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Zukunft des DÜI

Deutsches Übersee-Institut vor einschneidenden Strukturreformen

01.12.2004 12:17 by epo.de

Hamburg (epo). - Das Deutsche Übersee-Institut (DÜI) in Hamburg steht vor einschneidenden Strukturreformen. Das Institut hat eigenen Angaben zufolge vom Senat der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) eine Förderungsempfehlung für drei Jahre erhalten, die an die Bedingungen gebunden ist, sich wissenschaftlich besser zu profilieren, die internationale Vernetzung voranzutreiben und die Organisationsstruktur zu reformieren.

Die Stellungnahme der WGL attestiere dem DÜI eine singuläre und signifikante Stellung in der Regionalforschung, teilte das DÜI mit. Sie benenne aber auch grundlegenden Reformbedarf im Bereich der wissenschaftlichen Profilierung, der internationalen Vernetzung und der Organisationsstruktur. Diese Reformen müssten in kurzer Frist realisiert werden.

Das DÜI will sich unter der neuen Leitung von Prof. Dr. Robert Kappel diesen Herausforderungen stellen. Es besitze das Potenzial, europäische Spitzenforschung im Bereich "comparative area studies" zu betreiben. Die ebenfalls geforderte rechtliche Umstrukturierung des Verbundes werde mit Nachdruck verfolgt, so das DÜI.

In Zeiten scharfer Einschnitte bei den Zuwendungen durch die öffentliche Hand stünden allerdings "alle Tätigkeiten des DÜI auf dem Prüfstand", räumte das Übersee-Institut ein. Die Priorität des Vorstands liege in der Gestaltung eines neuen Forschungsprofils. Neue Forschungsschwerpunkte würden derzeit gebildet; Arbeitsgruppen aus Mitarbeitern aller fünf Verbundsinstitute arbeiteten bereits jetzt an der Konkretisierung des Konzepts. Das mittelfristige Ziel laute, "bis 2007 die Auflagen der WGL zu erfüllen und gleichzeitig an internationaler Sichtbarkeit zu gewinnen".

Das Deutsche Übersee-Institut ist die größte Entwicklungsländer-Forschungseinrichtung in Deutschland und besteht aus fünf Mitgliedsinstituten (Institut für Allgemeine Überseeforschung, Institut für Afrika-Kunde, Institut für Asienkunde, Institut für Iberoamerika-Kunde und Deutsches Orient-Institut). Es gehört der Leibniz-Gemeinschaft an; finanziert wird es vom Auswärtigen Amt und der Freien und Hansestadt Hamburg.

Forschungsschwerpunkte des DÜI sind gegenwärtig Internationale Beziehungen und globale Sicherheit, Ökonomische Transformation im globalen Kontext, Politische Institutionen und demokratische Gouvernanz sowie Gesellschaftliche Dynamiken und kultureller Wandel.

Deutsches Übersee-Institut


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