AktuellProtest gegen FSC
FSC täuscht die ÖffentlichkeitGlobal Forests Coalition/WRM Pressemiteilung, 28. Mai 2008Am 28. Mai haben Aktivisten der Global Forests Coalition und des World Rainforest Movement (WRM) auf eier Veranstaltung des FSC gegen die Zertifizierung von Holzplantagen demonstriert. Sie hielten ein Plakat mit de Aufschrift „FSC: Stop Certifying Monoculture Trees Plantations“ (`Stoppt die Zertifizierung von Monokultur-Baumplantagen´). Ana Filippni vom WRM verlas dazu Auszüge eines Statements. Ziel der Aktion war es, auf die Probleme hinzuweisen, die mit der Zertifizierung von Holzplantagen verbunden sind. Nach Ansicht der Aktivisten unternimmt der FSC zuwenig, um die negative Folgen der von ihm zertifizierten Plantagen für Umwelt und Bevölkerung zu vermeiden. Nachdem sie 45 Minuten lang den wohlformulierten Reden des Podiums zugehört hatten, das die Qualität und Zukunft des FSC in schöen Farben darstellte, sorgten ein gutes Dutzend Aktivisten dafür, dass eine rege Diskussion aufkam. Diese wurde vom Moderator der Veranstaltung nach einiger Zeit unterbunden, was durchaus der begrenzten Zeit geschuldet war, wenngleich sich Teilnehmer des Podiums bemühten, auf einige unkritische Fragen anderer Besucher ausführlich zu antworten. Auch drei Mitarbeiter von Pro REGENWALD nahmen an der Aktion teil und verteilten das Statement an einige Podiumsteilnehmer. Statement „Nach den Prinzipen des Forest Stewardship Council beinhaltet Forstzertifizierung eine ausgewogene Balance zwischen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen. Die Anforderungen des FSC beinhalten alle Kernelemente der UN Konvention über biologische Vielfalt. Sie werden dank der FSC Zertifizierung in über 100 Millonen Hektar Wald weltweit erfolgreich umgesetzt." Diese Aussagen steht auf der FSC-Sonderwebseite „FSC auf der UN Konferenz über biologische Vielfalt.“ Was dort nicht steht ist, dass in den angegebenen 100 Millionen Hektar auch mehrere Millionen Hektar Monokultur-Baumplantagen enthalten sind, die fälschlicherweise als „Wälder“ zertifiziert wurden. Zugleich wird die Tatsache unterschlagen, dass soziale und ökologische Bewegungen aus aller Welt seit Jahren Baumplantagen anprangern und den FSC dazu aufgefordert haben, deren Zertifizierung einzustellen, weil sie unter anderem Biodiversität zerstören. Dies zeigt, dass der FSC mit seiner Aussage die CBD in die Irre führt. Seien es Eukalyptus-, Kiefern-, Akazien- oder Ölpalmplantagen: solche großflächigen Monokulturen dienen meist dazu, die Konsumenten im Norden mit wachsenden Mengen an Rohstoffen zu versorgen, die aus den Ländern des Südens unter riesigen sozialen und ökologischen Kosten heranusgeholt werden. Örtliche Gemeinschaften werden vertrieben, um Platz zu schaffen für endlose Reihen identischer Bäume, die andere Lebensformen der Gegend verdrängen. Diese Plantagen zerstören nicht nur die biologische Vielfalt, sondern sie plündern und verschmutzen auch Wasservorräte und degradieren die Böden. Menschenrechtsverletzungen sind „RIFE“ (?), das beinhaltet sowohl den Verlust von Existenzen und Vertreibung und reicht bis zu Repression und sogar Gewalt und Mord. Örtliche Gemeinschaften, die sich gegen großflächige Monokultur-Baumplantagen wehren, sehen sich nicht nur mit Regierungen und Konzernen konfrontiert. Sie müssen sich nun auch mit dem zusätzlchen Problem herumschlagen, dass die selben Plantagen dank der FSC-Zertifizierung glaubwürdiger geworden sind. Tatsache ist aber, dass in jenen Millionen von Hektaren zertifizierten Plantagen auf der ganzen Welt gegen die meisten Kernelente der Konvention über die biologsiche Vielfalt verstoßen wird. Die FSC-Zertifizierung von Plantagen ist symptomatisch für die Dominanz von Konzerninteressen im FSC. Dessen Glaubwürdigkeit wird in zunehmender Weise durch die Zertifizierung solcher und anderer zerstörerischer Projekte untergraben. Heutzutage werden die Entscheidungen des FSC von Konzerninteressen bestimmt, welche die Verbraucher davon überzeugen wollen, dass man mehr Holz kaufen sollte um Gutes für Biodiversität zu tun. Dies untergräbt die Anstrengungen von Umweltorganisationen, die die Verbraucher über die Notendigkeit infomieren, den Verbrauch von Produkten zu verringern. Plantagen sind keine Wälder und der FSC sollte sie nicht zertifizieren. FSC sollte damit aufhören, ein Instrument von Konzerninteressen zu sein. Übersetzung: László Maráz, Pro REGENWALD » zurück |
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