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Aktuell

Weniger Jobs im Schweizer Forst

Mehr Holz - weniger Arbeitsplätze

sda, 9.12.04

In der Wald- und Holzwirtschaft sind in den letzten Jahren zahlreiche Arbeitsplätze verloren gegangen; innerhalb von 6 Jahren 10 % der Stellen.

Zu diesem Schluss kommt das vom BUWAL (Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft) in Auftrag gegebene «Branchenprofil der Wald- und Holzwirtschaft 2001». Auf der Basis bestehender Teilstudien wurde die Lage der Wald- und Holzwirtschaft in den Jahren 1995 und 2001 verglichen.

In diesem Zeitraum habe die Wald- und Holzwirtschaft fast 10 % ihrer Arbeitsplätze abbauen müssen, teilte das BUWAL am am 9. Dezember mit. Zudem habe die Konkurrenz aus dem Ausland deutlich zugenommen.

Mehr Holz verarbeitet und als Energieträger genutzt

Hingegen stieg der Verbrauch von Schweizer Holz im gleichen Zeitraum um rund 5 % auf 6,2 Mio. Kubikmeter. Zwei Drittel dieses Wachstums sind auf Energieholz, ein Drittel auf andere Holzprodukte zurückzuführen.

Entsprechend stieg auch die Produktivität der Branche. Die Sägereien etwa verarbeiteten mit 24 % weniger Mitarbeitern eine um 17 % grössere Holzmenge. Die Papier- und Kartonindustrie erhöhte ihre Produktion mit 50 % weniger Mitarbeitern um 20 %.

Die Holzimporte sind in der Schweiz höher als die Exporte. Der Wert des Importholzes sank leicht. Er betrug im Jahr 2001 4,84 Mrd. Franken, was 4,2 % der Gesamtimporte entspricht. Im Durchschnitt der Jahre 1999 und 2000 wurden Holz und Holzprodukte im Wert von 3,74 Mrd. Franken exportiert. Dies entspricht 2,7 % der Gesamtausfuhren.

Im Kontext der Budgetkürzung

Das "Branchenprofil der Wald- und Holzwirtschaft 2001" des BUWAL steht im Kontext der für nächstes Jahr geplanten Revision des Waldgesetzes. Das Profil sei als Entscheidungsgrundlage für die Neuausrichtung der Waldpolitik erstellt worden, schreibt das BUWAL.

Im Rahmen des Entlastungsprogramms 03 war das Budget des BUWAL um 17 % im Vergleich zum Finanzplan gekürzt worden. Zwischen 2001 und 2003 wurde vom Bundesamt das Waldprogramm Schweiz erarbeitet.

Dieses sieht unter anderem vor, dass der Bund seine Mittel für die Wald- und Holzwirtschaft auf die Pflege des Schutzwaldes und die Erhaltung der Biodiversität konzentriert. Der Waldwirtschaft soll dagegen mehr unternehmerische Freiheit gegeben werden. sda


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