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Wildtierhaltung in MV

Sonntag, 4. Mai, 07:51 Uhr

Wildtierhaltung als Zweiterwerb wird im Nordosten immer beliebter

Gamehl (ddp-nrd). Zunehmend mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern halten Wildtiere. Derzeit zählt der Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung knapp 100 Mitglieder, die vorwiegend im Nebenerwerb tätig sind. Jährlich kommen etwa fünf bis zehn Interessenten neu hinzu, sagte ein Verbandssprecher auf ddp-Anfrage. Die Tierhalter beschäftigen sich mit Rot- und Damwild, aber auch mit Wildschweinen, Sika- und Muffelwild sowie Büffeln.

Kurse für die fachgerechte Haltung der Tiere werden unter anderem in der Forschungsstation Paulinenaue des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung angeboten. Deren Leiter Axel Behrendt ist zugleich Geschäftsführer des Landesverbandes für Landwirtschaftliche Wildhaltung Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 200 Mitgliedern. In Paulinenaue gibt es auch ein Versuchs- und Demonstrationsgehege. Dort sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um eine naturnahe Produktion von Wildfleisch auf Flächen zu ermöglichen, die anders kaum nutzbar sind.

Aufgrund der ständig steigenden Nachfrage nach ökologisch produziertem Fleisch hat sich die Nachfrage nach Wilderzeugnissen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dennoch liegt der Durchschnittsverbrauch von 800 Gramm je Einwohner und Jahr in Deutschland weit unter dem anderer europäischer Staaten.







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