AktuellSchäden durch Miniermotten
Freitag, 2. November, 13:49 Uhr Miniermotte weniger schädlich als bisher gedachtBraunschweig (ddp). Die Rosskastanienminiermotte ist für die befallenen Bäume offenbar weniger schädlich als bisher gedacht. Zwar würden die Blätter der Rosskastanie braun und welkten, doch bleibe der Holzzuwachs gleich, sagte die Biologin Heike Ruhnke von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Braunschweig der Nachrichtenagentur ddp. Auch die Fotosynthese werde nur minimal durch die gefräßigen Schädlinge gestört. Allerdings seien das Erkenntnisse von Kurzzeitmessungen. Es gebe noch keine Langzeitstudien.Ruhnke zufolge ist ein Befall durch die Rosskastanienminiermotte für den Laubbaum jedoch ein Stressfaktor. «Falls weitere Stressfaktoren wie Trockenheit oder Pilzbefall hinzukommen, nimmt die Rosskastanie Schaden», sagte die Naturwissenschaftlerin. Nach Angaben der Biologin sind die Minimiermotten deutschlandweit zu finden. Auch in Europa hätten sie sich bis auf Skandinavien überall ausgebreitet. Allerdings richteten sie die Schäden nur bei der Weißblütigen Rosskastanie an. Bei der Roten Rosskastanie sterben die Larven der Miniermotte Ruhnke zufolge aus bisher unbekannten Gründen. «Die einfachste Art, diese Kleinschmetterlinge zu bekämpfen, ist das Laubsammeln», sagte Ruhnke. Das sei preiswert und wirkungsvoll. Ein Pilotprojekt in Braunschweig, bei dem Pheromone eingesetzt wurden, sei bisher leider weniger erfolgreich verlaufen. Auch der Einsatz von Schlupfwespen habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Allerdings scheinen Ruhnke zufolge seit einiger Zeit Meisen Geschmack an den Miniermotten gefunden zu haben. » zurück |
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