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Aktuell

Tipps zum Weihnachtsbaum-Kauf

Freitag, 26. November 2004

ROBIN WOOD gibt aktuelle Tipps zu Weihnachtsbäumen aus ökologischem Anbau

Rund 23 Millionen Christbäume werden in den kommenden Wochen in Deutschland verkauft werden. Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. Doch das hat einen Haken. Denn die Bäume stammen überwiegend aus Plantagen, die kräftig gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden - eine enorme Belastung für Böden und Gewässer. Doch es geht auch anders. Im Internet unter www.robinwood.de informiert die Umweltorganisation über Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Einkauf-Tipps.

"Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird", empfiehlt Rudolf Fenner, Waldreferent von ROBIN WOOD. ChristbaumkäuferInnen sollten daher auf die Siegel des Naturland Verbandes oder des FSC (Forest Stewardship Council) an den Bäumen achten. Diese Zertifikate erhalten nur Forstbetriebe, die auf Kahlschläge, Düngungen, Entwässerungsmaßnahmen und Pestizide verzichten. Außerdem bieten auch immer mehr Bioland-Betriebe empfehlenswerte Öko-Weihnachtsbäume an.

Bis in die fünfziger Jahre stammten alle Weihnachtsbäume von "drauß' vom Walde". Heute kommen mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume aus Plantagen, in denen kräftig gespritzt und gedüngt wird: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Sitkalaus, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs, Mineraldünger für gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- und Blaufärbung der Nadeln. Auch die Gentechnik hat dieses Marktsegment längst im Visier und arbeitet an schädlingsresistenten Christbaum-Klonen. Wer das nicht unterstützen möchte, wählt am besten einen Öko-Weihnachtsbaum.

Noch allerdings wird leider nicht jeder, der nach einer Öko-Tanne sucht, in seiner Nachbarschaft fündig werden. Schon recht breit gestreut sind die Angebote in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie in Hamburg und Schleswig-Holstein. Dies zeigt die Liste, die ROBIN WOOD aktuell zusammengestellt hat.

Wer keine zertifizierten Öko-Christbäume in seiner Umgebung findet, der sollte einen Baum aus der Region wählen, am besten einen zum Selberschlagen beim nächstgelegenen Waldbetrieb. Denn so lässt sich vermeiden, ungewollt einen weit gereisten und damit ökologisch fragwürdigen Baum aus Skandinavien, Osteuropa oder Irland nach Hause zu tragen. Von Weihnachtsbäumen im Pflanztopf ist eher abzuraten. Da die Bäume durch das Aufstellen in der warmen Weihnachtsstube aus dem Winterschlaf gerissen werden, erfrieren die meisten später draußen oder wachsen nicht mehr richtig an.

Quelle/Text: Robin Wood e.V.


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