AktuellErderwärmung geht weiter (erweitert)
Donnerstag 15. Dezember 2005, 18:39 Uhr Erwärmung des Erdklimas auch 2005 nicht gestopptGenf (AFP) - Die Erwärmung des Erdklimas hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt: Nach vorläufigen Zahlen der UN-Organisation für Meteorologie (WMO) lag die Durchschnittstemperatur um 0,48 Grad über dem zum Vergleich hinzugezogenen Durchschnittswert von 1961 bis 1990. Dieses Jahr sei von Rekorden geprägt gewesen: Noch nie seien so viele Hurrikans in der Karibik registriert worden, noch nie sei das Eis in der Arktis schneller geschmolzen. Der Juni und der Oktober sollen den Angaben zufolge die wärmsten in der Geschichte gewesen sein.Endgültige Zahlen für dieses Jahr will die WMO im Februar veröffentlichen. "Wir gehen davon aus, dass 2005 zu den vier wärmsten Jahren gehören wird", sagte WMO-Chef Michel Jarraud. In der nördlichen Hemisphäre könnte es das wärmste Jahr überhaupt sein. Mit Ausnahme des Jahres 1996 waren die vergangenen zehn Jahre nach WMO-Angaben die wärmsten überhaupt. Insbesondere in weiten Teilen Afrikas, Australiens, Brasiliens, Chinas und der USA seien erhebliche Temperaturanstiege zu verzeichnen. Die Temperaturen im nördlichen Atlantik dürften vermutlich ebenfalls die höchsten jemals gemessenen Werte sein. Donnerstag 15. Dezember 2005, 16:55 Uhr 2005 möglicherweise wärmstes Jahr seit Beginn der AufzeichnungenGenf (AP) Das Jahr 2005 könnte das bislang wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Die weltweiten Temperaturen lagen fast ein halbes Grad über dem Durchschnitt, wie die UN-Wetterbehörde, die Weltorganisation für Meteorologie, am Donnerstag in Genf mitteilte. 2005 gehöre bereits zu den vier wärmsten Jahren, sagte Generalsekretär Michel Jarraud. Doch es sei ja erst in 15 Tagen zu Ende. Eine endgültige Bilanz liege erst im Februar vor.Die Durchschnittstemperatur bis Ende November war seinen Angaben zufolge die zweithöchste nach 1998. Doch auf der Nordhalbkugel war es bereits wärmer als jemals zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1861, wie Jarraud sagte. Die Temperatur lag dort um 0,65 Grad höher als im Mittel der Jahre 1961 bis 2000. 2005 sei ein «außergewöhnliches Jahr» mit zahlreichen Wetterrekorden gewesen. So seien der Oktober und der Juni besonders heiß gewesen. In der Arktis schmolz die Eisdecke auf das niedrigste jemals gemessene Niveau. Es liege um etwa 20 Prozent unter den Durchschnittswerten von 1979 bis 2004. Der Meteorologe verwies zudem auf die Hurrikan-Saison im Atlantik, bei der 14 von 26 tropischen Stürmen Hurrikan-Stärke erreichten. Normalerweise seien es nur sechs pro Jahr. Der Wirbelsturm «Wilma», der im Oktober Teile Floridas verwüstete, sei der stärkste jemals gemessene Hurrikan gewesen. Zurückhaltend äußerte sich der UN-Chefmeteorologe über einen möglichen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung. Zwar sei es wahrscheinlich, dass die Erwärmung eine Rolle bei den in diesem Jahr beobachteten Wetterextremen gespielt habe. Aber es sei wissenschaftlich nicht bewiesen, dass dies Auswirkungen auf die Entstehung der Hurrikans genommen habe. Freitag 16. Dezember 2005, 19:14 Uhr 2005 wärmstes Jahr auf nördlicher ErdhalbkugelHamburg/London (dpa) - 2005 war britischen Wissenschaftlern zufolge das wärmste Jahr auf der nördlichen Erdhalbkugel seit Beginn der offiziellen Temperaturmessungen im Jahr 1861.Die Jahrestemperatur am Land und im Wasser habe bis Ende November um 0,65 Grad über dem Durchschnittswert der Jahre 1961-1990 gelegen, berichteten die Wissenschaftler des Klimaforschungsinstituts der Universität East Anglia, die auch am Klima-Jahresbericht 2005 der Weltwetterorganisation (WMO) mitgearbeitet hatten. Auf der südlichen Erdhalbkugel war es den Forschern zufolge im Schnitt um 0,32 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum. Die endgültige Wertung werde aber erst im Februar berechnet sein. Am Donnerstag hatte die WMO in Genf berichtet, dass die Temperatur der gesamten Erdoberfläche in diesem Jahr um 0,48 Grad über dem Jahresmittel von 1961 bis 1990 von 14 Grad lag. 2005 war demnach seit Beginn der Messungen das bislang zweitwärmste Jahr nach 1998. Auch hier rechnet die WMO erst im Februar mit der genauen Gesamtanalyse. Die Zahl der tropischen Wirbelstürme im Atlantik erreichte 2005 laut WMO-Statistik einen Rekordwert: 26 wurden mit Namen registriert, davon 14 Hurrikans. «Katrina» sei dabei mit rund 1300 Toten der schlimmste Hurrikan in den USA seit 1928 gewesen. Der bisherige Spitzenwert für namentlich erfasste Wirbelstürme stammte mit 21 aus dem Jahr 1933, die meisten Hurrikans waren bislang 1969 mit 12 verzeichnet worden. » zurück |
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