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SDW-Preis für Sachsen

Vorbildhaftes Engagement für den Wald gewürdigt

Freistaat Sachsen erhält "Goldene Tanne" der SDW für Bodenschutzkalkung zur Zukunftssicherung des deutschen Waldes

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, 16.12.2005

Stanislaw Tillich, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, wird am 16. Dezember 2005 stellvertretend für den Freistaat Sachsen vom Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Dr. Wolfgang von Geldern, mit dem Ehrenpreis "Goldene Tanne" ausgezeichnet.

"Sachsen zeigt seine Verantwortung für den kritischen Zustand des Waldes und führt Bodenschutzkalkungen im erforderlichen Maße durch", so Dr. Wolfgang von Geldern, Staatssekretär a.D., in seiner Laudatio bei der Übergabe der Auszeichnung in der Dresdener Staatskanzlei.

In Sachsen wurden in diesem Jahr 16.438 ha Waldfläche gekalkt. Die Kosten dafür betrugen über 4 Millionen Euro. Damit wurden seit 1992 mehr als zwei Drittel der sächsischen Waldfläche gekalkt. Die neuen Waldschadenszahlen - sowohl in Sachsen als auch bundesweit - zeigen, dass der Wald auch bei günstigen Rahmenbedingungen seine Fähigkeit verloren hat, sich zu regenerieren. Der immer noch zu hohe Schadstoffanteil in der Luft und die starke Versauerung der Böden sind weiterhin die Hauptursachen für die Schädigung der Bäume.

Angesichts dieser Tatsache sind die zukunftsweisenden Entscheidungen der sächsischen Staatsregierung in besonderer Weise herauszuheben und sollten von den übrigen Bundesländern übernommen werden.

Die SDW will u.a. mit dieser Auszeichnung erreichen, dass die übrigen Länderregierungen ihre langfristige Verantwortung gegenüber dem Wald und den Menschen erkennen und für die einzige Möglichkeit der Soforthilfe die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellen.

Die SDW fordert deshalb die 100%ige Förderung der Waldkalkung, da vor allem die Privatwaldbesitzer den Finanzbedarf nicht alleine "schultern" können.

Da die Gesellschaft für die Schäden in den Wäldern verantwortlich ist, ist eine vollständige Finanzierung der Schadenskompensierung durch die öffentliche Hand gerechtfertigt.

Im Jahr 2005 werden voraussichtlich insgesamt lediglich ca. 200 000 t Naturkalk zur Kompensation von Säuren im Waldboden ausgebracht. Spitzenreiter Sachsen streute alleine über 61.700 t, Baden-Württemberg ca. 60 000 t, während in anderen waldreichen Ländern, wie z.B. in Bayern und Thüringen in diesem Jahr keine Kalkung durchgeführt wurde.


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