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Dienstag, 30. Dezember 2003

Ökonom Meadows: "Die Menschheit hat 30 Jahre verloren"

Der amerikanische Wissenschaftler Dennis L. Meadows warnt vor "stupidem Wachstum". Seinen neuen Untersuchungen zufolge hat sich das Risiko eines weltweiten Kollaps nicht verringert. "Es gibt überhaupt keinen Grund zur Entwarnung. Selbst der World Energy Council, der weltweite Klub der Energiemanager, hält es nicht mehr für ausgeschlossen, dass wir die Erde unbewohnbar machen", sagt er der ZEIT. Dennis L. Meadows wurde als Autor des Buches "Die Grenzen des Wachstums" bekannt, das er 1972 gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern für den Club of Rome geschrieben hatte.

Meadows argumentiert, dass durch einen übermäßigen Verbrauch von Rohstoffen kein nachhaltiges Wachstum und keine langfristigen Arbeitsplätze entstehen: "Wenn wir aber das Wachstum durch vermehrten Energieverbrauch ankurbeln, beschleunigen wir den Klimawandel - und der wird uns eines Tages gigantische Beschäftigungsprobleme bescheren."

"Die Menschheit hat 30 Jahre verloren", sagt der Chemiker und Management-Professor Meadows, der heute an der Universität von New Hampshire lehrt.

Quelle/Text: DIE ZEIT


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