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Mangel an Recyclingheften

Schulhefte aus Recyclingpapier: Mangelware in Hamburg

ROBIN WOOD Pressemitteilung, 18.11.05

Schulhefte aus Recyclingpapier sind umweltfreundlich, preiswert und von hoher Qualität. Doch in vielen Hamburger Schreibwarengeschäften und fast allen großen Einzelhandelsketten wie Staples, Minimal und Edeka fehlt ein entsprechendes Angebot. Das kritisieren ROBIN WOOD und die Verbraucherzentrale Hamburg. Sie fordern den Einzelhandel in Hamburg zur Umkehr auf. Die Verbraucherzentrale zeigt ab dem 21. November eine von ROBIN WOOD ausgearbeitete Ausstellung rund um das Thema Papier. Bis zum Jahresende verkauft die Verbraucherzentrale dann auch in ihren Räumen Schulhefte aus Recyclingpapier.

Die Aktion ist Teil der „Initiative 2000 plus – Schulen pro Recyclingpapier“. Die vor sechs Jahren von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden gegründete Initiative informiert Schüler darüber, wie Papier hergestellt wird und welche Folgen der wachsende Papierkonsum für die Wälder hat. Ihr Ziel ist es, dass möglichst viele Schulklassen auf Produkte aus Recyclingpapier umsteigen und dies mit ihrer Unterschrift öffentlich dokumentieren. Die Initiative ist bereits in zahlreichen Bundesländern aktiv und hat nun auch in Hamburg ihre Arbeit aufgenommen.

Noch bestehen mehr als neun von zehn Schulheften in Deutschland aus frischem Zellstoff, für den Bäume gefällt wurden. Ein Großteil dieses Zellstoffs stammt aus Nordeuropa und Kanada, wo immer noch Urwälder für die Papierproduktion zerstört und traditionelle Rechte der UreinwohnerInnen ignoriert werden.

Neben den Schreibwarengeschäften und Papierdiscountern bieten auch Kaufhäuser, SB- und Drogerieketten Schulhefte an. Die meisten führen aber nur Schulhefte aus frischem Zellstoff. McPaper und einige Schreibwarenabteilungen der Metro, Galeria Kaufhof und Marktkauf bieten drei oder vier Hefttypen auch aus Recyclingpapier an. Doch die zahlreichen anderen für den Schulunterricht notwendigen Lineaturen gibt es auch dort nur als Frischfaserhefte. Der Papierdiscounter Staples bewarb in diesem Jahr seine aus Zellstoff hergestellten Schulhefte irreführend als „ökologisch“. Die Geschäftsführung hat – nach Intervention von ROBIN WOOD – zugesagt, diese Werbeaussagen künftig zu unterlassen.

Besser machen es in Hamburg lediglich die Kaufhäuser Karstadt und Kloppenburg, die ein umfangreiches und ganzjähriges Angebot an Recyclingpapier-Schulheften führen, sowie die Drogeriekette Budnikowsky, die zu Beginn und zur Halbzeit des Schuljahres mehrmonatige Sonderaktionen mit einem breiten Angebot an umweltfreundlichen Schulheften durchführt. Schulhefte mit dem Blauen Umweltengel gibt es auch bei der Werkstatt für umweltfreundliche Produkte (WUP) in Bahrenfeld und im Ottensener Schreibwarenladen Christine Bruhn, Papier + Design. Weitere Tipps zum Schulhefte-Kauf in Hamburg finden sich im Internet unter www.vzhh.de und www.robinwood.de.

Die Ausstellung ist ab 21. November bis 16. Dezember montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei.


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