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Jagd auf Exoten

Freitag 10. Dezember 2004, 13:32 Uhr

Jäger erlegen immer mehr eingewanderte Tierarten

Bonn (ddp). Deutschlands Jäger bekommen immer häufiger eingewanderte Tierarten vor ihre Flinten. Die Zahl der erlegten Waschbären etwa stiegt im Jagdjahr 2003/2004 (bis 31. März) um 7,6 Prozent auf rund 21 100 Exemplare, wie der Deutsche Jagdschutz-Verband am Freitag in Bonn mitteilte. Bei den Marderhunden wurden mit 18 600 sogar 15,8 Prozent mehr Tiere erlegt als im Jahr zuvor. Die Behörden riefen die Jäger dazu auf, diesen Arten weiterhin intensiv nachzustellen, weil sie die Bestände von einheimischen Vögeln und Kleinsäugern gefährdeten.

Deutschlands Grünröcke haben den Angaben zufolge mit knapp 569 000 Exemplaren auch 20,8 Prozent mehr Feldhasen als im Vorjahr zur Strecke gebracht. Beim Fasan stiegen die Abschusszahlen um 12,6 Prozent auf 400 000 Tiere. Erhöht hat sich auch der Abschuss von Rotwild auf 62 400 Exemplare. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei Wildschwein hingegen hatten die Waidmänner nicht so viel Glück. Die Zahl der erlegten Schwarzkittel sank gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Prozent auf 470 000 Tiere. Das waren rund 12 355 Tonnen Wildfleisch. Damit ist das Schwarzwild der größte heimische Wildbretlieferant.

Bei der bedeutendste Wildart in Deutschland, dem Rehwild, verzeichneten die Jäger mit 1,06 Millionen ebenfalls 4,7 Prozent weniger erlegte Tier als im Vorjahr. Auch die Zahl der abgeschossenen Füchse sank um 9,1 Prozent auf 553 000 Vierbeiner.


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