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Aktuell
40 Jahre DIE
Wieczorek-Zeul gratuliert DIE zum 40jährigen Bestehen
18 November, 2004 by epo.de
Berlin (epo). - "Wir brauchen in Deutschland dringend mehr Expertise zu den entscheidenden globalen Herausforderungen. Wir brauchen den stärkeren Austausch zwischen Forschung und Politik." Das hat Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul anlässlich einer Konferenz zum 40. Gründungsjubiläum des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) erklärt. Das Bonner Institut sei für diese Aufgabe gut eingestellt, sagte die Ministerin.
"Das DIE ist kein Elfenbeinturm, sondern ein Institut, das die Brücken zwischen Wissenschaft und Politik professionell baut", unterstrich Wieczorek-Zeul. Sie bestärkte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts darin, die entwicklungspolitische Diskussion durch Forschung, Beratung und Ausbildung mitzuprägen.
Das Institut greift aus der Sicht des BMZ wichtige Zukunftsfragen der Globalisierung auf. "Entwicklungspolitik besteht längst nicht mehr nur darin, kleine Projekte in den Ländern des Südens durchzuführen. Zentrale Weltprobleme, die auch die Interessen der Industrieländer berühren, sind ohne die Kooperation mit Entwicklungsländern unlösbar", erläuterte Dirk Messner, Direktor des DIE. "Armutsbekämpfung und die Stabilisierung scheiternder Staaten sind Investitionen in die internationale Sicherheit. Ohne strategische Partnerschaften mit Ankerländern wie China, Indien, Brasilien und Südafrika lassen sich weder die globalen Umwelt- und Energieprobleme bewältigen, noch Reformen in den Vereinten Nationen durchsetzen."
Das Forschungsprogramm des Instituts ist eigenen Angaben zufolge darauf ausgerichtet, die neuen Anforderungen an Entwicklungspolitik - im Sinne einer globalen Strukturpolitik - zu konkretisieren. Ziel der Arbeit sind konkrete Politikberatung zur Lösung von Entwicklungsproblemen in Ländern des Südens sowie tragfähige Ansätze zur Bewältigung globaler Herausforderungen.
Die 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des "Think Tanks" beraten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Bundesregierung und das Land NRW sowie Regierungen in Entwicklungsländern und Internationale Organisationen zu Fragen der Kooperation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Das DIE wird aus Mitteln des Entwicklungsministeriums finanziert. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 wurden im Rahmen eines Postgraduiertenprogramms mehr als 700 Hochschulabsolventinnen und -Absolventen auf die berufliche Praxis in der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik vorbereitet. Viele von ihnen gehören heute zum Spitzenpersonal in deutschen wie internationalen Organisationen der Entwicklungspolitik.
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