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Fichten im NP Harz

Samstag, 22. Dezember, 04:32

Die Fichte verschwindet im Nationalpark Harz

Wernigerode (ddp-lsa). Die reinen Fichtenbestände der unteren Lagen im Nationalpark Harz gehen aufgrund zunehmender Stürme und einer starken Borkenkäferpopulation nachhaltig zurück. «Die Fichte wird dort in einigen Jahren verschwunden sein», sagte Hans-Ulrich Kison, stellvertretender Leiter des Nationalparks, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.

Nach dem Wirbelsturm «Kyrill» im Januar hätten in den Bereichen der Waldentwicklungszone die betroffenen Bestände vor einer drohenden Käferexplosion geschützt werden müssen. «Die befallenen Bäume mussten entastet, zugeschnitten und abgefahren werden, ehe der Käfer auf gesunde Bäume übergreifen konnte», sagte Kison. Die einzige Alternative sei der Einsatz von Giften, der vom Nationalpark aber abgelehnt werde.

Die Fichten seien durch die trockenen Jahre 2005 und 2006 bereits geschwächt gewesen, ehe der Wirbelsturm rund 64 000 Festmeter des Bestandes beschädigte. Weitere rund 55 000 Festmeter Fichtenbestand seien dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Ein Festmeter entspreche einem Kubikmeter fester Holzmasse.

In den unteren Lagen des Harzes sollten nun Laubhölzer wie die Buche angebaut werden, um einen ökologisch stabilen Wald zu ermöglichen. «Um dafür Zeit zu gewinnen, muss die Ausbreitung des Käfers in den kommenden Jahren gebremst werden», sagte Kison. Der Borkenkäfer befällt geschwächte Fichten, gräbt sich unter deren Rinde und ernährt sich von ihrem Bastgewebe.







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