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Waldzustand in SA

Schäden am Wald nehmen weiter ab

Wernicke: Bäume haben sich erholt
Noch immer Aufräumen nach «Kyrill»


Mitteldeutsche Zeitung, 17. Dezember, 2007

Magdeburg/MZ/gau. Die Wetterkapriolen der ersten Jahreshälfte beäugten Forstexperten lange mit Sorge, doch am Montag konnte Landes-Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) offiziell mit dem "Waldzustandsbericht 2007" Gutes melden: Sachsen-Anhalts Wälder, die immerhin ein Viertel der Landesfläche ausmachen, erholen sich weiter. "Gegenüber den beiden Vorjahren hat sich der Kronenzustand der Waldbäume verbessert. Der Wald ist wieder auf dem Niveau Ende der 90er Jahre", so Wernicke. Allerdings böten einzelne Baumarten weiter Anlass zur Sorge. Zudem beschäftigen die Forstleute immer noch die Folgen von "Kyrill".

Der verheerende Sturm hatte zu Beginn des Jahres erhebliche Schäden in den Wäldern des Landes angerichtet, vor allem im Harz und im Fläming. 1,3 Millionen Festmeter Holz habe der Sturm insgesamt umgeworfen, so Wernicke. Die Aufräumarbeiten dauern immer noch an und werden wohl erst im nächsten Sommer abgeschlossen sein. Zudem müssen noch 2 000 Hektar Wald aufgeforstet werden. Auch das eine Mammutaufgabe, die voraussichtlich erst 2011 abgeschlossen sein wird.

Die Erholung der von Kyrill verschonten Bäume führte Wernicke auf die klimatischen Bedingungen in diesem Jahr zurück. Dabei begünstigte der besonders warme und trockene April zwar eine starke Verbreitung des Schädlings Borkenkäfer. Doch das habe der viele Regen im Laufe von Sommer und Herbst wieder ausgeglichen. Davon hätten vor allem Kiefern und Fichten profitiert, die am meisten verbreiteten Baumarten in Sachsen-Anhalt. Die langsamer wachsenden Eichen hingegen befänden sich in schlechterem Zustand, so Wernicke. Von den Bäumen, die jünger als 60 Jahre sind, hätten nur vier Prozent Schäden an der Krone. Doch bei den älteren Eichen seien es 63 Prozent mit Schäden. Dieser Zustand sei "nicht befriedigend", so Wernicke. Als Schäden an den Baumkronen erfassen die Experten ungewöhnliche Lücken im Blätterdach oder auch unnatürliche Verfärbungen von Blättern.

Um den Wäldern des Landes eine weitere Erholung zu ermöglichen, müsse die Belastung der Böden mit Stickstoff und anderen sauren Schadstoffen verringert werden, so Wernicke. Sie forderte, dass die Landwirte künftig weniger Gülle auf die Felder ausbringen und stattdessen in Biogasanlagen verwerten sollten.







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