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Schweizer Amphibien und Reptilien gefährdet

29. November, 2005

Drei Viertel der Amphibien- und Reptilienarten gefährdet

Bern. AP/baz. Rund drei Viertel der Amphibien- und Reptilienarten in der Schweiz sind gefährdet. Dies zeigen die vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) am Dienstag veröffentlichten Roten Listen. Um die Lebenssituation bedrohter Arten zu verbessern, müssten deren Lebensräume besser geschützt werden.

Von den 20 Amphibienarten der Schweiz stehen 14 auf der Roten Liste, wie das BUWAL weiter mitteilte. Der Laubfrosch ist potenziell vom Aussterben bedroht. Einzig beim äusserst seltenen italienischen Springfrosch wurde eine Bestandeszunahme nachgewiesen. Bei den 19 in der Schweiz vorkommenden Reptilienarten sind 15 auf der Roten Liste. Drei Arten, die Sumpfschildkröte, die Vipernatter und die Juraviper, sind akut vom Aussterben bedroht.

Die grösste Bedrohung für Amphibien ist das anhaltende Verschwinden von Kleinstlebensräumen, so genannter Mikrohabitate. Für einen besseren Amphibienschutz empfiehlt das BUWAL eine Reihe von Massnahmen. So müsse insbesondere die Fliessdynamik wieder hergestellt werden, wodurch in der Nähe von See und Bachufern zeitweise überflutete Gebiete entstünden. Auch für den Schutz der Reptilien gelte es, ihre Lebensräume zu erhalten. Insbesondere müssten besonnte Mikrobiotope wie Trockenmauern, Baumstrünke oder Ast- und Steinhaufen in Stand gesetzt beziehungsweise neu errichtet werden.


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