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Aktuell
Neue Urwaldschutz-AKTION
WWF-E-Mail-Aktion: Sorgen Sie für den Schutz der Wälder, Frau Merkel!
WWF, 23.11.06
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,
illegaler Holzeinschlag und Brandrodung zerstören nicht nur die letzten Urwälder der Erde, sie gehören auch zu den größten Ursachen für den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase.
Der WWF kämpft zusammen mit vielen anderen Umweltorganisationen seit langem dafür, dass der Handel in Deutschland mit Holz aus illegalen Quellen verboten wird. Ein entsprechendes Gesetz, das Urwaldschutzgesetz, war zunächst auf gutem Weg, wurde kürzlich allerdings in zweiter Lesung vom Bundestag abgelehnt.
Dank intensiver Recherchen der ARD-Monitor-Redaktion konnte nun aufgedeckt werden, dass der Bundestag den Empfehlungen des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) gefolgt war. Der GD Holz lehnt das Gesetz offiziell aufgrund „verfahrenstechnischer“ Unzulänglichkeiten ab. Wie Sie dem neben stehenden Originaltext des Monitor-Beitrags vom 16.11.06 entnehmen können, nimmt es der GD Holz billigend und in aller Öffentlichkeit in Kauf, dass die Umwelt beim Kampf um ein Urwaldschutzgesetz den Kürzeren gezogen hat. Und auch der zuständige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sieht keinen weiteren Handlungsbedarf: Er zieht sich im Interview hinter eine angeblich ausreichende EU-Verordnung zurück.
Die Umwelt, die Urwälder und der Klimaschutz hatten bei diesem Verfahren offensichtlich keine ausreichende Lobby. Deshalb appellieren wir an Sie:
Bitte beteiligen Sie sich noch heute an dieser Aktion und nehmen Sie Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Pflicht, dem Handel mit illegaler Ware aus den Urwäldern Einhalt zu gebieten und ein entsprechendes Gesetz vorzulegen.
Ihr WWF
WWF-Aktion
Originaltext Monitorbeitrag vom 16.11.06
Ergebnisse einer Forsa-Umfrage zum Urwaldschutzgesetz
Illegaler Holzeinschlag - Die Rolle Deutschlands
WWF-Aktions-Newsletter 07.12.06
Danke für Ihre Beteiligung an der E-Mail-Aktion an Bundeskanzlerin Angela Merkel
Über 3.800 Menschen unterstützten die WWF-E-Mail-Aktion!
Brandrodung im Amazonasgebiet © WWF-Canon / Nigel Dickinson
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktivistinnen und Aktivisten,
die ARD-Redaktion "Monitor" brachte es ans Licht: Das geplante Urwaldschutzgesetz wurde kürzlich auf Druck der Holzhandelslobby vom Bundestag abgelehnt. Damit hat Deutschland eine wichtige Chance verpasst, um den Handel mit Holz aus illegalen Quellen unter Strafe zu stellen.
Wir hatten Sie deshalb kürzlich gebeten, uns bei einer E-Mail-Aktion zu unterstützen und Bundeskanzlerin Angela Merkel aufzufordern, sich dem Druck des Holzhandels zu widersetzen und für ein starkes Gesetz zum Schutz der Wälder einzutreten. An dieser Aktion haben sich insgesamt 3.872 Menschen beteiligt. Das ist ein tolles Ergebnis, und dafür möchten wir uns bei allen sehr herzlich bedanken!
Leider haben wir aus dem Bundeskanzleramt bislang noch keine Stellungnahme erhalten. Aber wir werden den Rückenwind aus der Aktion nutzen und gemeinsam mit vielen anderen Umweltorganisationen weiterhin Druck auf die deutsche Regierung ausüben - wir werden weiter dafür kämpfen, dass in Deutschland ein Gesetz in Kraft tritt, das den illegalen Holzhandel in Deutschland unter Strafe stellt und damit den weiteren Raubbau an den letzten Urwäldern der Erde eindämmt.
Bis es soweit ist, bleibt zunächst nur eins: Achten Sie beim Einkauf von Holz, Holzprodukten und Papier auf das Siegel des FSC - es "ziert" mittlerweile ein breites Warensortiment und garantiert Ihnen, dass das Produkt aus sozial- und umweltgerechter Waldbewirtschaftung stammt.
Weitere Informationen über das FSC-Siegel erhalten Sie hier >>
Mit freundlichen Grüßen
Nina Griesshammer
Fachbereich Wald
WWF Deutschland
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