und die anhaltende Trockenheit führt zu einer sehr hohen Waldbrandgefahr in Niedersachsen. In Lüneburg haben Forstmitarbeiter täglich 20 Kameras im Blick. Sie überwachen die großen Waldgebiete in Niedersachsen. In diesem Jahr gab es schon 245 Brandmeldungen, 100 mehr als im ganzen vergangenen Jahr. Unterstützt wird die Waldbrandüberwachungszentrale vom Flugdienst der Feuerwehr. Zwei Propellermaschinen überfliegen täglich die Region. Aus der Luft lässt sich ein Brand schnell entdecken. Denn bei der Trockenheit zählt jede Sekunde. "Die Nordreportage" ist dabei, wenn Forstarbeiter gegen die Borkenkäferplage kämpfen, begleitet Landwirte beim Versuch, ihre Ernte zu retten, und zeigt, wie die Niedersachsen gegen die größte Dürreperiode der vergangenen 50 Jahre ankämpfen.
(Wdh. übermorgen 11.30-12.00 Uhr)

Datum: Mo, 13. Aug 2018 18:15 Uhr - 18:45 Uhr
 

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