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Risiko Wildunfälle

Sonntag 5. Dezember 2004, 04:15 Uhr

Vorsicht beim Autofahren - Risiko der Wildunfälle steigt

Bonn (ddp-nrw). Mit der dunklen Jahreszeit steigt wieder das Risiko der Wildunfälle in NRW. Da es in Herbst und Winter früher dunkler beziehungsweise später hell werde, sei die Wahrscheinlichkeit, dass die nachtaktiven Tiere gerade in den Berufsverkehrszeiten über die Straßen wechselten, deutlich höher als im Sommer, sagte der Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung der Landesanstalt für Ökologie, Michael Petrak, der Nachrichtenagentur ddp in Bonn.

Zudem würden einige Tiere am Straßenrand nach Nahrung suchen. Gerade im Winter verzeichne man deshalb mehr Unfälle mit Wildschweinen, Hirschen oder Rehen, betonte Petrak. Oft müsste das Wild auch die Straßen überqueren, um von seinen Rast- zu den Futterplätzen zu kommen.

Nach Angaben des Experten ist die Zahl der Wildunfälle in den vergangenen Jahr in etwa auf dem gleichen Niveau geblieben. Petrak ermahnte zugleich die Autofahrer, vor allem in den waldreichen Gebieten den Straßenrand nicht aus dem Blick zu verlieren. «Man sollte die Geschwindigkeit zudem anpassen und nicht schneller als 50 bis 60 Stundenkilometer fahren», riet er. Wegen der Färbung sei das Wild erst im letzten Moment zu sehen.

Am besten achte der Autofahrer auf die reflektierende Netzhaut der Tiere, in denen sich das Schweinwerferlicht spiegele, erklärte Petrak. Und wenn so ein Tier unmittelbar vor dem Auto auftauche, solle der Fahrer möglich sofort stehen bleiben. Schließlich sei das Wild meist im Rudeln unterwegs - die Gefahr eines Zusammenstoßes komme also gleich in mehrfacher Version aus dem Wald gesprungen.


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