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Neue FFH-Gebiete in SA
Dienstag 21. Dezember 2004, 16:06 Uhr
Land meldet weitere FFH-Gebiete nach Brüssel
Magdeburg (ddp-lsa). Sachsen-Anhalt meldet weitere Naturareale als so genannte Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH) an die Europäische Union (EU) nach Brüssel. Das Kabinett folgte am Dienstag einem Vorschlag des Umweltministeriums, wonach ein 3 Kilometer langer Abschnitt der Ilse in der Nähe von Ilsenburg, ein 29 Kilometer langes Stück der Bode im Harzvorland bis Staßfurt, ein 81 Hektar großes Waldgebiet bei Marienborn sowie rund 1000 Hektar Waldflächen am Flechtinger Höhenzug nachgemeldet werden. Damit erfülle das Land eine zweite Nachforderung der EU zur Schaffung des europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000, teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Bereits 2003 seien in wesentlich größerem Umfang FFH-Gebiete nachgemeldet worden.
Mit den neu gemeldeten Gebieten zählen in Sachsen-Anhalt den Angaben zufolge insgesamt 8,77 Prozent der Landesfläche, das sind 265 Areale mit einer Größe von 179 729 Hektar, zu den FFH-Gebieten. Mit seinen Vogelschutzgebieten hat das Land dann insgesamt 297 Natura-2000-Gebiete angemeldet. Die Naturareale stehen unter unterschiedlichem landesrechtlichen Schutzstatus. In Frage kommen sowohl Landschafts-, Naturschutz- und Waldschutzgebiete als auch ein Schutz durch freiwillige Vereinbarungen zwischen Naturschutzbehörden und Landnutzern. Grundidee von Natura 2000 ist die Schaffung eines zusammenhängenden Netzes geschützter Naturareale für bestimmte gefährdete Lebensraumtypen und gefährdete Arten.
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