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Wetter wird gefährlicher

Freitag 10. Dezember 2004, 13:23 Uhr

Meteorologen: Das Wetter wird gefährlicher

Offenbach (dpa) - Das Wetter in Deutschland wird gefährlicher. Unwetter mit Sturm, Gewitter, Hagel und Starkregen treten zwar nach den Beobachtungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht häufiger auf als in der Vergangenheit, aber sie sind heftiger.

Dieser Trend habe sich 2004 bestätigt, sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche am Freitag. Bezogen auf die Zahl der gefährlichen Wetterereignisse habe das Jahr aber nichts Ungewöhnliches gebracht: «Das Jahr war absolut normal.»

Jahrestypisch gab es nach einer vorläufigen Übersicht des Wetterdienstes im Januar und Februar zahlreiche Verkehrsbehinderungen durch Schnee, Eis und Sturm. Anfang Januar bremste vor allem im Norden Straßenglätte die Autofahrer ein, Eisregen bescherte vielen Schülern einen freien Tag. Ende des Monats gab es bundesweit winterliche Behinderungen. Auch der ganze Februar war von Schneefällen mit entsprechenden Verkehrsproblemen geprägt, erst im ersten März-Drittel kam Tauwetter. Der Winter meldete sich dann Ende März noch einmal mit heftigen Schneefällen in Bayern, der Verkehr auf vielen Straßen brach zusammen, auch bei der Bahn ging im Süden zeitweise nichts mehr.

Hagel-, Schnee- und Graupelschauer sorgten noch Anfang April für zahlreiche Unfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Allerdings fielen die Niederschläge nur örtlich überreich: Generell verzeichnete die Landwirtschaft Trockenschäden.

Die warmen Monate brachten vielerorts heftige Gewitter mit Verwüstungen, Schlammlawinen, Blitzeinschlägen und Überschwemmungen. In Micheln (Sachsen-Anhalt) beschädigte ein Tornado am 23. Juni drei Viertel aller Häuser schwer. Zwei andere Tornados verliefen glimpflicher. Besonders große Hagelkörner prasselten am 8. Juli bei Augsburg herunter, vier Zentimeter im Durchschnitt registrierte der Wetterdienst, am 31. Juli erreichten sie in Hamburg sogar Taubeneigröße.

Die ersten Herbststürme wirkten sich Ende September vor allem an der Küste aus, wo es gleichzeitig eine Sturmflut gab. Der erste Wintereinbruch am 10. November brachte Probleme für Autofahrer und Flugreisende.


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