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Aktuell

Hungerbekämpfung

FAO-Generaldirektor Diouf fordert zweite Grüne Revolution

epo.de, 13.09.2006

San Francisco/Berlin. - Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation FAO, Jacques Diouf, hat eine "zweite Grüne Revolution" gefordert, um die wachsende Weltbevölkerung ernähren und die Umwelt schützen zu können. In den nächsten Jahrzehnten seien große Anstrengungen in der Landwirtschaft nötig, weil die Weltbevölkerung von sechs auf neun Milliarden Menschen steigen werde, sagte Diouf auf einer Tagung in San Francisco. "Wir könnten das eine zweite Grüne Revolution nennen."

Während der ersten Grünen Revolution in den 1950er und 60er Jahren hatte die weltweite Nahrungsmittelproduktion verdoppelt werden können. Der massive Einsatz von Bewässerungsanlagen, Kunstdünger und Pestiziden hatte jedoch zu gravierenden Umweltschäden und einer nicht nachhaltigen Agrarwirtschaft geführt.

Die bevorstehende Aufgabe der Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion sei weit schwieriger, prognostizierte Diouf. Die Getreideproduktion müsse bis zum Jahr 2050 um eine Milliarde Tonnen pro Jahr gesteigert werden. In vielen Regionen der Welt nähmen die Ressourcen an verfügbarem Land und Wasser jedoch ab, und der Klimawandel verschärfe die Situation zusätzlich.

Diouf rief die Politiker dazu auf, Investitionen in die Landwirtschaft wieder mehr Priorität einzuräumen. Die neue Grüne Revolution werde jedoch weniger darin bestehen, neue Weizen- oder Reissorten einzuführen, sondern müsse sich auf eine effizientere Nutzung der natürlichen Ressourcen und ein besseres Ertragsmanagement konzentrieren. Der Schlüssel zu steigenden Erträgen bei gleichzeitigem Schutz der Umwelt liege in einer ökologisch nachhaltigen landwirtschaftlichen Entwicklung, betonte Diouf.


Mittwoch 13. September 2006, 05:16 Uhr

Gates- und Rockefeller Stiftung bekämpfen Hunger in Afrika

(AFP) - Die Bill and Melinda Gates Stiftung will gemeinsam mit der Rockefeller Stiftung Hunger und Armut in Afrika bekämpfen. Ein ins Leben gerufenes Bündnis für eine Grüne Revolution in Afrika solle zunächst ausgestattet mit umgerechnet 118 Millionen Euro die Produktivität kleiner landwirtschaftlicher Betriebe steigern helfen und Menschen Auswege aus extremer Armut weisen, erklärten die Stiftungen am Dienstag gemeinsam. "Diese Strategien haben das Potenzial, Leben und Gesundheit von Millionen Menschen zu verändern", sagte Microsoft (NASDAQ: MSFT - Nachrichten) -Gründer Bill Gates. Die Bemühungen seien langfristig angelegt. Zwei Drittel des Gründungskapitals kommen von der Bill and Melinda Gates Stiftung, den Rest stellt die Rockefeller Stiftung bereit.




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