AktuellUN-Klimakonferenz (8)
Mittwoch 7. Dezember 2005, 15:48 Uhr 2005 heißestes und trockenstes Jahr aller ZeitenMontreal (AP) 2005 wird nach Erwartung der Umweltorganisation WWF als das heißeste, stürmischste und trockenste Jahr aller Zeiten in die Geschichte eingehen. In einem WWF-Bericht, der am Rande der UN-Klimakonferenz in Montreal veröffentlicht wurde, hieß es, darauf deuteten Daten von US-Regierungsbehörden sowie der Meteorologischen Organisation hin. Schon im Oktober habe die US-Raumfahrtbehörde NASA erklärt, dass die Durchschnittstemperatur bereits höher sei als 1998, dem bisherigen Rekordjahr, hieß es am Dienstag.Dem Bericht zufolge geht das arktische Eis pro Jahr um 9,8 Prozent zurück und erreichte im September einen historischen Tiefstand. Die Leiterin des WWF-Programms für den Klimawandel, Lara Hansen, sagte, möglicherweise werde die Arktis bis zum Ende des Jahrhunderts eisfrei sein. Die Welt müsse die globale Erwärmung akzeptieren. Laut Hansen erlebte die Atlantik-Region in diesem Jahr die heftigste Hurrikan-Saison aller Zeiten. Selbst das Nationale Hurrikan-Zentrum in Florida habe nicht mit einer solchen Vielzahl an Wirbelstürmen gerechnet. Das Zentrum hatte im vergangenen Jahr für 2005 18 bis 21 Hurrikane vorhergesagt. Tatsächlich fegten jedoch so viele Stürme über die Region, dass erstmals Namen mit Buchstaben aus dem griechischen Alphabet vergeben werden musste, nachdem das römische aufgebraucht war. Donnerstag 8. Dezember 2005, 11:33 Uhr Gabriel auf Klimakonferenz: Entwicklungsländer einbeziehenMontréal (dpa) - Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Entwicklungsländer aktiv in den Klimaschutz einbeziehen. «Wir müssen alle gemeinsam handeln - jeder nach seinen Möglichkeiten», sagte er am späten Mittwochabend vor dem Plenum von 182 Staaten auf der Weltklimakonferenz in Montréal.Er betonte jedoch: «Wir wollen ihnen nicht das für Industrieländer geltende System überstülpen.» Deutschland sei offen, neue Ideen zu erörtern, insbesondere solche aus Entwicklungsländern. Der französische Präsident Jacques Chirac sagte in einer bewegenden Grußbotschaft per Video: «Der Klimawandel ist zu einer brutalen und drängenden Realität geworden.» Er sei «die größte Bedrohung», die über der Zukunft der Menschheit hänge. Die Menschen würden von der Klimakonferenz mutige Entscheidungen erwarten. Die Industrieländer müssten ihren Treibhausgas-Ausstoß bis zum Jahr 2050 um 75 Prozent reduzieren. Die Kosten dafür seien wesentlich geringer als die, wenn man nichts tue. «Verheerende Naturkatastrophen, Konflikte um Energie-Ressourcen, Klimaflüchtlinge... die Rechnung könnte schnell zu hoch werden», sagte Chirac. «Was wir in unseren Händen haben, ist die Zukunft unseres Planeten.» EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erläuterte vor dem Plenum, die 25 derzeitigen EU-Mitglieder könnten von 1990 bis 2010 ihre Emissionen um 11,3 Prozent reduzieren, die 15 alten EU-Saaten um 9,3 Prozent. Es sei nun wichtig, den nächsten Schritt im Kyoto-Prozess zu tun. Die US-Delegationsleiterin Paula Dobriansky stellte den Asia-Pacific-Pakt zum Einsatz von klimafreundlicher Energietechnik vor. «Unsere Partner Australien, China, Indien, Japan und Südkorea repräsentieren fast die Hälfte der Weltwirtschaft und -bevölkerung.» Zuvor hatten sich die USA bereits für freiwillige zwischenstaatliche Klimaschutzprojekte ausgesprochen und nach eigenen Angaben schon 400 Projekte mit anderen Ländern gestartet. Feste Ziele im UN-Klimaschutzprozess lehnten sie auch in Montréal ab. Den deutschen Klimaschutz sieht Gabriel optimistisch: «Elf Prozent des Stroms in Deutschland kommen heute schon aus erneuerbaren Energien. 2020 werden es 20 Prozent sein.» Das Kyoto-Ziel für Deutschland, die Treibhausgase zwischen 1990 und 2012 um 21 Prozent zu vermindern, sei mit einer Reduktion von 18,5 Prozent schon bald erreicht. «Mit unserem Klimaschutzprogramm, insbesondere Maßnahmen im Verkehrs- und Haushaltsbereich, schaffen wir auch den Rest.» Mittwoch 7. Dezember 2005, 21:56 Uhr Kanada fordert USA zu Beteiligung an Kampf gegen Klimawandel aufMontréal (AFP) - Der kanadische Regierungschef Paul Martin hat die USA bei der Weltklimakonferenz im kanadischen Montréal zur Beteiligung am Kampf gegen den Klimawandel aufgefordert. "Allen Ländern, die noch zögern, einschließlich der USA, will ich eines sagen: Es gibt ein Weltgewissen und es wird Zeit, darauf zu hören", sagte Martin am Mittwoch vor Journalisten in Montréal. Wer sich bislang zurückgehalten habe, müsse "zur Weltgemeinschaft aufschließen" und sich an den Maßnahmen gegen die Erderwärmung beteiligen. "Es ist nicht mehr die Zeit, um über die Auswirkungen des Klimawandels zu diskutieren", sagte Martin. "Wir brauchen niemanden mehr nach den Auswirkungen zu fragen, denn wir können sie sehen." Winter würden milder, Sommer heißer, Eis verwandle sich in Wasser.Donnerstag 8. Dezember 2005, 00:46 Uhr Gabriel für Einbeziehung der Entwicklungsländer in KlimaschutzMontréal (dpa) - Umweltminister Sigmar Gabriel hat sich auf der Weltklimakonferenz in Montréal für eine Einbeziehung der Entwicklungsländer in den künftigen Klimaschutz ausgesprochen. Alle müssten gemeinsam handeln, sagte Gabriel vor dem Plenum von 182 Staaten. Deutschland sei offen, neue Ideen zu erörtern, insbesondere solche aus Entwicklungsländern. Auf der Konferenz sind sich die EU und die USA weiterhin uneinig über den künftigen Weg zum Klimaschutz im Rahmen der Vereinten Nationen.Donnerstag 8. Dezember 2005, 04:45 Uhr Klimaexperten in Montreal bei Umweltschutz im Kleinen überfordertMontreal (AFP) - Angetreten zur Rettung des Globus vor drohenden Katastrophen sind die Experten auf der Weltklimakonferenz in Montreal beim Umweltschutz im Kleinen offenbar überfordert. Von den rund 10.000 Teilnehmern denkt kaum einer daran, seinen Müll zu trennen, Papier und Plastik werden achtlos zusammen in die Mülleimer des Kongresspalasts geworfen. "Das ist eine Ironie", sagt ein Vertreter des kanadischen Umweltministeriums, der als höflicher Gastgeber nicht namentlich genannt werden will. "Die Leute achten kaum darauf." In vielen Ländern seien die Menschen für Mülltrennung einfach nicht sensibilisiert. Zudem fehle es oft an der nötigen Infrastruktur.Donnerstag 8. Dezember 2005, 08:55 Uhr USA verweigern sich weiter dem Kyoto-ProzessMontreal (AP) Die USA lehnen Verhandlungen zum Klimaschutz weiter ab. «Wir sind der Meinung, dass solche formalen Gespräche nichts bringen», sagte die amerikanische Delegationsleiterin bei der UN-Klimakonferenz in Montreal, Paula Dobriansky. Zuvor hatte der kanadische Ministerpräsident Paul Martin die US-Regierung aufgefordert, sich endlich dem Kyoto-Protokoll anzuschließen. Eine Einigung bei einem der Hauptthemen - verbindliche Werte zur Verringerung der Treibhausgase über 2012 hinaus - war damit auch in der Schlussphase der Konferenz nicht in Sicht.Der kanadische Umweltminister Stephane Dion hoffte dennoch auf einen Kompromiss. Mehrere Gespräche seien «offen und produktiv verlaufen», sagte Dion am Mittwoch. Noch immer könne eine Formulierung gefunden werden, wie auch die USA von einer Beteiligung überzeugt werden könnten. Mit der Ministerrunde ging die Weltklimakonferenz am Mittwoch in ihre Schlussphase. Ministerpräsident Martin begrüßte rund 120 Fachminister aus der ganzen Welt. Deutschland wurde vom neuen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vertreten. Martin rief in seiner Rede alle Staaten auf, sich auf eine weitere Verringerung der Treibhausgase zu verpflichten. Mit Blick auf die starre Haltung der USA sagte er anschließend zu Journalisten: «Es gibt so etwas wie ein globales Gewissen, und es ist jetzt an der Zeit, darauf zu hören.» Die Konferenz in Montreal, die am Montag vergangener Woche begann, ist die erste Klimakonferenz nach In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls im Februar. Darin hatten sich 1997 die Industrieländer verpflichtet, bis 2012 rund fünf Prozent weniger Klimagase auszustoßen als 1990. Bei dem Klimagipfel soll unter anderem besprochen werden, wie es nach 2012 weiter gehen soll. Die Eskimos legten am Mittwoch am Rande der Konferenz eine Petition an die Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) vor, in der sie die USA zum Hauptschuldigen des weltweiten Klimawandels erklären. Der Anteil der USA am weltweiten Ausstoß der gefährlichen Treibhausgase liegt bei über 25 Prozent. In den daraus für die Umwelt resultierenden Folgen sehen die Inuit, wie sich die Bewohner der Arktis selbst nennen, ihre Menschenrechte verletzt. Die Erderwärmung bedrohe Lebensweise und Kultur der Eskimos, sagte Delegationssprecher Paul Crowley im Namen von 155.000 Inuit aus Kanada, Grönland, Russland und den Vereinigten Staaten. Eine der Folgen der Klimaveränderung ist das Abschmelzen von Gletschern und Eisbergen. Einer internationalen Studie zufolge ist in der Arktis die Durchschnittstemperatur im Winter in den vergangenen 50 Jahren um fünf Grad Celsius gestiegen. 8. Dezember, 2005 Klimagipfel in Montreal: Die Europäer bleiben die LokomotiveInterview mit WWF-Klimaexpertin Regine Günther über den Stand der Verhandlungen auf der internationalen Klimakonferenz in MontrealWWF: Die ersten Tage des Klimagipfels in Montreal liegen hinter uns. Hat das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls die Verhandlungen beflügelt? Günther: Natürlich war es ein Meilenstein, dass das Protokoll nach langen Jahren der Verhandlungen in diesem Februar endlich zu einem völkerrechtlichen Vertrag wurde. Die Verhandlungen über seine jetzige Gültigkeit hinaus, also die Zeit nach 2012, werden aber trotzdem nicht einfach. Von Montreal sollte das Signal ausgehen, dass es der internationalen Staatengemeinschaft langfristig ernst ist mit dem internationalen Klimaschutz. Ziel muss es sein, die globale Erwärmung unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellem Niveau zu halten. WWF: Haben sich die Positionen der unterschiedlichen Gruppen bereits angenähert? Günther: Nach nur vier Tagen ist das schwer zu sagen. Deutlich ist allerdings schon zweierlei: Erstens verhandeln fast alle Parteien auf der Basis einer neuen Realität – das Kyoto-Protokoll ist in Kraft und damit auch die flexiblen Mechanismen. Zweitens haben diverse Parteien – die kanadische Präsidentschaft, die EU, diverse Entwicklungsländer – über die letzten Monate intensivste Vorbereitungsgespräche geführt. Das Ergebnis ist eine konstruktive Atmosphäre. Trotzdem: Nach dem ersten Warmlaufen werden uns die harten Kämpfe in langen Nachtsitzungen nicht erspart bleiben. WWF: Was war die bislang wichtigste Entscheidung? Günther: Zum einen die Annahme der so genannten „Marrakech Accords“ durch die Kyoto-Mitgliedsstaaten. Damit traten die notwendigen Ausgestaltungsregeln des Kyoto-Protokolls in Kraft und sind nun formal anwendbar. Allerdings wurde eine Kontrolle, ob die Länder ihre Ziele auch erfüllen werden, vorerst ausgeklammert. Saudi-Arabien blockiert den Prozess mit rechtlich formalen Argumenten. Dessen Ziel ist vermutlich, am Ende dieser zwei Konferenzwochen einen weiteren „Verhandlungsjoker“ zu haben. Zur Lösung dieser Frage wurde eine so genannte Kontaktgruppe eingerichtet. Führt sie keine Einigung herbei, muss das Thema in der Ministerrunde in der kommenden Woche besprochen werden. WWF: Wer sind momentan die wichtigsten Akteure? Günther: Bei den Industriestaaten kommt den Europäern nach wie vor große Bedeutung als „Lokomotive“ zu. Diese Rolle müssen sie noch aktiver spielen, augenblicklich ist ihr Engagement hier noch zu schwach. Die EU muss sich viel stärker dafür stark machen, dass in Montreal eine formelle Entscheidung fällt, welche die oben beschriebenen Elemente enthält. Bei den Entwicklungsländern erregen Länder wie Südafrika und Argentinien Aufmerksamkeit, die vor zwei Tagen ihre Bereitschaft erklärt haben, in einen breiten Dialog einzusteigen. WWF: Welche Rolle spielen die USA? Günther: Die US-Regierung hat gleich zu Beginn betont, dass sie nicht in Verhandlungen über die Zeit nach 2012 einsteigen werden. Dies war eine klare Ansage an die Staatengemeinschaft, dass man sich bis auf weiteres ohne die USA Gedanken über einen international abgestimmten Klimaschutzprozess machen muss. Unter Präsident George W. Bush ist wohl keine Veränderung der Position zu erwarten. Darauf hat auch eine breite Koalition von US-Umweltverbänden in einem Brief an die Regierungschefs der Europäischen Union vor den Verhandlungen hingewiesen und die EU aufgefordert, nicht auf die USA zu warten, sondern das UN-Klimasystem inklusive Kyoto-Protokoll weiterzuentwickeln. Die USA können dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder dazu stoßen. WWF: Was ist mit Saudi-Arabien? Günther: Saudi-Arabien fürchtet bei einer anspruchsvollen Klimaschutzpolitik um seine Ölprofite. Die Verbrennung von Erdöl ist neben Kohle der größte Klimakiller. So haben die Saudis zwar das Protokoll ratifiziert. Es ist aber kein Geheimnis, dass sie das vor allem aus taktischen Gründen getan haben, um weiter in die Diskussionen der Kyoto-Unterzeichnerstaaten eingebunden zu sein. Sie tun seit Jahren alles, um den Prozess durch neue oft unsinnige Vorschläge zu verzögern oder zu blockieren. Schon in den ersten Tagen haben sie von den Nicht-Regierungs-Organisationen zusammen mit den USA den berüchtigten „Fossil of the day“ zuerkannt bekommen – eine Negativauszeichnung für besonders obstruktives Verhalten. WWF: Costa Rica und Papua-Neuguinea haben vorgeschlagen, künftig die Nicht-Zerstörung von Urwäldern zu berücksichtigen. Immerhin schlägt die Abholzung in der globalen Klimabilanz mit 25 Prozent zu Buche. Was ist von dem Vorschlag zu halten? Günther: Auch hier geht es um die Zeit nach 2012. Entwicklungsländer könnten in ihren Landesgrenzen die vermiedene Abholzung als Emissionsreduktion anerkannt bekommen. Der Vorschlag ist interessant, die Auswirkungen sollten aber genau überprüft werden. Wichtig wird auf alle Fälle sein, dass man die gesamten Wälder eines Landes erfasst, denn es bringt nichts fürs Klima, irgendwo Bäume stehen zu lassen und sie dafür anderswo abzuholzen. Das Gespräch führte Jörn Ehlers, WWF Donnerstag 8. Dezember 2005, 11:15 Uhr Grönlands Gletscher schmelzen beängstigend schnellSan Francisco (AP) Während auf der UN-Klimakonferenz in Montreal Umweltminister aus der ganzen Welt über die Erderwärmung diskutieren, stellen Experten in den USA alarmierende Fakten vor: Zwei der größten Gletscher Grönlands schmelzen mit beunruhigender Geschwindigkeit, zwei bis drei Mal so schnell wie noch vor vier Jahren. Grund dafür sei höchstwahrscheinlich der globale Klimawandel, erklärten Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Amerikanischen Vereinigung für Geophysik (AGU) am Mittwoch in San Francisco.Die Fließgeschwindigkeit des Kangerdlugssuaq in Grönland hat sich seit 2001 verdreifacht, wie Gordon Hamilton vom Institut für Klimawandel an der University of Maine erklärte. Der Kangerdlugssuaq bewegt sich demnach mit rund 15 Kilometern pro Jahr vorwärts, vor vier Jahren waren es noch fünf Kilometer. Der zweite Gletscher, Helheim, hat seine Geschwindigkeit im selben Zeitraum von 6,5 Kilometern auf rund elf Kilometer fast verdoppelt. Dass die Gletscher inzwischen derart schnell schmelzen, hat direkte Auswirkungen auf den Meeresspiegel: Die zusätzlichen Wassermassen aus Gletscher- und Polareis haben ihn im vergangenen Jahrhundert um schätzungsweise zehn bis 20 Zentimeter steigen lassen. Das schnelle Schmelzen der Gletscher in Grönland lasse den Schluss zu, dass der weltweite Klimawandel eine der Ursachen sei, sagte Hamilton. Auch in Nordamerika schmilzt ein Gletscher besonders rasch: Der Columbia-Gletscher in Alaska, etwa so groß wie die Metropole Los Angeles, ist seit den 1980er Jahren um 15 Kilometer geschrumpft. Wissenschaftler erwarten, dass er in den kommenden 15 bis 20 Jahren weitere 15 Kilometer einbüßt. Derzeit bewegt sich der Golumbia-Gletscher täglich etwa 24 Meter vorwärts, aus seinen Eismassen ergießen sich jedes Jahr 8,3 Kubikkilometer Wasser in die Bucht des Prince William Sound an der Südküste Alaskas. Mit dem Klimawandel allein sei das Abschmelzen des Columbia-Gletschers und anderer Gletscher allerdings nicht zu erklären, betonte Tad Pfeffer von der University of Colorado. Forscher gehen vielmehr davon aus, dass dieser Vorgang mit einer Wärmeperiode zusammenhängt, die bereits vor fünf Jahrhunderten langsam eingesetzt hat. Entscheidend für das Abschmelzen des Columbia-Gletschers ist Pfeffer zufolge vermutlich der Druck des Meerwassers, der riesige Eisbrocken von dem Gletscher abbrechen lässt. An einigen Stellen hat der Gletscher bereits einen Großteil seiner ursprünglichen Mächtigkeit von 915 Metern eingebüßt und misst nur noch 390 Meter. http://www.agu.org/ » zurück |
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