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Aktuell
Weniger Umweltkriminalität
Dienstag 30. November 2004, 11:36 Uhr
Umweltkriminalität weiter rückläufig - Hohe Aufklärungsquote
Berlin (ddp). Die Zahl der registrierten Umweltdelikte in Deutschland geht weiter zurück. Nach 33 385 Straftaten gegen die Umwelt im Jahr 2002 registrierten die Behörden im vergangenen Jahr 31 696 derartige Vorfälle, wie das Umweltbundesamt am Dienstag in Berlin mitteilte. Laut der Studie «Umweltdelikte 2003» lag die Aufklärungsquote mit 61,8 Prozent deutlich über dem Wert für die Gesamtkriminalität (53,1 Prozent). Allerdings waren Haftstrafen für Umweltstraftaten selten: Lediglich in 76 Fällen verhängten Gerichte wegen Verstoßes gegen umweltschutzrelevante Vorschriften eine Freiheitsstrafe.
Das mit Abstand häufigste Delikt gegen die Umwelt war den Angaben zufolge unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen. Hier wurden 17 039 Fälle registriert. Danach folgten Gewässerverunreinigung (4415 Fälle) und Bodenverunreinigung (1720 Fälle).
Große Unterschiede weist die Studie bei der Zahl der bekannt gewordenen Straftaten gegen die Umwelt für die einzelnen Bundesländern aus. So registrierten die Behörden in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz über 80 Straftaten auf 100 000 Einwohner, in Bayern und Nordrhein-Westfalen hingegen nur etwa 10. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 30 Fällen je 100 000 Einwohner.
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