powered by <wdss>
Aktuell

Klimagipfel beginnt

Montag 28. November 2005, 08:06 Uhr

Welt-Klimakonferenz beginnt in Montréal

Montréal (dpa) - Im kanadischen Montréal beginnt heute die erste Welt-Klimakonferenz nach Inkrafttreten des Kyoto- Protokolls. Laut diesem Vertrag sollen die Industriestaaten ihren Treibhausgas-Ausstoß von 1990 bis 2012 um mindestens fünf Prozent reduzieren.

In Montréal soll vereinbart werden, wie sie das im Einzelnen schaffen können. Zudem wird diskutiert, wie der Klimaschutz vom Jahr 2013 an weitergeht. Das UN-Klimasekretariat erwartet bis zu 10 000 Teilnehmer für das zehntägige Treffen und damit die größte Klimakonferenz seit Kyoto 1997.

Zur Ministerrunde am Konferenzende will auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kommen.


Montag 28. November 2005, 07:58 Uhr

UN-Klimakonferenz berät über Ziele nach 2012

Montréal (AFP) - Im kanadischen Montréal beginnt heute die erste Weltklimakonferenz seit Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005. Bis zum 9. Dezember werden Vertreter aus mehr als 150 Staaten über den Klimawandel beraten. Zu der Konferenz werden bis zu 10.000 Teilnehmer erwartet, unter ihnen an den letzten drei Tagen rund hundert Umweltminister.

Bei der Konferenz, die erstmals offiziell im Rahmen der Vereinten Nationen stattfindet, werden zwei Themen im Vordergrund stehen: Zum einen müssen die Kyoto-Parteien die so genannten Marrakesch-Verträge förmlich annehmen - Vorschriften, die die Umsetzung der Reduktionspflichten sowie die regelmäßige Berichterstattung und Überprüfung regeln. Zum anderen sollen den Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls nach dem Willen einiger Staaten weitere ehrgeizige Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels folgen.


Klimagipfel in Montreal soll Weichen für die Zeit nach dem Kyoto-Protokoll stellen

epo.de, 28.11.2005

Montreal/Berlin. - Im kandadischen Montreal beginnt am heutigen Montag der Klimagipfel der Vereinten Nationen. Hauptthema der Beratungen, die vom 28. November bis 9. Dezember dauern, ist der internationale Klimaschutz nach dem Jahr 2012, wenn das Kyoto-Protokoll ausläuft. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Beratungen über die so genannte 2. Verpflichtungsperiode über die Zeit nach 2012 hinaus noch in diesem Jahr beginnen.

"Angesichts des zunehmenden Klimachaos dürfen wir keine Zeit verlieren, die Verhandlungen zügig voranzutreiben", erklärte Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland. In Montreal müsse der formale Beschluss fallen, die offiziellen Verhandlungen aufzunehmen. Wichtig sei eine feste "Deadline". Bis 2008 müsse der Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls in "trockenen Tüchern" sein.

Ein konkreter Zeitplan sei besonders für den Wirtschafts- und Finanzsektor wichtig, betonte Günther. Die Unternehmen brauchten klare Signale, um Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen zu bekommen. Nur so könne der viel versprechende Emissionshandels-Sektor mittelfristig Erfolg haben.

Da der Klimawandel ist ein globales Problem ist, wird es bei den Verhandlungen auch darum gehen, einen möglichst gerechten Beitrag der verschiedenen Länder festzulegen. Der WWF fordert von den Industrieländern ein eindeutiges Bekenntnis, die CO2 Emissionen nach 2012 deutlich zu reduzieren. Der Beitrag von Entwicklungsländern zum Klimaschutz könne in der zweiten Verpflichtungsperiode nach 2012 unterschiedlich gestaltet sein. Die Spanne reiche vom verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur deutlichen Reduktion des Abholzens ihrer Wälder.

In Montreal erwartet der WWF zudem Debatten um die praktische Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Die Einzelheiten wurden bereits in Marrakesh 2001 ausgehandelt. Die Beschlüsse von damals müssten jetzt in Kanada noch einmal offiziell von den Kyoto-Vertragsparteien bestätigt werden, so der WWF, damit sie in Kraft treten könnten. Aus Sicht des WWF besteht hier "kein Änderungsbedarf".

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betrifft besonders arme Ländern und ihre Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Das Spektrum reicht vom Deichbau über Sturm-Frühwarnsysteme bis hin zum Aufbau effizienterer Methoden der Bewässerung. "Gerade Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden, benötigen finanzielle Unterstützung, um sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Eine Reihe von Zusagen liegen auf dem Tisch. Jetzt ist es an der Zeit sie einzulösen", sagte Regine Günther.

Die ersten verbindlichen Ziele zur Reduktion der Treibhausgase wurden auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz 1997 in Kyoto beschlossen. Im Kyoto-Protokoll verpflichteten sich die Industrieländer zu einer durchschnittlichen Reduzierung der Emissionen aller sechs Treibhausgase um 5,2 Prozent im Zeitraum von 2008 bis 2012 im Vergleich zur Emissionsmenge von 1990. Das Kyoto-Protokoll war im Februar 2005 völkerrechtlich verbindlich in Kraft getreten. Die USA haben das Protokoll nicht unterzeichnet, obwohl sie weltweit die größte Menge an Treibhausgasen ausstoßen.

UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC)
World Wide Fund For Nature (WWF)


Sonntag 27. November 2005, 21:40 Uhr

Töpfer: China und Indien müssen sich Verantwortung für Klima stellen

Frankfurt am Main (AFP) - Der Chef des UN-Umweltprogramms UNEP, Klaus Töpfer, hat Schwellenländer wie China und Indien aufgefordert, sich der Verantwortung beim Klimaschutz stellen. "Sie müssen es schaffen, das fossile Zeitalter deutlich zu verkürzen und schnell zu sauberen, effizienten Technologien überzugehen", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe) zu dem am Montag im kanadischen Montréal beginnenden Weltklimagipfel. Die Hauptverantwortung liege allerdings weiterhin bei den Industriestaaten. Ein Chinese sei im Durchschnitt für drei Tonnen des Treibhausgases CO2 pro Jahr verantwortlich, ein US-Bürger hingegen für 22 Tonnen.


Das Versagen der Reichen

Seit Februar ist das Kyoto-Protokoll in Kraft, das die meisten Industriestaaten zu einer Reduzierung der Treibhausgase verpflichtet. Doch sind die meisten Unterzeichner des Abkommens von ihren Zielen weit entfernt. Die Hoffnung, dass die Wohlstandsstaaten den Schwellenländern vormachen könnten, wie sich Klimaschutz und ökonomische Entwicklungen vertragen, ist bis auf wenige Ausnahmen gescheitert.

Von Wolfgang Roth, Süddeutsche Zeitung, 28.11.05

Jubelfeiern rund um den Globus, optimistische Reden von Regierungschefs und Ministern in fast aller Welt – so ging es zu am 16. Februar dieses Jahres, als endlich das Kyoto-Protokoll Bestand hatte: Russland hatte sein ewiges Lavieren aufgegeben und das Abkommen ratifiziert.

Ein Dutzend Jahre hat es gedauert, bis die unverbindliche, nur mit Absichtserklärungen gespickte Klima-Rahmenkonvention von Rio eine konkrete Ausgestaltung erfuhr.

Das Protokoll, 1997 in zähen nächtlichen Verhandlungsrunden in der japanischen Kaiserstadt geschaffen, brauchte dann noch mehr als sieben Jahre bis zur Rechtskraft; Konferenzen folgten auf Konferenzen, in denen zwar die Zielvorgaben von Kyoto unangetastet blieben, der Weg zu diesen Zielen aber immer gewundener wurde.

Dass schon in Kyoto viele Schlupflöcher geschaffen wurden, lag maßgeblich an den Vereinigten Staaten und Australien, und es mutet wie ein schlechter Witz an, dass sich ausgerechnet diese beiden Nationen vom Protokoll lossagten.

Der ehemalige Vorreiter EU steht schlecht da

Die USA waren alleine für ein Viertel der globalen Treibhausgase verantwortlich. Der kurzfristige Optimismus ist aber auch aus anderen Gründen längst verflogen.

Ungefähr 10000 Delegierte und Beobachter, die zwei Wochen lang das Geschehen in Montreal gestalten und begleiten, sie alle haben die jüngsten Zahlen im Gepäck, die das in Bonn beheimatete Klima-Sekretariat gerade bekannt gab. Diese düstere Bilanz entlarvt die vor allem in Europa populären, pauschal an die USA gerichteten Schuldzuweisungen als Ausweichmanöver.

Zwar kommen die vom Kyoto-Protokoll erfassten Länder unter dem Strich ihrer Verpflichtung nach. Dies ist aber nur möglich, weil in der ehemaligen Sowjetunion und ihren früheren Trabantenstaaten ganze industrielle Komplexe weggebrochen sind.

Dass dies so bleibt, wird den Menschen in diesen Staaten aber niemand wünschen. Vor allem in den Beitrittsländern der EU deutet sich wirtschaftlicher Aufschwung an, der mehr Energieverbrauch und mehr Verkehr mit sich bringt. Ob diese Entwicklung mit effizienterer Technik und erneuerbaren Energiequellen gestoppt werden kann, ist äußerst fraglich.

Die Europäische Union, die auf den Klimakonferenzen stets eine Vorreiterrolle für sich beanspruchte, steht alles andere als gut da. Um acht Prozent soll die Union bis 2012 den Ausstoß ihrer Treibhausgase mindern, derzeit sind gerade mal 1,4 Prozent erreicht.

Nur vier EU-Staaten können positive Bilanz vorweisen

Nur Großbritannien, Frankreich und Schweden haben ihr Soll erreicht. Die Briten profitieren in ihrer Klima-Bilanz noch immer von der Zerschlagung der Kohle-Industrie unter Maggie Thatcher, die Franzosen vom starken Einsatz der Kernenergie.

Deutschland steht kurz vor dem Ziel – eine Reduzierung um 21 Prozent. Dazu hat aber stark der wirtschaftliche Umbruch im Osten beigetragen, wo große Teile der DDR-Industrie dichtmachen mussten und nur partiell durch Anlagen ersetzt wurden, die aber auf dem neuesten Stand sind. Dass die deutsche Einheit noch lange viel Geld kostet, ist allerdings nicht zu bestreiten – Geld, das man ansonsten auch in den Klimaschutz hätte investieren können.

In den letzten Jahren steigt in der Stromerzeugung wieder der Ausstoß von Kohlendioxid, den vielen Windrädern zum Trotz. Maßgeblichen Anteil daran haben die Braunkohlekraftwerke in Brandenburg und in Nordrhein-Westfalen, wo sogar eine neue Anlage geplant ist. Deutlich wirkt sich im gesamten EU-Gebiet die Zunahme von Kohlendioxid auf dem Verkehrssektor aus; exorbitante Steigerungsraten hat dabei die Luftfahrt.

Abgesehen von den vier Staaten, die mit guten Bilanzen glänzen können, sieht es in der EU düster aus. Spanien, Portugal, Irland, Finnland, Italien und Österreich haben sich so weit von ihren Kyoto-Zielen entfernt, dass deren Erreichen unrealistisch ist.

Das Versprechen, die Ausstöße auf dem Stand von 1990 zu halten, wird gebrochen

Dies gilt auch unter der Voraussetzung, dass in diesen Ländern eifrig von den Instrumenten Gebrauch gemacht wird, die das Protokoll bereithält. In erster Linie ist das die Möglichkeit, klimaschonende Projekte in anderen Industriestaaten oder in den Ländern der zweiten und dritten Welt zu finanzieren, wo mit weniger Geld größere Wirkung zu erzielen ist; solche Investitionen können im heimischen Klimakonto gutgeschrieben werden.

Die weitere Option, mit großzügiger Aufforstung Kohlendioxid „einzufangen“ und damit Gutschriften zu sammeln, stößt in Europa an ihre Grenzen. Im Süden leiden viele Regionen unter Trockenheit und Bodenerosion, andere sind regelmäßig von Waldbränden bedroht. Ein Land wie Finnland dagegen ist schon mit Wald überzogen, so weit das Auge reicht.

Das Versprechen von Rio, die Treibhausgase global auf dem Niveau von 1990 zu halten, ist nicht einzuhalten. Nach dem Stand von 2003 haben sie um elf Prozent zugelegt. Eine wesentliche Ursache sind boomende Staaten wie Indien und China, die ihr Schadstoffpotenzial fast verdoppelten.

China rangiert in absoluten Zahlen auf der Sünderliste hinter den USA und der EU. Pro Kopf gerechnet, sieht die Sache anders aus: Ein Amerikaner setzt dem Klima im Durchschnitt zehnmal mehr zu als ein Chinese.

Deshalb sind solche Schwellenländer frei von Pflichten geblieben. Die Hoffnung, die Wohlstandsregionen der Erde könnten vormachen, wie sich Klimaschutz und ökonomische Entwicklung vertragen, diese Hoffnung ist – bis auf wenige Ausnahmen – unerfüllt geblieben. Kein Grund zum Feiern also in Montreal.


Der Weg ist das Ziel

WWF-Pressemitteilung, Montreal, Berlin, 27.11.2005

Der internationale Klimaschutz nach dem Jahr 2012 wird das bestimmende Thema auf dem bevorstehenden Klimagipfel im kanadischen Montreal sein. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Beratungen über die so genannte 2. Verpflichtungsperiode, also über die Zeit nach 2012, noch in diesem Jahr beginnen. „Angesichts des zunehmenden Klimachaos dürfen wir keine Zeit verlieren, die Verhandlungen zügig voranzutreiben“, betont Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland. In Montreal müsse der formale Beschluss fallen, die offiziellen Verhandlungen aufzunehmen. Wichtig sei eine feste „Deadline“. Bis 2008 müsse der Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls in „trockenen Tüchern“ sein. Ein konkreter Zeitplan sei besonders für den Wirtschafts- und Finanzsektor wichtig. Die Unternehmen brauchen klare Signale, um Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen zu bekommen. Nur so könne der viel versprechende Emissionshandelssektor mittelfristig Erfolg haben.

Da der Klimawandel ist ein globales Problem ist, wird es bei den Verhandlungen darum gehen, einen möglichst gerechten Beitrag der verschiedenen Länder festzulegen. Der WWF fordert von den Industrieländern ein eindeutiges Bekenntnis, die CO2 Emissionen nach 2012 absolut deutlich schärfer zu reduzieren. Der Beitrag von Entwicklungsländern zum Klimaschutz könne in der zweiten Verpflichtungsperiode nach 2012 unterschiedlich gestaltet sein. Die Spanne reiche vom verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur deutlichen Reduktion des Abholzens ihrer Wälder. In Montreal wird es zudem um die praktische Umsetzung des Kyoto-Protokolls gehen. Die Einzelheiten wurden bereits in Marrakesh 2001 ausgehandelt. Die Beschlüsse von damals müssen jetzt in Kanada noch einmal offiziell von den Kyoto-Vertragsparteien bestätigt werden, damit sie in Kraft treten können. Aus Sicht des WWF besteht hier kein Änderungsbedarf.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betrifft besonders arme Ländern und ihre Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Das Spektrum reicht vom Deichbau über Sturm-Frühwarnsysteme bis hin zum Aufbau effizienter Bewässerung. „Gerade Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden, benötigen finanzielle Unterstützung, um sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Eine Reihe von Zusagen liegen auf dem Tisch. Jetzt ist es an der Zeit sie einzulösen“, so Regine Günther.

Die ersten verbindlichen Ziele zur Reduktion der Treibhausgase wurden auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz 1997 in Kyoto beschlossen. Im Kyoto-Protokoll verpflichten sich die Industrieländer zu einer durchschnittlichen Reduzierung der Emissionen aller sechs Treibhausgase um 5,2 Prozent im Zeitraum von 2008 bis 2012 im Vergleich zur Emissionsmenge von 1990. Das Kyoto-Protokoll ist im Februar 2005 völkerrechtlich verbindlich in Kraft getreten.


Montag 28. November 2005, 11:35 Uhr

Hintergrund: Das Kyoto-Protokoll

Hamburg (dpa) - Die Industriestaaten haben sich 1997 auf der UN-Klimakonferenz im japanischen Kyoto in einem Protokoll zur Reduzierung von sechs Treibhausgasen verpflichtet. Danach soll ihr Ausstoß bis 2012 um mindestens 5 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Das Kyoto-Protokoll gilt als erster Schritt, um den menschengemachten Treibhauseffekt zu bremsen.

Da Russland am 18. November 2004 dem Kyoto-Protokoll offiziell beitrat, konnte dieses verbindlich werden. Um das Vertragswerk in Kraft zu setzen, mussten ihm 55 Staaten beigetreten sein, auf die mindestens 55 Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes der Industrieländer von 1990 entfallen.

Nach dem formellen Beitritt Russlands trat das Protokoll laut Vertragstext 90 Tagen später in Kraft. Mitte Februar 2005 hatten es 141 Staaten ratifiziert. Auf sie entfallen 61,6 Prozent des Kohlendioxidausstoßes der Industriestaaten von 1990.

Grundlage des Kyoto-Protokolls ist die Klimaschutzkonvention des Erdgipfels von Rio de Janeiro von 1992. Darin hatte die Staatengemeinschaft unter anderem vereinbart, den Ausstoß der Treibhausgase so zu begrenzen, dass «sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können» und «die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird».

Das Gas Kohlendioxid verursacht rund die Hälfte des menschengemachten Treibhauseffekts. Zu den im Kyoto-Protokoll aufgeführten Treibhausgasen zählen zudem Methan, Lachgas, perfluorierte und teilhalogenisierte Kohlenwasserstoffe sowie Schwefelhexafluorid. Daneben gibt es einen natürlichen Treibhauseffekt, der für eine Durchschnittstemperatur auf der Erde von etwa 15 Grad sorgt.

Ein konkretes Regelwerk zum Kyoto-Protokoll wurde 2001 in Bonn und Marrakesch (Marokko) vereinbart, nachdem die USA den Verhandlungen den Rücken gekehrt hatten. Zur Erfüllung ihrer Klimaschutzziele dürfen die Industrieländer auch mit Emissionsrechten handeln, Projekte zur umweltfreundlichen Entwicklung in ärmeren Ländern finanzieren oder Projekte in anderen Industrieländern fördern - etwa energieeffizientere Kraftwerke in Osteuropa. Zudem dürfen Wälder und Böden in bestimmten Grenzen als Klimaschutzbeitrag einberechnet werden, da sie Kohlenstoff speichern.


» zurück
 

Druckversion




































21.10.08 14:15 - 15:00
hr: Amazonien am Rhein

21.10.08 20:15 - 21:00
WDR: Yellowstone - Bären, Bisons, Wölfe

22.10.08 22:30 - 23:00
SWR: Das bedrohte Paradies - Afrikas Süden vertrocknet

23.10.08 15:15 - 16:00
rbb: Gequältes Paradies - Das Naturreservat Bosawas in Nicaragua

15.10.08 13:30 - 14:15
hr: Die Büffel-Polizei

28.10.08 14:15 - 15:00
hr: Lebensraum Mittelamerika (2/3): Tropische Wälder in Mexiko

22.10.08 20:15 - 21:00
NDR: Schwedens Bären - Geliebt und gehasst

12.10.08 17:15 - 18:00
SWR: Schatzkammer Madagasar

24.10.08 11:30 - 12:15
NDR: Dem Biber auf der Spur

29.10.08 14:15 - 15:00
hr: Lebensraum Mittelamerika (3/3): Regenwald in Guatemala

16.10.08 03:35 - 04:20
phoenix: Tropenfieber (1/3): Die Eroberung des Amazonas

12.10.08 23:30 - 00:15
phoenix: Kongos verfluchter Schatz - Das schmutzige Geschäft mit dem Coltan

12.10.08 15:30 - 16:15
3sat: Zucker für den Affen