AktuellEntwicklungsländer und Klimaschutz
21. Februar, 2008 Abgeordnete für Beitrag von Entwicklungsländern zum KlimaschutzBrasilia (AP) Eine internationale Parlamentariergruppe will sich bei einem Treffen in Brasilien dafür aussprechen, auch die Entwicklungsländer bei der Eindämmung von Treibhausgasen in die Pflicht zu nehmen. In einem am Mittwoch vorgestellten Entwurf für das Abschlussdokument werden «angemessene Beiträge der sich entwickelnden Volkswirtschaften» zu einem globalen Klimaschutzabkommen gefordert.«Die Herausforderung für uns besteht darin, die Grenzen so weit wie möglich auszuweiten», sagte der Vorsitzende der Initiative Global Legislators Organization for a Balanced Environment (GLOBE), der britische Unterhausabgeordnete Elliot Morley. Staaten wie China und Brasilien fordern bislang, dass sie nicht den gleichen Grenzwerten für CO2-Emissionen unterworfen werden sollten wie die Industriestaaten, die schon seit vielen Jahren mit ihrer Wirtschaftsweise zur globalen Erwärmung beigetragen haben. Bei den zweitägigen Beratungen in Brasilia ging es auch um die tropischen Wälder, deren Erhaltung dem Klimaschutz dient. Der Entwurf für das Abschlussdokument fordert ein weltweites Lizenzierungssystem für Tropenholz, um illegale Rodungen zu stoppen. Es müsse ein Weg gefunden werden, um den Fortbestand von Wäldern als eigenen Wert zu honorieren, sagte Morley. Der kamerunische Forstminister Elvis Ngolle Ngolle wandte allerdings ein, dass Rodungen für viele Bewohner abgelegener Regionen ein fester Bestandteil der seit Generationen betriebenen Lebensweise seien. Teilnehmer der Konferenz äußerten sich optimistisch darüber, dass sich in den USA alle Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur zum Klimaschutz bekannt haben. Wer auch immer der nächste US-Präsident sein werde, er oder sie werde sich für verbindliche Grenzwerte bei CO2-Emissionen einsetzen, sagte der Abgeordnete der Demokratischen Partei in den USA, Edward Markey. Damit werde es möglich, im Dezember 2009 in Kopenhagen ein wirksames Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beschließen. An dem GLOBE-Treffen namen 100 Abgeordnete aus den Ländern der acht führenden Industriestaaten (G-8) und aus Entwicklungsländern wie China, Brasilien, Südafrika und Mexiko teil. Ziel der Initiative ist es, auf einen breiten Konsens für den Kampf gegen die globale Erwärmung hinzuwirken. http://www.globeinternational.org/ Mittwoch, 20. Februar 2008, 19:41 Uhr UN fordert Staaten zu höheren Ausgaben für Klimaschutz aufMonaco (Reuters) - Der Chef der UN-Umweltbehörde hat Regierungen in aller Welt aufgefordert, bei ihren Konjunkturpaketen auf den Klimaschutz zu achten. So sollten sie Geld in den Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien stecken, sagte UNEP-Chef Achim Steiner am Mittwoch in Monaco bei einer Klimakonferenz mit Vertretern von 154 Staaten. Das Treffen ist das größte dieser Art seit dem Klimagipfel in Bali im Dezember.Erneuerbare Energien gelten als entscheidend für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und den Kampf gegen den Klimawandel, der durch die Verbrennung fossiler Energieträger angeheizt wird. In den USA sollen mit einem 168-Milliarden-Dollar-Programm die Folgen der Finanzkrise auf die Wirtschaft abgemildert werden. 21. Februar, 2008 Bundestag streitet über KlimaschutzBerlin (ddp). Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung stößt bei der Opposition im Bundestag auf Kritik. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) verteidigte dagegen am Donnerstag im Parlament die Regierungsvorlagen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Zugleich bekräftigte er das Ziel, bis 2020 in Deutschland insgesamt 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland zu senken.Dem Parlament lagen zu der Debatte in erster Lesung mehrere Gesetzentwürfe der Bundesregierung vor, die Teil des vom Kabinett im Dezember beschlossenen Klimaschutzpaketes sind. Danach soll das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) novelliert werden mit dem Ziel, den Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf bis zu 30 Prozent zu erhöhen. Mit dem sogenannten Wärmegesetz soll zudem für einen stärkeren Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung von Gebäuden gesorgt werden. Ferner soll der Ausbau von Biokraftstoffen mehr als bisher auf die Minderung von Treibhausgasemissionen ausgerichtet werden. Gabriel verwies darauf, dass im Strom- und Wärmebereich bereits 235 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Diese Zahl solle bis 2020 mindestens verdoppelt werden. Mit Blick auf Biokraftstoffe betonte der Ressortchef, deren Einsatz dürfe nicht das Abholzen von Regenwäldern begünstigen. Auch dürften nicht die CO2-Emissionen übersehen werden, die bei der Herstellung von Biokraftstoffen entstehen. Zur geplanten Beimischungs-Pflicht von Bio-Ethanol bei Benzin sagte Gabriel, die entsprechende Verordnung werde erst in Kraft treten, wenn die überprüften Angaben des Verbandes der Automobilhersteller und der Importeure über die Zahl der Fahrzeuge vorliegen, die diese Kraftstoffe nicht vertragen. Der FDP-Abgeordnete Horst Meierhofer nannte die Biokraftstoff-Beimischungsquote «ökologisch irrsinnig». Durch den Anbau solcher Pflanzen werde eine Konkurrenz zu Futter- und Lebensmittelpflanzen geschaffen, was zu einer Steigerung der Lebensmittelpreise führe. In anderen Regionen der Welt komme es zudem zur Abholzung der Regenwälder. Der Umweltexperte der Links-Fraktion, Hans-Kurt Hill, bemängelte, mit der Zustimmung der Regierung zu neuen Kohlekraftwerken drohe der notwendige Ausbau von alternativen Energiequellen «auf halber Strecke steckenzubleiben». Die Vorlage zur Förderung von erneuerbaren Energien im Wärmebereich sei wegen der Konzentration auf Neubauten «ein schlechter Witz». Der Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell kritisierte, unter Schwarz-Rot stimme beim Klimaschutz «oft nur die Überschrift, aber nicht der Inhalt». Trotz der Erfolge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verzichte die große Koalition auf dessen Ausdehnung auf andere Sektoren. Zudem werde mit der Genehmigung des Baus neuer Kohlekraftwerke die «klimaschädlichste Art der Energieerzeugung» gefördert. Fell warnte zugleich, mit einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke würden unterm Strich nur erneuerbare Energien ausgebremst. Für die Union wies deren Fraktionsvize Katherina Reiche (CDU) die Vorwürfe der Opposition zurück. Die Reformen, die mit der EEG-Novelle und dem Wärmegesetz umgesetzt werden sollen, seien «das ehrgeizigste Klimaschutzprojekt, das je eine Bundesregierung auf den Weg gebracht hat». Allerdings bestehe noch Nachholbedarf etwa bei der Photovoltaik. 21. Februar, 2008 Australien soll Klimaschutz-Bemühungen verstärkenCanberra (AP) Australien muss im Kampf gegen den Klimawandel seine ambitionierten Ziele nach Einschätzung eines Wirtschaftswissenschaftlers noch höher ansetzen. Bis 2050 müsse der Ausstoß von Treibhausgasen um mehr als die von der Regierung geplanten 60 Prozent reduziert werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Wirtschaftsprofessors Ross Garnaut. Ministerpräsident Howard Rudd hatte die Einschätzung vor seiner Wahl im November in Auftrag gegeben.Wegen der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in China und Indien müssten die Bemühungen weltweit verstärkt werden, heißt es in Garnauts 63-seitigem Zwischenbericht. Zudem müssten die wichtigsten Schwellenländer eingebunden werden. «Wir haben keine Zeit zu verlieren», betonte Garnaut. Australien sei eines der wirtschaftlich hoch entwickelten Länder, die am meisten litten, wenn der weltweite Temperaturanstieg nicht eingedämmt werde. Der Wohlstand Australiens «hängt vom Erfolg von Entwicklungsländern ab, von denen viele anfällig und gefährdet sind», erklärte der Wirtschaftsexperte. Australien ist nach der Antarktis der trockenste Kontinent weltweit und der weltgrößte Exporteur von Kohle. KAUCH: G8+5-Klimakonferenz: Biokraftstoffe und Ökostrom dürfen Regenwälder nicht zerstörenFDP-Bundestagsfraktion Pressemitteilung, 20.2.08BERLIN. Heute und morgen findet in Brasilia die erste Klimakonferenz nach der UN-Konferenz auf Bali statt. Vertreten sind neben dem brasilianischen Staatspräsidenten Lula da Silva rund 100 Abgeordnete aus den G8-Staaten und den 5 großen Schwellenländern. Hierzu erklärt der Leiter der deutschen Delegation und umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael KAUCH: Die Zeit für schöne Absichtserklärungen ist vorbei. Nach dem Verhandlungsmandat von Bali müssen jetzt endlich wirksame Maßnahmen für ein Klimaschutz-Abkommen vorbereitet werden. Die Konferenz in Brasilia wird dem G8-Gipfel in Japan konkrete Vorschläge machen. Einen Schwerpunkt der Beratungen bilden Biokraftstoffe und der Schutz der Regenwälder. In meiner Rede auf dem Kongress habe ich deutlich gemacht, dass im Deutschen Bundestag die Skepsis gegenüber einer euphorischen Biokraftstoff-Politik wächst. Wer die Zerstörung der Regenwälder zulässt, um Biokraftstoffe und Ökostrom aus Biomasse auszubauen, erweist dem Klima und der Artenvielfalt einen Bärendienst. In Brasilia hat die deutsche Delegation gefordert, dass mögliche Biokraftstoff-Ziele eines Post-Kyoto-Abkommens nicht in Kraft gesetzt werden, solange keine verlässliche Zertifizierung eines umweltverträglichen Anbaus umgesetzt ist. Unabhängig davon sollte die Nutzung von Biomasse als Kraftstoff nicht einseitig bevorzugt werden. Nachhaltigkeitskriterien auf dem Papier reichen jedenfalls nicht aus. Dafür gibt es zu viele Beispiele von Korruption und mangelnder Rechtsdurchsetzung. Die Zertifizierung muss nachdrücklich international kontrolliert werden und die gesamte Handelskette umfassen. Der brasilianischen Forderung nach weltweiter Zollfreiheit für Biokraftstoffe stehe ich positiv gegenüber, aber nur wenn dies mit der Durchsetzung eines nachhaltigen Anbaus in der Praxis verknüpft wird. Importländer wie Deutschland müssen das Recht haben, Biomasse aus Ländern mit zweifelhaften Herkunftsnachweisen zurückzuweisen. Es muss jede Biomasse ausgeschlossen werden, die aus bisherigen Regenwald- oder Sumpfgebieten stammt. WTO- und Klimaschutz-Verhandlungen sollten hierzu parallel geführt werden. Mittwoch, 20. Februar, 04:33 Uhr Der Widerstand wächstHamburg (ddp). Der Vorstandschef des Chemiekonzerns BASF, Jürgen Hambrecht, hat die europäische Klimaschutzpolitik ungewöhnlich scharf kritisiert und als Gefahr für die deutsche Wirtschaft bezeichnet. Der «Bild»-Zeitung (Mittwochausgabe) sagte er: «Die neuen Vorgaben aus Brüssel zum Einsparen von Klimagasen sind teilweise unklar und führen zu einer Hängepartie. Zudem kosten die neuen Pläne viel Geld, verschlechtern unsere Wettbewerbsfähigkeit und gefährden akut Arbeitsplätze.» Falls die EU weiterhin eine Verringerung des CO2-Ausstoßes von 33 Prozent bis 2020 verlange, sei das ein «Angriff auf die Industrie».Hambrecht forderte die Bundesregierung auf, sich stärker für die Interessen der Wirtschaft einzusetzen: «Ich würde mir wünschen, dass die Politik mehr Verständnis dafür zeigt, wie wichtig die Wirtschaft für das Land ist. Klimaschutz geht nicht gegen die Industrie, sondern nur mit ihr.» Der BASF-Chef verlangte zugleich eine weltweite Vereinbarung zum Klimaschutz: «Europa kann das Klima doch nicht alleine retten. Die USA, Indien und China müssen mitmachen. Wir brauchen dringend eine weltweite Vereinbarung zum Klimaschutz.» Freitag, 15. Februar, 22:48 Uhr Großkonzerne wollen CO2-Emissionen senkenTokio (AP) Großkonzerne wie Sony und Nokia wollen ihre Treibhausgasemissionen reduzieren und auch bei den Kunden für einen klimafreundlichen Lebenswandel werben. Zwölf Unternehmen, Mitglieder eines Programms der Umweltschutzorganisation WWF, forderten am Freitag in Tokio die Geschäftswelt in einer gemeinsamen Erklärung auf, entschlossener gegen die globale Erwärmung vorzugehen.«Wir haben eine Verpflichtung, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig unsere Fähigkeiten einzusetzen, die Lösung von Umweltproblemen zu unterstützen», erklärte der Vorstandsvorsitzende von Sony, Howard Stringer. WWF-Sprecher Oliver Rapf erklärte, die Unternehmen könnten ihre Emissionen verringern und gleichzeitig ihre Profite erhöhen. In der gemeinsamen Erklärung hieß es weiter, die Emission von Treibhausgasen werde in den kommenden zehn bis 15 Jahren ihre Höhepunkt erreichen und danach fallen. Mitte des Jahrhunderts werde dann ein Wert von weniger als 50 Prozent im Vergleich zu 2000 erreicht sein. Die Unternehmen gehören der Initiative WWF Climate Savers an. sie erklärten, sie setzten bereits jetzt auf saubere Energiequellen, hätten Gebäude saniert und die Energieeffizienz ihrer Produkte erhöht. Österreich schwächelt bei EU-KlimazielenGlocalist, 19.2.08Wien: Als Reaktion auf die Pressekonferenz der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bemängelt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, dass die Forderungen der EU-Kommission an Österreich im Bereich der Emissionssenkung zu gering sind. Während Österreich die Emissionen bis 2020 auf dem Niveau von 1990 stabilisieren soll, haben andere EU-Staaten die Aufgabe ihre Emissionen stark zu senken. Somit hat Österreich sogar die Möglichkeit, seine Treibhausgas-Emissionen nach 2010 zu steigern, so Global 2000 zur Ausgangslage. Diese Situation entstand, weil die Emissionen Österreichs bis 2005 um ganze 18 Prozent anstiegen, obwohl bis 2010 eine Senkung von 13 Prozent gegenüber 1990 angestrebt wurde. Die nun von der EU vorgeschlagene Reduktion um 16 Prozent gegenüber 2005 bis ins Jahr 2020 liegt damit über dem Wert, der bis 2010 erreicht werden sollte. Die GLOBAL 2000 Klimasprecherin Silva Herrmann erklärt dazu, dass die Industrie – wie die Zahlen zeigen – sich gegen die Aufgabe Klimaschutz verweigert und somit etwa die Hälfte der österreichischen CO2-Ausstöße verursacht. Auch die aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes zur Treibhausgas-Emission Österreichs unterstützen die Aussage Silva Herrmanns. In der Analyse wird deutlich, dass ausschließlich der Industriesektor als einziger großer Abgas-Produzent seine Emissionen um insgesamt 1,5 Prozent gesteigert hat. Die industriell verursachten Emissionen aus Verkehr, Energieproduktion und technischen Gasen sind ein weiterer großer Bereich. Die KonsumentInnen sollen für den verbleibenden Teil verantwortlich sein. Der Österreichische Biomasse-Verband kritisiert ebenfalls die Haltung der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer. Das Regierungsprogramm sieht bis 2020 vor, dass die erneuerbaren Energien einen Prozentsatz von 45 erreichen. Mittlerweile wurde dies bereits auf 34 Prozent reduziert. Prof. Ernst Scheiber vom Österreichischen Biomasse-Verband sieht auch Fehler beim Wirtschaftsministerium und Teilen der Wirtschaft selbst, welche nicht ernsthaft an der Klimaschutz- und Energiepolitik festhalten. Dabei ist sich Professor Scheiber sicher, dass Österreich das Ziel der 34 Prozent erreichen kann, beispielsweise durch Energiesparprogramme und den gezielten Ausbau erneuerbarer Energien wie Biomasse, Solarthermie, Windkraft, Wasserkraft und Geothermie. Jedoch müsse dafür langfristig investiert werden, um einen dynamischen Umstieg auf erneuerbare Energien bewältigen zu können. Ein Umdenken bei Wirtschafts- und Energiepolitikern sei von Nöten, so Scheiber. Greenpeace-Protest auf Schornsteinen in MoorburgVon Sigrid Totz, Greenpeace-Online, 20.2.08Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwochmorgen auf dem Baugelände des geplanten Steinkohlekraftwerks Moorburg protestiert. Kletterer hängten ein Banner zwischen den beiden 50 Meter hohen Schornsteinen des bereits vorhandenen Gasturbinenkraftwerks auf: "Ole von Beust: Stopp Klimakiller Kohle!" Greenpeace fordert den Ersten Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) auf, das Genehmigungsverfahren des klimaschädlichen Steinkohlekraftwerks und die Bauarbeiten sofort zu stoppen. Von Beust hatte dem Energiekonzern Vattenfall im November 2007 mit einem Vorbescheid zur Genehmigung den Weg für den vorzeitigen Baubeginn geebnet. "Der Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks widerspricht allen Aussagen Ole von Beusts zum Klimaschutz", erklärt Andree Böhling, Klimaexperte bei Greenpeace. "Es darf nicht sein, dass Vattenfall mit der Unterstützung des Senats den Bau eines Klimakillers vorantreibt, den die Bevölkerung nicht will." In Hamburg wird am kommenden Sonntag, dem 24. Februar, eine neue Bürgerschaft gewählt. Böhling fordert für die Wählerinnen und Wähler die Chance ein, dann ergebnisoffen über die zukünftige Energieversorgung und den Bau neuer Kraftwerke in Hamburg zu entscheiden. Dies sei nur möglich, wenn die Bauarbeiten in Moorburg sofort gestoppt würden. Greenpeace hat in der vergangenen Woche eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, nach der sich 66 Prozent der Hamburger Bevölkerung gegen den Bau des Steinkohlekraftwerks aussprechen. Auch 62 Prozent der CDU-Wähler sind gegen das Projekt. Gleichzeitig haben sich die Spitzenkandidaten von SPD, GAL und Linke auf Anfrage von Greenpeace in ihren schriftlichen Antworten eindeutig gegen den Bau des Kraftwerks positioniert. Diese Parteien hätten nach aktuellen Meinungsumfragen eine rechnerische Mehrheit in der neuen Hamburger Bürgerschaft. Mit der Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks in Moorburg würde in der Hansestadt der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid auf einen Schlag um 8,5 Millionen Tonnen jährlich erhöht - eine Steigerung um 70 Prozent. Dies widerspricht nicht nur einer zukunftsverträglichen Energieversorgung für Hamburg, sondern auch den Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Danach soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. National Geographic und Vattenfall starten zweiten Klimaschutz- Wettbewerb an Europas SchulenInnovative Ideen für den Klimaschutz gesuchtNational Geographic Pressemitteilung, 20.2.08 Berlin (ots) - National Geographic und die Vattenfall Europe AG gehen mit dem Klimawettbewerb in eine neue Runde. Unter dem Motto "Aktiv gegen Klimawandel!" sind junge Menschen an Europas Schulen dazu aufgerufen, Ideen für den Schutz der Umwelt und des Klimas zu entwickeln. Auf die Gewinner wartet eine spannende Expedition nach Puerto Rico. National Geographic International und der schwedische Energiekonzern Vattenfall AB haben den Wettbewerb im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, damit sich junge Menschen verstärkt mit dem Klimawandel auseinander setzen. Für den diesjährigen Wettbewerb können noch bis zum 15. Mai Beiträge eingereicht werden. "Aktiv gegen Klimawandel!" richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 14-19 Jahren und findet parallel in Schweden, Finnland, Dänemark, Polen und Deutschland statt. "Auf der Website www.nationalgeographic.com/combatclimatechange finden Schüler und Lehrer ab sofort vielfältige und hilfreiche Informationen über den Klimawandel. Darunter ist etwa Material zur globalen Erwärmung, warum sie passiert und was wir dagegen machen können", erklärt Rebecca Hill, International Marketing Director von National Geographic. "Mit dem Wettbewerb geben wir den Schülern auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, das Thema Klimaschutz auf unterhaltsame Weise zu entdecken", sagt Alfred Geißler, Personalvorstand der Vattenfall Europe AG. Auf die Sieger wartet eine spannende "Earthwatch Expedition" in Puerto Rico - eine einzigartige Gelegenheit, den Regenwald aus nächster Nähe kennen zu lernen und sich gleichzeitig für die Erforschung nachhaltiger Umweltschutzmaßnahmen zu engagieren. Die anderen Finalisten erhalten hochwertige Kamerahandys und National Geographic-Bücher. Weitere Informationen und Details zum Wettbewerb gibt es unter www.nationalgeographic.com/combatclimatechange Emissionshandels-Raubzug beendenDie Linke. im Bundestag, Pressemitteilung, 19.02.2008"Die Extraprofite der Stromkonzerne aus dem Emissionshandel muessen endlich abgeschoepft werden", fordert Eva Bulling-Schroeter, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlaesslich der heute vorgestellten Gewinnbilanz von EnBW und erklaert weiter: "Nach Vattenfall verkuendet nun auch EnBW Rekordgewinne aufgrund steigender Strompreise. Diese stiegen nicht nur wegen fehlenden Wettbewerbs, sondern auch aufgrund eines Instruments, das eigentlich dem Klimaschutz, und nicht den Stromkonzernen dienen soll - dem Emissionshandel. Die Konzerne preisen weiterhin die Marktpreise der ihnen kostenlos zugeteilten CO2-Emissionsberechtigungen in den Strompreis ein. Dadurch erzielen sie so genannte windfall profits, also Extraprofite in Milliardenhoehe. Grundlegend hilft hier nur eine vollstaendige Versteigerung der Emissionsrechte, wie ihn die EU-Kommission ab 2012 in ihrem aktuellen Klimapaket vorsieht. Die Geldschneiderei kann aber nicht bis 2012 so weitergehen. Denn erst dann wird die Novelle der EU-Emissionshandelsrichtlinie wirksam werden. Steinbrueck und Gabriel muessen schnellsten eine "windfall-profit-tax" auf den Weg bringen, um den Konzernen die Sondergewinne mit Sondersteuern wieder abzunehmen. Die Unternehmen verdienen ohnehin genug aufgrund ihrer Oligopolstellung. Die vom Staat abgesicherte "absurde Profitabilitaet" der Stromwirtschaft wird besonders bei Vattenfall deutlich. Der Konzern hat seinen Gewinn 2007 auf ueber drei Milliarden Euro steigern koennen, obwohl er wegen seiner Preispolitik 250.000 deutsche Privatkunden verloren hat und zudem die deutschen Atomkraftwerke Brunsbuettel und Kruemel monatelang ausgefallen sind." NABU und Vodafone starten Fotowettbewerb: „Handeln gegen den Klimawandel“Mit der Kamera Beiträge zum Klimaschutz dokumentierenNaturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), 19.02.2008 (Berlin/Düsseldorf) - Nicht nur in der Politik, in den Medien und in der Wirtschaft beschäftigt der Klimawandel inzwischen die Köpfe. Oft handeln die Menschen auch im Alltag schon ganz konkret für den Klimaschutz oder wandeln sich gerade zum Klimaschützer. NABU und sein Kooperationspartner Vodafone rufen einen digitalen Fotowettbewerb zum Thema Handeln gegen den Klimawandel aus. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Ob Einzelbild, Fotocollage, Vorher-Nachher-Bild, Fotos mit Menschen, Knetfiguren, amüsante Untertitel... Hauptsache, die digitalen Bilder zeigen anschaulich und witzig, was man für den Klimaschutz tun kann. Die Teilnahme ist unter www.nabu.de/Fotowettbewerb möglich. Bis zu drei Bilder je Teilnehmer können als JPG mit einer maximalen Größe von 500KB per Email bis einschließlich 2. März eingesandt werden. Für den ersten Platz gibt es ein hochwertiges Kamerahandy Sony Ericsson K770i, für den zweiten Platz eine Vodafone-Herrenarmbanduhr, für den dritten Platz einen Vodafone-Freizeitrucksack mit Fleecedecke sowie Notizbuch und für den vierten bis zehnten Platz Naturführer vom NABU und Kosmos-Verlag. Die Jury besteht aus Leif Miller (NABU-Bundesgeschäftsführer), Thomas Ellerbeck (Direktor Unternehmenskommunikation und Politik bei Vodafone) und Sandra Bartocha (Gesellschaft Deutscher Tierfotografie). Vodafone und der NABU haben im Mai 2005 einen Kooperationsvertrag geschlossen und engagieren sich im Rahmen der Partnerschaft gemeinsam mit konkreten Projekten für die Ziele des Naturschutzes und der nachhaltigen Entwicklung. 20. Februar 2008 18:04 Uhr Klimawandel läßt Alpengletscher um zwei Drittel schrumpfen(AFP) - Der Klimawandel hat die Gletscher der europäischen Alpen um etwa zwei Drittel ihres ursprünglichen Umfangs schmelzen lassen. Diese Entwicklung setze sich beschleunigt fort, heißt es in dem zu Beginn des globalen Umweltforums in Monaco vorgelegten Jahresbericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) weiter. Demnach schrumpften die Alpengletscher zwischen 1850 und 1975 um etwa die Hälfte, zwischen 1975 und 2000 nochmals um etwa ein Viertel ihrer noch verbliebenen Ausdehnung und zwischen 2000 und 2005 abermals um zehn bis 15 Prozent.Dem Bericht zufolge ist die Umwelt durch die Klimaerwärmung vielfach und zunehmend bedroht. Rückgang der Artenvielfalt, Anstieg der Meeresspiegel, Versauerung der Ozeane und Zunahme von Wirbelstürmen sind einige der Stichwörter. Der Treibhauseffekt wirkte sich auch auf das Qinghai-Plateau in Tibet aus, das 5,94 Millionen Hektar Gletscher und 5590 Kubikmeter Eis umfasst. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schrumpften die Gletscher laut dem UNEP-Jahresbericht um sieben Prozent, zugleich erhöhte sich der Wasserzufluss im Nordwesten Chinas um 5,5 Prozent. An dem noch bis Freitag dauernden Umweltforum in Monaco nehmen rund hundert Umweltminister, Entscheidungsträger, Experten und Wissenschaftler teil. Hauptthema ist die Finanzierung von Maßnahmen, mit denen den klimatischen Herausforderungen begegnet werden soll. Prinz Albert II. von Monaco rief bei der Eröffnung des Forums die beteiligten Staaten dazu auf, im Kampf gegen den Treibhauseffekt für eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu sorgen. » zurück |
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