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Aktuell
DNR zur Gentechnik
Mittwoch, 17. Dezember 2003
Grüne Gentechnik: Gefahr für Öko-Systeme
Beim von Bundesumweltminister Jürgen Trittin heute in Bonn eröffne-ten Fachgespräch "Grüne Gentechnik und Naturschutz" forderte der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Schaffung gentechnikfreier Zo-nen zur Sicherung von Naturschutzgebieten. "Es reicht nicht aus, für ökologisch sensible Bereiche ein Genehmigungsverfahren vor der Ausbringung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) vorzuse-hen. Wir brauchen ein Verbot der Ausbringung von GVO in Natur-schutzgebieten", sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen.
Der DNR sprach sich bei der Anhörung auch für strenge Koexistenz-regelungen in der Landwirtschaft aus. Dazu gehören Sorgfaltspflichten wie Abstandsregelungen, klare Pflichten bei der Reinigung von Ma-schinen und beim Transport von GVO. Bezeichnend ist es für den DNR, dass es bei der Gentechnik bis heute keine sogenannte De-ckungsvorsorge gibt. Die Versicherungsbranche weigert sich bis heute, die kaum kalkulierbaren möglichen Schäden beim Einsatz der grünen Gentechnik zu versichern. Der DNR forderte daher eine Haftung der durch GVO verursachten Schäden an Natur und Umwelt nach dem Verursacherprinzip. Dabei hat der Anwender von GVO nachzuweisen, dass der Schaden nicht durch ihn verursacht wurde.
Die Gentechnik-Expertin des DNR Frau Dr. Martha Mertens wies auf die Gefährdung durch transgene Pollen oder verschleppte Samen für Ökosysteme hin. Insekten, besonders Blütenbesucher wie Bienen, Hummeln und andere Nützlinge sind durch insektenresistente Pflanzen gefährdet.
Quelle/Text: DNR
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