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Forstreform in SA

Donnerstag 9. Dezember 2004, 10:00 Uhr

IG Bau befürchtet weiteren Arbeitsplatzabbau in Forstwirtschaft

Magdeburg (ddp-lsa). Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Sachsen-Anhalt befürchtet einen weiteren Verlust von Arbeitplätzen in der Forstwirtschaft. Offenbar wolle die CDU/FDP-geführte Landesregierung einen erneuten Versuch unternehmen, um die Strukturen in diesem Bereich zu zerschlagen, sagte Andreas Steppuhn, der als Bundesvorstandsmitglied der Gwerkschaft für Sachsen-Anhalt zuständig ist, am Donnerstag in Magdeburg.

Allein aus der Zielsetzung des in Auftrag gegebenen und nunmehr vorliegenden Gutachtens zur Situation und Entwicklung der Forstwirtschaft sei erkennbar, dass die zuständige Ministerin Petra Wernicke (CDU) offensichtlich die Absicht habe, die forstwirtschaftliche Strukturen «kurz und klein» zu schlagen, sagte Steppuhn. Unter dem Vorwand der Kostenreduzierung werde der Wald zukünftig nur noch in die Kategorien «Gewinn oder Verlust» unterteilt.

Bürgerrechte, wie der freie Zutritt zum Wald, Erholungs- und Bildungsmöglichkeiten oder auch Waldjugendspiele sollen dem Rotstift zum Opfer fallen, befürchtet er. Auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum seien bedroht. Die Regierung solle das Gutachten nicht als Grundlage für ihr Handeln in der Forstwirtschaft nehmen, sondern einen klares Konzept vorlegen, das auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.


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