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Aktuell

Stillstand der Umweltpolitik

Freitag 19. Dezember 2003, 12:32 Uhr

Naturschutzring kritisiert «Stillstand in der Umweltpolitik»

Berlin (AP) Der Deutschen Naturschutzrings (DNR) hat in seiner Jahresbilanz 2003 einen «Stillstand in der Umweltpolitik» und eine «Abkehr von der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie» kritisiert. Verbandspräsident Hubert Weinzierl sagte am Freitag in Berlin, ein Extrembeispiel für mangelnde Zukunftsverantwortung liefere der bayerische Ministerpräsident Stoiber mit dem geplanten Kahlschlag im Naturschutzhaushalt des Freistaats.

«Damit fällt Bayern im nationalen und internationalen Öko-Ranking auf die allerletzte Stelle zurück», kritisierte der Umweltschützer. Doch auch der Bundesverkehrswegeplan 2003 sei ein umweltpolitisches Desaster.

Unter dem Motto «Nachhaltigkeit muss Kult werden» empfahl Weinzierl, mehr als bisher auf zukunftsfähige Lebensstile zu bauen. «Weil die Bäume nicht in den Himmel wachsen, brauchen wir ein Überlebensprogramm für nachfolgende Generationen. Denn ausreichende Ressourcen und eine lebenswürdige Umwelt sind auch ein Teil unserer zukünftigen Rente.»

Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie biete eine gute Basis für ein ökologisch richtiges und sozial verantwortbares Handeln. Allerdings habe die Politik auf Landes- wie Bundesebene bei der konkreten Umsetzung versagt, kritisierte der Präsident des Umwelt-Dachverbands in seiner Jahresbilanz. Mehr denn je stünden die politisch Verantwortlichen deshalb auf dem ökologischen Prüfstand.

«In der Klimapolitik müssen wir dazu stehen, die selbst gesteckten Ziele auch zu erreichen, nämlich die Reduktion der Treibhausgase um 25 Prozent bis 2005. Die vom Kabinett beschlossene Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist dafür ein Erfolg versprechender, aber nur erster Schritt.» Positiv sei auch zu bewerten, dass sowohl Bundeskanzler Gerhard Schröder als auch Verkehrsminister Manfred Stolpe nochmals zugesichert hätten, ausschließlich einen sanften Ausbau der Donau zu verwirklichen.


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