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Aktuell
Waldbrandgefahr in Schweiz
Mittwoch, 23. November 2005
Lokale Waldbrandgefahr in der Schweiz
Bern (sda) - Seit drei Wochen ist in der Schweiz kaum mehr Regen gefallen. Im ganzen Land besteht lokale Waldbrandgefahr, die durch Föhn und Bise verstärkt wird.
Das Tessin erliess gar ein absolutes Feuerverbot. Aus den Kantonen der Alpennordseite lägen keine Meldungen vor, sagte Adrian Aeschlimann, Sprecher des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das BUWAL gehe deshalb von einer lokalen Waldbrandgefahr aus. Neben der Trockenheit verstärkten Föhn oder Bise derzeit die Gefahr.
Heikle Lage im Tessin
Am heikelsten ist die Lage im Tessin, wie Marco Conedera, Leiter der Station Bellinzona der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), bestätigte. Das feuchte Laub und die geringe Sonneneinstrahlung würden die Gefahr indes mindern. In den vergangenen Tagen war es zu mehreren Bränden gekommen, die durch die Trockenheit begünstigt wurden: In Niederurnen GL brannte am 16. November ein Ferienhaus bis auf die Grundmauern nieder. Am 14. November kam es zu Waldbränden oberhalb von Silenen UR und in Näfels GL. In der Nähe von Siders VS wurde zudem am 12. November eine Waldfläche von etwa drei Fussballfeldern ein Raub der Flammen.
Wenig Niederschläge
Seit Anfang Monat bis zum 20. November fielen in der Schweiz ausserordentlich wenig Niederschläge, wie ein Sprecher von MeteoSchweiz sagte. Am meisten Regen wurde mit 37,4 Millimeter noch in Montreux VD gemessen. Doch auch dieser Wert entspricht lediglich 33 % des Normwerts für den November. Ausgewirkt hat sich dies auch auf die Pegelstände der Seen und Flüsse. Diese seien für die Jahreszeit niedrig, sagte Christian Koch vom Bundesamt für Wasser und Geologie. Pegelstände dieser Art seien nicht unüblich, träten aber normalerweise im Januar oder Februar auf.
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