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WWF zu Weihnachtsgeschenken

Dienstag 21. Dezember 2004, 11:30 Uhr

Was unter keinem Weihnachtsbaum liegen sollte

Genf (AFP) - Die Umweltschutzorganisation WWF hat Weihnachtseinkäufern den Verzicht auf Tierprodukte ans Herz gelegt. "Bitte seien Sie sich darüber bewusst, was Sie kaufen und welche Auswirkungen dies auf den Artenschutz und die Umwelt haben kann", sagte die WWF-Artenschutzdirektorin Susan Lieberman. Auf einer Schwarzen Liste nannte die Gruppe Erzeugnisse, die unter keinem Christbaum zu finden sein sollten. Dazu zählen Produkte aus Tigerpelz, Schildpatt und Elfenbein.

Sie stammten von Tieren, die weltweit vom Aussterben bedroht sind. Nur noch 5000 Tiger leben in Freiheit, sechs von sieben Meeresschildkrötenarten droht die Auslöschung, und Wilderei in Afrika dezimiert die Elefantenbestände immer weiter.

Bei anderen Produkten sollten die Verbraucher Vorsicht walten lassen und nur dann zugreifen, wenn das internationale Artenschutz-Gütesiegel CITES vorliegt, empfahl WWF. Dazu zählen schwarzer Kaviar, Produkte aus Schlangen- oder Krokodilleder und Kakteen. Durch illegale Überfischung im Kaspischen Meer sei der kaviartragende Stör beinahe ausgerottet. Reptilienprodukte sollten nur gekauft werden, wenn sie von Zuchttieren stammten. Kakteen seien durch illegales Pflücken in Mexiko schwer gefährdet und sollten nur aus Zuchtbeständen gekauft werden.

WWF kritisierte, dass manche Modetrends die Nachfrage nach gefährdeten Tierarten steigerten. "In gewissen Elitekreisen ist es en vogue, Tiger als Haustiere zu halten oder Tigerfellläufer oder -mäntel zu haben", hieß es. Ähnliches gelte für die hoch exklusive Shahtoosh-Wolle, die zu edlen Schals gewoben wird. Sie stamme von tibetanischen Antilopen, die vor dem Scheren getötet würden. "Manche Händler erzählen, die Wolle werde an Büschen eingesammelt, an denen sich die Antilopen gerieben haben. Das stimmt nicht."


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