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Aktuell
Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
Müller: Umweltverbände müssen ihr Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung stärker einbringen
BMU Pressemitteilung, 2.6.08
Auf Einladung des Bundesumweltministeriums diskutieren heute rund 30 Vertreter von Umweltverbänden den Entwurf der Bundesregierung zur Weiterentwicklung ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Mittelpunkt dieses Fortschrittsberichts 2008 stehen die Themen "Klima und Energie" sowie "Schritte zu einer nachhaltigen Rohstoffwirtschaft". Die ganztägige Sitzung wird vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, geleitet.
Bei der Eröffnung betonte Müller: "Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung rückt im Gegensatz zur heutigen (Un-)Kultur der Schnelllebigkeit die langfristige gesellschaftliche Gesamtentwicklung wieder ins Zentrum des Handelns. Nachhaltigkeit ist die notwendige Antwort auf drängende globale Herausforderungen wie der abnehmenden Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe. Statt kurzfristig wirkendem Laborieren an Symptomen müssen wir dauerhaft funktionierende Lösungen finden, die sowohl die ‚Gesundheit’ der ökologischen Systeme und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft, als auch die wirtschaftliche Stabilität garantieren. Wir stehen am Beginn einer erneuten großen Transformation."
Die Tatsache, dass Umweltthemen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Debatten rückten, sollten die Umweltverbände aktiv zur Mitgestaltung sozialen Fortschritts nutzen, betonte Müller. Hierbei gehe es darum, in der Gesellschaft neue Anschlusspunkte für Umweltthemen zu suchen und sie so für die ganz alltäglichen wirtschaftlichen und sozialen Anliegen der Bürger zu öffnen. Müller verwies auf das Erfahrungswissen und die soziale Stärke der Umweltverbände, die sie bereits in ihrer Funktion als Plattformen für ehrenamtliche Tätigkeit und soziales Engagement, als Bildungsträger und Ausbilder beweisen. Dieses Potenzial müssten die Umweltverbände für die Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung - auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels - stärker nutzen und ihre Rolle in der Gesellschaft stärken.
Der Entwurf des Fortschrittsberichts ist unter www.dialog-nachhaltigkeit.de einsehbar. Bis zum 27. Juni sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, eigene Vorschläge zur Weiterentwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie einzureichen.
Sigmar Gabriel: Unternehmen müssen sich auf Nachhaltigkeit einstellen
Neue Broschüre "Megatrends der Nachhaltigkeit
BMU Pressemitteilung, 3.6.08
Globale Veränderungen werden das Leben in diesem Jahrhundert dramatisch beeinflussen. Trends wie die Klimaerwärmung und Ressourcenknappheit verändern die Rahmenbedingungen unseres Alltags und unser Wirtschaften. Wer künftig ökonomisch erfolgreich sein will, muss sich den veränderten Realitäten stellen: Klimaschutz, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften müssen ebenfalls zu regelrechten Megatrends werden. In der Broschüre "Megatrends der Nachhaltigkeit" des Bundesumweltministeriums werden die Chancen und Risiken, die sich mit diesen Megatrends für Unternehmen verbinden, dargestellt.
Unternehmen sollten die Megatrends in ihrer Strategie berücksichtigen, so mögliche Risiken meiden, neuen Chancen nutzen und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. "Es ist nicht mehr die Frage, ob die genannten globalen Veränderungen und Herausforderungen überhaupt Auswirkungen auf die Unternehmen haben werden – die Frage ist nur noch wann sie eintreten und wie sie im Detail aussehen werden. Deshalb müssen unsere Unternehmen sich darauf einstellen", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.Mit neuen Technologien, Produkten und Lösungen, die diese Entwicklungen aufgreifen, können Unternehmen – so das Fazit der Publikation – auf dem Markt erfolgreich sein und gleichzeitig dazu beitragen, unerwünschte gesellschaftliche Folgen abzumildern. Chancen eröffnen sich für innovative Unternehmen vor allem in den "grünen" Zukunftsmärkten, die derzeit als Folge von Megatrends der Nachhaltigkeit entstehen.
BMU-Broschüre: Megatrend der Nachhaltigkeit - Unternehmensstrategie neu denken
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