|
 |
|
Aktuell
Klimaerwärmung bestätigt
Geologen bestätigen Klimaerwärmung
Greenpeace-Online, 24.10.03
Geowissenschaftler haben bestätigt, dass dermassive Ausstoß von
Kohlendioxid und Methan zur Klimaerwärmung führt. Grundlage ihrer
Aussage ist ein Anstieg der Wassertemperaturen auf der Erde vor 55
Millionen Jahren. Die neue Studie bestätigt bisherige Modellrechnungen
von Klimaforschern.
Die Wissenschaftler der University of California in Santa Cruz gehen davon aus,
dass in der Übergangszeit vom Paläozän zum Eozän massiv Treibhausgase aus
ozeanischen und terrestrischen Quellen freigesetzt wurden. Das Oberflächenwasser
des tropischen Pazifiks erwärmte sich daraufhin um vier bis fünf Grad. In den
oberen Breiten erwärmten sich die Meere sogar um acht bis zehn Grad und kühlten
dann langsam wieder ab.
Heute sind menschliche Aktivitäten dafür verantwortlich, dass die
Durchschnittstemperatur weltweit steigt. Der ungebremste Verbrauch fossiler
Brennstoffe wie Öl führt zur Freisetzung ungeheurer Mengen des Treibhausgases
Kohlendioxid (CO2). Vier Fünftel dieser Menge gehen auf den Lebensstil eines
Fünftels der Weltbevölkerung zurück - der Menschen in den Industrieländern. Die
Folgen aber treffen alle.
Die Erwärmung der Erdoberfläche durch hohe CO2-Konzentrationen in der
Atmosphäre führt zu einem globalen Klimawandel. Wetterextreme wie Stürme,
Überschwemmungen und Dürreperioden nehmen weltweit zu. (sit)
Freitag 24. Oktober 2003, 11:09 Uhr
NASA alarmiert durch dramatische Eisschmelze in der
Arktis
Washington (AFP) Die dramatische Eisschmelze in der Arktis erfordert nach Ansicht von
Wissenschaftlern schnelles Handeln, um weitere große Klimaveränderungen zu
verhindern. Die Polkappe in der Arktis sei seit 1980 um zehn Prozent pro Dekade
geschrumpft, wie Satellitenbilder der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigen. "Es
geschieht jetzt. Wir können es uns nicht leisten, lange auf technische Lösungen zu
warten", warnte David Rind von der NASA am Donnerstag (Ortszeit) in New York.
Der Anteil des Eises, das das ganze Jahr über vorhanden ist, "erreichte 2002 und
2003 Rekord-Tiefstände", sagte NASA-Wissenschaftler Josefino Comiso. Die
Ozeane und Landmassen rund um den arktischen Ozean erwärmten sich in den
vergangenen zehn Jahren um ein Grad Celsius. Die Schmelze der Eiskappen treibt
die globale Erwärmung an, so dass die Wissenschaftler einen Teufelskreis
beobachten: "Schnee und Eis reflektieren aufgrund ihrer weißen Farbe das Licht
stark", sagte Comiso. So werde der größte Teil der Sonnenenergie durch Eis und
Schnee wieder nach oben reflektiert. Mit der Verringerung der Eisfläche sei dies
nicht mehr der Fall, so dass sich das Klima erwärme. Dabei "könnten schon kleine
Veränderungen in der Eisoberfläche große Auswirkungen auf den Wasserkreislauf und letztlich auf das globale Klima
haben", warnte die NASA.
Konsequenzen sind bereits vielerorts zu beobachten. So berichteten Wissenschaftler aus den USA und Kanada im
vergangenen Monat, dass das größte und 3000 Jahre alte Schelfeis-Vorkommen in der Arktis vor der kanadischen
Küste zerbrochen sei. Das Schelfeis könne Schifffahrt und Bohrinseln gefährden.
Durch den Eisschwund befürchten Wissenschaftler unter anderem Änderungen von Meeresströmungen sowie des
Fischbestandes. Im Norden wird von Eisplatten aus intensiver Fischfang betrieben. "Wenn das Eis zurückgeht, betrifft
das die Gemeinschaften dort oben", sagte der Ozeanexperte von der University of Washington, Michael Seteele. Der
Wissenschaftler Mark Serreze von der University of Colorado räumte ein, dass ein Teil der Klimaveränderungen auf
natürliche Schwankungen zurückzuführen seien. Aber die Klima-Experten seien sich auch einig: "Ein Teil ist auf die
Menschen zurückzuführen."
» zurück
|
|
|
 |
|
 |