Aktuell


Mindestlohn für Waldarbeiter?

IG BAU weist Kritik der Waldbesitzer zurück

Qualifizierte Arbeit hat ihren Preis

IG Bau Pressemitteilung, 8.4.08

Frankfurt am Main – Als „anmaßend“ und „überhaupt nicht nachvollziehbar“ bewertet Bärbel Feltrini, zuständiges Vorstandsmitglied der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Aussagen des Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW). Michael Prinz zu Salm-Salm hatte den zwischen IG BAU und Deutschem Forstunternehmer Verband (DFUV) ausgehandelten tariflichen Mindestlohn sowie den damit verbundenen Antrag auf Aufnahme in das Entsendegesetz kritisiert. Ein Mindestlohn von 10,26 Euro sei „nicht sachgerecht“, so der AGDW-Präsident. Dem widerspicht Feltrini vehement. Beim Arbeitsbereich Wald handele es sich um ein „empfindliches Öko-System“, welches fachliches Wissen und nachhaltige Arbeit voraussetze. Und „qualifizierte Arbeit hat nun mal ihren Preis.“

Die IG BAU und der DFUV sind dafür angetreten, die qualifizierte Arbeit der forstlichen Dienstleister nachhaltig zu sichern. Berufliche Aus- und Fortbildung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Sicherung der Einkommen der Branche stehen dabei an erster Stelle. Dazu bedarf es verlässlicher Sozialpartner, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind.

Im Übrigen weist Feltrini noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass weder die IG BAU noch der DFUV eine Einmischung der Waldbesitzer in die Tarifabschlüsse dulde. Es sei schon erstaunlich, dass Waldbesitzer, trotz beachtlicher öffentlicher Fördermittel, für Arbeiten, die dem Erhalt ihres Besitzes dienten, immer noch Billiglöhne bevorzugten. Doch die Zeiten der Beschäftigung gering qualifizierter Arbeitnehmer und des Lohndumpings seien nun Dank des Tarifabschlusses und der beantragten Allgemeinverbindlichkeit hoffentlich bald vorbei, so Feltrini abschließend.







» zurück

Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Sa, 30.08.2008 © easy.wdss • Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.netBildschirm-Version

< zurück | nach oben scrollen^