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Aktuell
Bedrohte Arten in Deutschland
Samstag, 27. Oktober, 01:05 Uhr
Viele Tiere und Pflanzen in Deutschland weiter gefährdet
Berlin (ddp). Trotz erster Erfolge beim Schutz der Natur ist in Deutschland das Überleben vieler Tiere, Pflanzen und Lebensräume noch immer stark gefährdet. Dies geht aus dem Entwurf des ersten Berichts der Bundesregierung zur Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU hervor, wie die «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe) schreibt. Laut Bericht sind mehr als die Hälfte der untersuchten hiesigen Tier- und Pflanzenarten in einem schlechten oder unzureichenden Zustand. Das betrifft zum Beispiel die Sumpfschildkröte, den Lachs und den Wolf. Bei knapp 20 Prozent der Arten ist der Zustand dagegen günstig, etwa beim Seehund in der Nordsee oder beim Alpenbock.
Bei den untersuchten Lebensräumen ist die Bilanz schlechter. Rund 70 Prozent der Wälder, Dünen, Moore oder Seen sind demnach in einem schlechten oder unzureichendem Zustand. Dazu gehören die Gletscherregionen in den bayerischen Alpen. Für ein Viertel der Lebensräume gibt der Bericht dagegen grünes Licht. Darunter befinden sich die Buchenwälder des Landes.
In dem Bericht wurden erstmals mehr als 200 besonders gefährdete Tier- und Pflanzenarten und 90 Lebensräume in Deutschland untersucht und bewertet. Dabei wurden die derzeitige Lage der Natur mit jener zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der FFH-Richtlinie 1994 verglichen. Die Ergebnisse sollen in Kürze veröffentlicht werden und noch in diesem Jahr an die EU-Kommission in Brüssel weitergeleitet werden. Die Bundesregierung ist künftig verpflichtet, alle sechs Jahre einen solchen Bericht vorzulegen.
Samstag, 27. Oktober, 13:56 Uhr
Viele Pflanzen und Tiere in Deutschland weiterhin gefährdet
Berlin (AFP) - Tiere wie der Wolf oder die Sumpfschildkröte, viele Pflanzen und Lebensräume wie die bayrischen Gletscherregionen sind in Deutschland nach wie vor stark gefährdet. Dies geht aus dem Berichtsentwurf der Bundesregierung zur EU-Richtlinie Flora-Fauna-Habitat hervor, aus dem die "Berliner Zeitung" berichtet. Bund und Länder untersuchten in den vergangenen Jahren demnach mehr als 200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie 90 Lebensräume wie Wälder, Moore und Seen.
Der Zustand von mehr als der Hälfte der begutachteten Pflanzen und Tiere wurde demnach mit schlecht oder unzureichend bewertet. Dies bedeutet dem Berichtsentwurf zufolge, dass ihr langfristiges Überleben noch nicht gesichert ist. Als Beispiel wird der Biber genannt, der zwar zunehmend wieder heimisch in Deutschland geworden ist, dies aber nur in einigen Regionen. Nur für rund ein Fünftel der untersuchten Arten sind die Aussichten laut "Berliner Zeitung" günstig. Die Bestände beim Nordsee-Seehund oder beim Alpenbock etwa hätten sich in den vergangenen Jahren merklich verbessert.
Bei den Lebensräumen sieht die Bilanz dem Berichtsentwurf zufolge ebenfalls eher negativ aus. 70 Prozent der untersuchten Wälder und Seen, Moore, Höhlen und Sümpfe seien in einem schlechten oder unzureichendem Zustand. Ein besonders anschauliches Beispiel seien die Gletscherregionen in den bayerischen Alpen, denen der Klimawandel zu schaffen macht. Zufriedenstellend dagegen sei die Lage etwa von Buchenwäldern, die sich dank Naturschutzmaßnahmen in vielen Regionen erholt hätten.
Die Richtlinie Flora-Fauna-Habitat (FFH) der EU trat 1994 in Kraft. Danach müssen die Mitgliedstaaten Schutzgebiete ausweisen und regelmäßig eine Bilanz ihrer Schutzmaßnahmen nach Brüssel melden. Der erste derartige Bericht der Bundesregierung liegt laut der Zeitung nun im Entwurf vor. In Deutschland sind rund 9,3 Prozent der Fläche als schutzwürdige Gebiete ausgewiesen.
Freitag, 26. Oktober, 10:57 Uhr
Nerze sind Gefahr für heimische Natur
Halle (ddp-lsa). Die bei Grabow von Unbekannten frei gelassenen mehr als 10 000 Zuchtnerze sind nach Einschätzung des Landesbeauftragten für den Artenschutz, Wolfgang Wendt, eine Gefahr für die heimische Natur. Vor allem Niederwild werde von den Nerzen erlegt. «Wenn die Nerze nicht gejagt werden, haben wir im nächsten Jahr ein Naturschutzproblem», sagte Wendt am Freitag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.
Der Landkreis sollte gleich am Wochenende eine Jagd in der Umgebung der Nerz-Farm organisieren. Damit könnten die Jäger den Schaden begrenzen und mehr als 90 Prozent der Tiere erlegt werden. Nerze gelten laut Landesjagdgesetz als Wild. Nerze lebten in Sachsen-Anhalt bereits in der Natur. Aus Farmen ausgebrochene einzelne Tiere hätten sich weiter vermehrt, sagte Wendt.
Bei Autounfällen mit einzelnen Nerzen gebe es zumeist «nicht einmal einen Lackschaden», sagte Wendt. Die Tiere seien kleiner als eine Katze. Bei Haustieren könnte freilaufendes Geflügel wie Hühner, Enten und Gänse Beute von Nerzen werden.
Mehr als 10 000 Nerze sind in der Nacht von Unbekannten aus einer Zuchtanlage bei Grabow (Landkreis Jerichower Land) freigelassen worden. Die Umfriedung wurde zerstört. Die Tiere sind nun voraussichtlich nördlich der A 2 (Hannover-Berlin) unterwegs, wie das Landratsamt mitteilte. Fahrzeugführer sind zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgefordert. Haustiere sollten eingeschlossen werden.
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