Aktuell


Holzboom in Rh.-Pfalz

Holz boomt.

Die Nachfrage nach Sägeholz, Industrieholz und Brennholz ist enorm.

Ministerium für Umwelt und Forsten - Rheinlandpfalz (MUFVRLP), 16.11.06

Große private Waldflächen in Rheinland-Pfalz werden aber nicht bewirtschaftet, denn viele der rund 300.000 rheinland-pfälzischen privaten Waldbesitzenden haben Pflege und Nutzung ihres oft klein parzellierten Waldstückes aufgegeben.

Damit dies nicht so bleibt, gehen Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Kreiswaldbauverein Ahrweiler in einem Pilotprojekt neue Wege.

Heute unterzeichneten Forst-Staatssekretärin Jacqueline Kraege und Philipp Freiherr von Boeselager, Vorsitzender des Kreiswaldbauvereins Ahrweiler, in Mainz die Vereinbarung für das Kooperationsprojekt. Die Forstämter Ahrweiler und Adenau, vertreten durch die Forstamtsleiter Martin Kaiser und Hans-Joerg Pohlmeyer, und der Kreiswaldbauverein Ahrweiler wollen bei den Waldbesitzern Interesse wecken an der Waldbewirtschaftung und am Holzverkauf.

'Landesforsten unterstützt schon lange die Zusammenschlüsse privater Waldbesitzender zu Waldbauvereinen', stellt Forst-Staatssekretärin Jacqueline Kraege fest. 'Jetzt wollen wir gemeinsam unsere Bemühungen intensivieren, damit der nachwachsende Rohstoff Holz noch stärker genutzt wird. Zugleich geht es darum, den oftmals forstwirtschaftlichen Laien aufzuzeigen, wie Nachhaltigkeit im Wald praktisch umgesetzt wird und wie sie selbst davon profitieren.'

In Rheinland-Pfalz besitzen 300.000 Eigentümer rund 150.000 Hektar Wald. Der Kleinprivatwald besteht aus kleinen Parzellen, ist teilweise schlecht erschlossen und oft sind die Eigentumsverhältnisse unklar. Das Gemeinschaftsforstamt gibt den Kleinwald-Besitzern kostenlos Unterstützung und wirkt bei der Bewirtschaftung ihres Privatwaldes mit. Die Kreiswaldbauvereine arbeiten eng mit den Gemeinschaftsforstämtern zusammen.

Im Rahmen des neuen Projektes wird Landesforsten die Zusammenstellung von Bewirtschaftungsblöcken und die Erhebung von Flächen- und Eigentümerangaben ebenso unterstützen wie die Vermarktung der Hölzer. Der Kreiswaldbauverein erhält Beratung bei der Entwicklung eigener technischer sowie biologischer Produktion; hierfür stellt Landesforsten mit Winand Schmitz und Dietmar Ebi den Forstämtern zusätzlich zwei engagierte Forstleute zur Seite.

Der Kreiswaldbauverein stellt mit dem Haus des Waldes in Adenau das räumliche Zentrum des Kooperationsprojektes bereit. Zu den verschiedenen Aufgaben gehört auf seiner Seite unter anderem der Abschluss von Bewirtschaftungsvereinbarungen mit den Waldbesitzern und die Erfassung des Interesses, aber auch von Wünschen der Waldbesitzer an die Zusammenarbeit.

Kraege: 'Das neue Projekt ist erst ein Anfang. Die gemachten Erfahrungen werden in die Fortentwicklung der Privatwaldbetreuung überall in Rheinland-Pfalz einfließen.' Das Projekt ist bereits angelaufen. In einem ersten Bewirtschaftungsblock in Niederadenau wurden auf diese Weise 3500 Festmeter Holz genutzt.




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