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Schulden in Entwicklungsländern

Wieczorek-Zeul eröffnet Konferenz zu Schuldentragfähigkeit in Entwicklungsländern

22 November, 2004 by epo.de

Berlin (epo). - "Zwischen 1992 und 2001 sind Entwicklungsländer im Schnitt alle 3,3 Jahre von externen Schocks getroffen worden. Das bedeutet, dass externe Schocks nicht mehr länger als Ausnahme betrachtet werden dürfen", erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul anlässlich der Eröffnung der Konferenz "Schuldentragfähigkeit, externe Schocks und Finanzierungsinstrumente in einkommensschwachen Ländern".

Die internationale Konferenz wird vom Entwicklungspolitischen Forum von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums bis 23. November in Berlin durchgeführt. Weitere Partner der Veranstaltung sind die Weltbank und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE).

"Um den Problemen, die externe Schocks wie beispielsweise gestiegene Ölpreise auslösen, begegnen zu können, sind Lösungen erforderlich, die auf jedes Land maßgeschneidert zugeschnitten sind. Blaupausen führen nämlich nicht zu den gewünschten Ergebnissen", führte die Ministerin weiter aus.

Wieczorek-Zeul begrüßte, dass die Weltbank und der Internationale Währungsfonds in ihrer Politik gegenüber Entwicklungsländern bereits den Ansatz verfolgten, individuell mit Schuldentragfähigkeit und externen Schocks umzugehen. "Aber dieses Denken in maßgeschneiderten Lösungen muss sich noch weiter durchsetzen. Deswegen gehe ich davon aus, dass sich die Vorschläge des Bundesentwicklungsministeriums, die in unserem Papier zum "Post-Washington-Consensus" vorgelegt haben, noch weiter durchsetzen werden", forderte die Ministerin die internationalen Finanzinstitutionen auf.

Konferenz "Schuldentragfähigkeit, externe Schocks und Finanzierungsinstrumente in einkommensschwachen Ländern"

Positionspapier des Bundesentwicklungsministeriums zum Post-Washington-Consensus


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