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Leipziger Tropenhalle

Leipzig baut sich ’nen eigenen Urwald - Für 49,5 Millionen Euro

sz-online, 29.11.07

LEIPZIG - Baustart für das nächste Leipziger Großprojekt: Am Zoo der Messestadt haben gestern die Arbeiten an einer riesigen Tropenhalle begonnen. Bis 2009 entsteht im „Gondwanaland“ ein 16 000 Quadratmeter großes Stück Urwald, der einmal über 40 Tierarten beherbergen soll. Selbst die Dinosaurier kehren zurück.

Sie strahlten wie kleine Jungs und schaufelten, was das Zeug hielt. Auf schwerem Gerät starteten Leipzigs OB Burkhard Jung und Zoo-Chef Dr. Jörg Junhold gestern Mittag die Bauarbeiten zu einer neuen Attraktion der Messestadt. Auf einer gut anderthalb Fußballfelder großen Industriebrache gleich neben dem Tiergarten wird in den nächsten zwei Jahren das „Gondwanaland“ wiederauferstehen. Jener Urkontinent, der vor rund 100 Millionen Jahren auseinanderbrach, sich in Südamerika, Afrika, Australien, Indien und die Antarktis teilte.

Das Konzept: Die Besucher sollen in der 34 Meter hohen Halle die Tier- und Pflanzenwelt dieser Erdteile erkunden. Und das nicht nur auf verschlungenen Dschungelpfaden, sondern auch per Boot, in einem Erdgraben und über den Baumwipfeln. Mehr als 40 Tierarten will der Zoo hier ansiedeln, darunter Tapire, Riesenotter, Raubtiere, Nashörner und seltene Vogelarten. Auch längst ausgestorbene Urtiere wie die Dinosaurier sollen wiederauferstehen. Modernste Multimedia-Technik macht’s möglich.

Die laut Zoo-Chef Junhold „europaweit einzigartige Tropenhalle“ ist mit Baukosten in Höhe von 49,5 Millionen Euro veranschlagt. Rund die Hälfte der Summe steuert das Land bei, die Stadt übernimmt 6,5 Millionen. Den Rest finanziert der Zoo über Kredite und Eigenmittel.







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