AktuellForschung im Kellerwald
Wald gesund oder belastet?Forschungseinrichtung im Nationalpark offiziell in Betrieb genommenVon Robin Lipke, HNA-Online, 7.12.06 Edertal. Das kleine Areal mit den weißen Trichtern und orangefarbenen Röhren sieht etwas verwirrend aus. Aus gutem Grund. Die Fläche am Peterskopf im Nationalpark Kellerwald-Edersee wird Forschungszwecken dienen, um die Umwelteinflüsse auf das Waldökosystem zu untersuchen. Gestern wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen. "Wir haben hier optimale Bedingungen, um vernünftige Untersuchungsergebnisse zu erzielen", sagte der Nationalparkleiter, Peter Gaffert. Siebte Station in Hessen Was genau wird unter die Lupe genommen? "Luftverunreinigungen sowie klimatische und andere Stressfaktoren und deren Einfluss auf den Wald", erklärte Dr. Henning Meesenburg von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt aus Göttingen (NW-FVA). Gemeinsam mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie und dem Nationalparkamt betreibt die NW-FVA diese Einrichtung. Es ist die siebte in Hessen. Den Wissenschaftlern gehe es vor allem um eine Langzeitbeobachtung. Die Messstation wurde für das europaweite so genannte Level-II-Programm auf Dauer installiert. "Uns interessiert, welche Nähr- und Schadstoffe in die Wälder hineingetragen werden", sagte Meesenburg. Aber auch, welche Art von Stoffen aus dem Wald hinausgehen. Dafür werden Wasserproben entnommen, Regenwasser aufgefangen, Blätter, Äste und Früchte gesammelt und anschließend analysiert. Letztendlich wollen die Forscher damit herausfinden, ob der Wald gesund oder belastet ist. Nationalparkmitarbeiter Gerhard Wenzel entnimmt im 14-tägigen Rhythmus die Messproben und leitet sie zur Auswertung an die NW-FVA weiter. "Uns geht es auch darum, diese recht schwierige Materie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen", sagte der Nationalparkleiter. » zurück |
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