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Aktuell

Weniger Spenden für WWF Österreich

WWF Bilanz -Katastrophen, Umbruch und Erfolge

Die Experten des WWF greifen dem gescheiterten Minister Pröll hier gerne unter die Arme und stellen ihr Fachwissen zur Verfügung.

WWF Österreich, 8.12.2005

Ein dreiviertel Jahr nach ihrem Antritt legt DI Dr. Hildegard Aichberger einen Jahresrückblick vor. Das vergangene Kalenderjahr war von einer Reihe von Naturereignissen geprägt, die sich teilweise massiv auf die Arbeit des WWF auswirkten. Aufgrund der Tsunami-Katastrophe musste die Organisation deutliche Spendeneinbrüche hinnehmen. Dem gegenüber standen aber auchüberdurchschnittliche Erfolge für den Natur- und Umweltschutz, wie zum Beispiel das in Kraft treten des Kyoto-Protokolls, neue Schutzgebiete oder weit reichende Durchbrüche im Bereich des Waldschutzes. "Gemeinsam mit einem hoch motivierten Team möchte ich unsere Organisation wieder zu neuer Stärke führen!" freut sich Aichberger über die herausfordernde Aufgabe und bittet gleichzeitig um Unterstützung, "Ich möchte die Menschen in Österreich mit der Qualität unserer Arbeit und unserem Engagement überzeugen."

Einbruch und Aufbruch - Gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit wurde Aichberger mit massiven Einbrüchen bei den Spendeneinnahmen konfrontiert. Während Sozialorganisationen in Österreich Gelder in Millionenhöhe lukrierten und teilweise zum Spendenstopp aufrufen mussten, hatten Umweltorganisationen finanziell schwer zu kämpfen. "Wir konnten die Einbußen durch unsere Rücklagen auffangen und so unsere Projekte erfolgreich weiterführen", so Aichberger weiter. Langfristig müsse der WWF aber nun auf die Gewinnung neuer UnterstützerInnen setzen. Nach einer "Werbepause" von fast fünf Jahren, wird der WWF deshalb im nächsten Jahr wieder verstärktöffentlich sichtbar sein. Ein Zusammenschluss verschiedener Werbe- und Marketing-Agenturen (u.a. Jung von Matt/Donau) wird der Organisation dabei "pro bono" zur Seite stehen.

Globale Erfolge im Umweltschutz - Die Unterzeichnung des Kyotoprotokolls durch Russland ist einer der bedeutendsten Lobbying-Erfolge der weltgrößten Umweltorganisation WWF. Auch in Österreich tun sich damit viele Möglichkeiten für den Klimaschutz auf. Die Experten des WWF greifen dem gescheiterten Minister Pröll hier gerne unter die Arme und stellen ihr Fachwissen zur Verfügung. Große Erfolge gibt es auch bei nachhaltigen Waldprojekten - Tausende Hektar Wald in Mittel- und Osteuropa wurden im Vorjahr auf Betreiben des WWF Österreich mit dem Gütesiegel FSC ausgezeichnet und sind damit vor Raubbau geschützt. Und auch der heimische Artenschutz kam nicht zu kurz. Der WWF verhinderte zum Beispiel ein absurdes Projekt des NÖ Landesjagdverbandes, der gefährdete Greifvögel zu "Forschungszwecken" abschießen wollte.


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