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BMZ beklagt Rüstungsausgaben

Montag 24. November 2003, 21:44 Uhr

Bundesministerin beklagt Missstände bei Entwicklungszusammenarbeit

Frankfurt/Berlin (AP) Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul, hat weltweit gerechtere Handelsbeziehungen gefordert, um so den internationalen Terrorismus an der Wurzel zu bekämpfen. Wenn die Industrieländer im Jahr 800 Milliarden Euro für Rüstung, aber nur 57 Milliarden Euro für Entwicklungszusammenarbeit ausgäben, zeige das den eigentlichen Missstand, sagte die SPD-Politikerin am Montagabend auf n-tv.

Scharf kritisierte sie den stellvertretenden Unionsfraktionschef Wolfgang Bosbach, der gesagt hatte, ein EU-Beitritt könne das Terrorproblem in die Gemeinschaft importieren. «Da sollte auf dem Rücken der Türken und der Opfer ein Vorwahlkampf begonnen werden. Die Aussagen von Bosbach waren unanständig und unverschämt», sagte sie. Wer der Türkei die europäische Perspektive wegnehme, «trägt dazu bei, dass die Intention der Terroristen, das Land in die Vergangenheit zurück zu bomben, tatsächlich gelingt.»


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