AktuellFSC-Generalversammlung (2)
Zukunftsweisende Versammlung in ManausVon Christina Hering, FSC Deutschland, 7.12.05Etwa 300 Mitglieder und Partner aus mehr als 55 Ländern treffen sich vom 7.-9. Dezember in Manaus zur 4. Vollversammlung des FSC. Die FSC-Mitglieder und Interessensvertreter werden sich auf weitere Aktivitäten festlegen, um die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der globalen Wälder zu fördern. Ohne Zweifel ist der FSC zu einem weltweiten Modell zur Förderung verantwortungsvollter Waldwirtschaft geworden. Ungeachtet dessen, sind weitere strategische Entscheidungen erorderlich. "Es ist offensichtlich, dass der FSC die internationale Forstdebatte während der letzten 10 Jahre maßgeblich beeinflusst hat", so Shaun McCartney, Vorstandsvorsitzender des FSC International. "Auf der Vollversammlung werden die Mitglieder Strategien diskutieren, die die Zukunft der Organisation und damit auch die weltweite Waldbewirtschaftung formen werden." José Saramago, der 1998 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichent wurde, hat in einem ausgestrahlten Video die Mitglieder dazu aufgerufen, konkrete Schritte einzuleiten, um die Zerstörung des Planeten zu stoppen. "Ich hoffe, das jedem in Brasilien, in Lateinamerika und in der ganzen Welt der Enst der Lage bewusst wird, die ich wie folgt formulierten würde: Der Planet ist in Gefahr! hisichtlich der Waldzerstörung. Wir zerstören den Planten, haben aber die Verpflichtung, ihn zu retten, denn es gibt niemand anderen, der dies tun kann." Die weltweite Waldfläche schrumpft und Wälder sind durch Übernutzung, Raubbau und illegalem Einschlag in ihrer Existenz bedroht. Der FSC geht mit seinen Regelungen über ökologische Belange des Waldes hinaus: mehr als 90 Prozent der 1,2 Mrd. Menschen, die in extremer Armut leben, benötigen Wälder zur Sicherung ihre Lebensunterhalts. Infolge veränderter Landnutzung, Verletzung der Rechte von Ureinwohnern sowie dem Mangel an Arbeitsplätzen und Gemeinwesen, sind Wälder Bestandteil sozialer Konflikte. Die 4. Vollversammlung wird der großen Bandreite an Interessensgruppen ermöglichen, gmeinsam Lösungen zu entwicklen, um den existierenden Problemen zu begegnen. Internationale Organisationen wie der WWF, Greenpeace und Friends of the Earth; Unternehmen wie Home Depot, IKEA, Klabin, Tempec und Alpac sowie verschiedene soziale Organisationen wie der GTZ und Arbeitnehmerverbänden werden die Entwicklung von internationalen Regelungen und Standards vorantreiben, um verantwortungsvolle Waldwirtschaft zu fördern. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung finden bereits zahlreiche Nebenveranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt, beispielsweise zur Plantagenwirtschaft, zu sozialen Belangen in der Forstwirtschaft sowie zu Maßnahmen zur Verbesserung der Tropenwaldbewirtschaftung. Zusätzlich bieten Exkursionen die Möglichkeit, sich vor Ort einen Eindruck von der Waldbewirtschaftung nach den Regeln des FSC zu verschaffen. Klicken Sie hier, um die englische Pressemitteilung des FSC International zu lesen. Das Programm der Genereal Assembly finden Sie unter www.fsc.org/general_assembly/en/ » zurück |
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